News [Handball] 19.01.2026 - 11:00 Uhr
Meenzer Dynamites landen starken Auswärtscoup beim Tabellenzweiten HC Rödertal
Großröhrsdorf/Mainz – Die Meenzer Dynamites haben am 14. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen für eine der Überraschungen der Saison gesorgt. Beim heimstarken Tabellenzweiten HC Rödertal setzte sich das Team von Cheftrainer Jörg Schulze nach einer hochkonzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 29:26 (16:13) durch und entführte zwei wichtige Auswärtspunkte aus Sachsen.

Die Partie begann aus Mainzer Sicht optimal. Von der ersten Minute an traten die Dynamites mutig, fokussiert und zielstrebig auf. Vor allem Rugile Bartaseviciute und Marleen Kern setzten mit couragierten und erfolgreichen Abschlüssen früh Akzente und legten den Grundstein für einen starken Start. Bereits nach rund zehn Minuten sah sich das Trainerteam der Gastgeberinnen beim Stand von 3:7 zur ersten Auszeit gezwungen.
Mainz kontrollierte das Spielgeschehen in der Folge souverän. Die Abwehr arbeitete aufmerksam und mit viel gegenseitiger Hilfe, während im Angriff geduldig und konsequent Chancen herausgespielt wurden. Die starke Anfangsphase zeigte auch taktisch Wirkung: Nach rund 20 Minuten sah sich der HC Rödertal gezwungen, seine gefürchtete 5:1-Deckung aufzugeben und auf eine 6:0-Abwehr umzustellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Meenzer Dynamites bereits eine deutliche 15:8-Führung (21. Minute) erspielt.
Auch von der anschließenden Aufholjagd der Gastgeberinnen, die vor allem von Rödertals an diesem Tag fast „Alleinunterhalterin“ Arwen Gorb ( Treffer) initiiert wurde, ließ sich Mainz nicht aus dem Konzept bringen. Mit viel Ruhe im Spielaufbau – allen voran durch Melanie Grawe – verteidigten die Dynamites ihren Vorsprung und gingen hochverdient mit einer 16:13-Führung in die Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte entwickelte sich das erwartete Kampfspiel. Gegen die körperlich überlegenen Gastgeberinnen war vor allem die Mainzer Abwehrarbeit entscheidend. Mit großem Einsatz, hoher Laufbereitschaft und konsequenter gegenseitiger Absicherung gelang es, Rödertal immer wieder zu stoppen. Im Angriff legte Mainz zur richtigen Zeit nach und hielt den Tabellenzweiten konstant auf Distanz.
Auch in der Schlussphase bewahrten die Meenzer Dynamites die nötige Ruhe. Jeder Treffer wurde hart erarbeitet, jeder Ballgewinn gemeinsam gefeiert. So brachte Mainz den Vorsprung konzentriert über die Zeit und durfte sich nach dem Schlusspfiff über einen hochverdienten 29:26-Auswärtserfolg freuen.
Zu den herausragenden Spielerinnen auf Mainzer Seite zählten Rugile Bartaseviciute, Christin Kühlborn, Melanie Grawe und Marleen Kern. Kühlborn war mit sieben Treffern, darunter drei sicher verwandelte Siebenmeter, erfolgreichste Werferin.
Cheftrainer Jörg Schulze zeigte sich entsprechend zufrieden:
„Die Außenseiterrolle hat uns sehr gut gelegen. Wir waren von Anfang an sehr fokussiert und zielstrebig. Melli hat neben ihrer guten Abwehrleistung auch unser Angriffsspiel souverän geleitet und wurde völlig zurecht als wertvollste Spielerin geehrt. Wir freuen uns, dass wir gegen eine Mannschaft der ‚Big Five‘ eine tolle Teamleistung bis zum Ende durchgezogen haben.“
Mit diesem Auftritt unterstreichen die Meenzer Dynamites eindrucksvoll ihre Entwicklung und belegen, dass sie auch auswärts gegen Topteams der Liga bestehen können.
Statistik:
HC Rödertal – Meenzer Dynamites 26:29 (13:16)
Zuschauer: 464
Siebenmeter: HCR 2/4 – MZ05 3/3
Zeitstrafen: HCR 6 Minuten – MZ05 6 Minuten
Aufstellung FSV:
Tor: Aleksandra Orowicz (11 Paraden – 2 geh. 7-Meter), Aurora Kryeziu;
Feld: Magda Probst, Christin Kühlborn (7/3 7-Meter), Christine Burgard (1), Nora Schulze, Rugile Bartaseviciute (6), Lena Feiniler (2), Marleen Kern (5), Lena Thoß (3), Tabea Schweikart (2), Melanie Grawe (1), Claire Ramacher (2), Juliane Specht;
Spielfilm: 0:1 (1. Min), 2:2 (3.), 2:5 (5.), 3:7 (10.), 4:9 (11.), 8:15 (21.), 12:15 (28.), 13:16 (HZ); 13:18 (36.), 15:21 (41.), 17:22 (43.), 20:25 (51.), 24:27 (56.), 24:28 (58.), 26:29;