Meenzer Dynamites 17.12.2023 — 12:15 Uhr

Meenzer Dynamites mit perfektem Jahresabschluss

Mit einem 28:25 (13:14) Heimsieg gegen Tabellenführer Werder Bremen sorgen die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 für beste Stimmung zum Jahresabschluss. „Wir waren uns im Vorfeld sicher, dass auch gegen Werder Bremen zu Hause Punkte möglich sind, wenn das, was wir uns für das Spiel vorgenommen haben, funktioniert,“ beschreibt Trainerin Ilka Fickinger die Grundsteine für den Sieg.

Leah Schulze setzt den Haken für den starken Auftritt (Bild: Axel Kretschmer)

Beide Teams konnten nicht komplett in das letzte Spiel im Jahr gehen. Die Trainerin dazu: „Bremen hatte mit Denise Engelke einen krankheitsbedingten Ausfall. Wir mussten vor dem Spiel kurzfristig mit „Taschi“ Krückemeier und Melanie Grawe krankheitsbedingt zwei Ausfälle verkraften. Umso glücklicher und stolzer bin ich auf die Mannschaft!“

Die anwesenden Handballfans bekamen von Anfang eine würdige Jahresabschluss-Begegnung geboten. Bremen hatte Anwurf, hatte aber auch direkt Probleme gegen die 5:1 Abwehr zum Torerfolg zu kommen. Den ersten Treffer der Begegnung erzielte 05erin Hannah Kamp per Tempo bei Spielzeit 2:14. Diese Führung hielten die Mainzerinnen bis zum 9:8 etwa 20 Minuten. Beide Teams schenkten sich in einem intensiven Kräftemessen nichts. Im letzten Drittel von Halbzeit 1 schwang das Pendel in Richtung der Gäste, die eine kurze unsortierte Mainzer Phase zu einem Viertore-Lauf nutzten und mit 9:12 in Führung gingen. Rugile Bartaseviciute, Hanna Kamp und Saskia Fackel mit Doppeltreffer brachten ihre Farben aber wieder zurück und es ging nur mit einem knappen 13:14 Rückstand in die Kabinen.

Auch der Mainzer Anwurf der zweiten Hälfte ging ins Leere und Bremen erhöhte auf 13:15. Doch die Körpersprache und der Willen auf Seiten der 05erinnen waren weiter stimmig. Den 4:0-Lauf hatten in Folge die Gastgeberinnen und drei Minuten später stand es 17:15. Das intensive Kräftemessen ging weiter, das Pendel schwang wieder in Richtung der Gäste, die den Spielstand in der 44. Minute auf 22:24 drehten. Die Mainzerinnen stemmten sich mit aller Macht gegen den Tabellenführer, und das geschlossen als Team. Als Saskia Wagner nach zuvor erneut mit Topquote am 7-Meter auftretend, einen Fehlwurf hatte, sprang Torfrau Lena Schmid im Gegenzug bei 7-Meter Werder für sie in die Bresche und parierte stark gegen die erfahrene Elaine Rode. Und auch der anderthalb Minuten später folgende 7-Meter von Bremen fand nicht den Weg ins Mainzer Tor.

Leider blieb im Mainzer Angriff in dieser kurzen Phase mit etwas Pech die eine oder andere Chance liegen, aber die Abwehr -angeführt von Leah Schulze auf der 1 – verhinderte gut fünf Minuten lang einen weiteren Werder-Treffer. Diesen erzielte zwar Bremens Rückraumrechte Annalena Bergmann bei Spielzeit 49:10 zum 22:25 dennoch, aber dann folgte eine Mainzer Gala in der Crunchtime und es sollte der letzte Gästetreffer sein.

Elisa Burkholder schweißte bei 49:51 den Ball in den Winkel, Saskia Fackel übernahm bei 50:25 erfolgreich am 7-Meter, Saskia Wagner erzielte mit hohem Druck im 1:1 bei 51:40 den Ausgleich. Die Mainzerinnen waren mit 25:25 zurück. Erneut folgte eine Phase intensivster Abwehrarbeit und beide Teams gerieten in Zeitspiel. Drei Minuten später sollte unter Druck des Zeitspiels eine starke Freiwurf-Variante und der Assist von Elisa Burkholder für Leah Schulze mit einem Superabschluss von ihr zum 26:25 für das Spielhighlight sorgen.

Eine Zeitstrafe plus 7-Meter für Werder – erneut eine „Beute“ von Lena Schmid – überstanden die Mainzerinnen mit geschlossener Teamarbeit. Zwei Team-Timeouts von Werders Trainer Timm Dietrich liefen ins Leere. Amelie Gilanyi erhöhte abgezockt auf 27:25 (57:40) und Leah Schulze belohnte sich bei 58:48 mit dem finalen Treffer zum 28:25 für eine starke Leistung. Der Tabellenführer war geknackt und der folgende Jubel von Team, Verantwortlichen und Fans über das vorzeitige Weihnachtsgeschenk kannte keine Grenzen.

Eine sichtlich stolze Trainerin Ilka Fickinger mit ihrem Fazit:

„wir wollten Bremen mit unserer versetzten 5:1 „überraschen“ - damit wollten wir das Zusammenspiel zwischen Rückraum Mitte und Rückraum Rechts Bergmannn oder Häberle stören bzw. unterbinden. Das hat über große Phasen des Spiels gut funktioniert, vor allem weil Leah Schulze vorne einen Riesenjob gemacht hat. Im Angriff wollten wir auch etwas anders als in unserem vorherigen Spielkonzept agieren und haben immer wieder versucht mit zwei Kreisläufern zu agieren, auch das hat uns phasenweise Vorteile verschafft.“

„Aus einer geschlossenen und richtig guten kämpferischen Leistung möchte ich heute allerdings Leah Schulze, die vorne in der versetzten 5:1 wirklich einen super Job gemacht hat, sowie insbesondere im Tempospiel 2. Welle Saskia Wagner hervorheben. Saskia hat die Bremer Abwehr in der 2. Welle immer wieder unter Druck gesetzt und die noch nicht sortierte Abwehr genutzt, um eigene Tore zu erzielen. Sie hat aber auch vor allem gute Entscheidungen getroffen und die sich ergebenden Überzahlsituationen sehr gut genutzt - und war erneut die gewohnt treffsichere 7m Schützin.“

Ilka Fickinger betont: „wir freuen uns wahnsinnig über diese zwei Punkte - wir wissen auch, dass das die ausgleichenden Punkte waren, die wir gegen Nürtingen zuhause niemals hätten liegen lassen dürfen, aber das muss man erstmal machen.“

„Für mich zählt jetzt vor allem der schöne Abschluss für uns und unsere Fans für das Jahr 2023. Jetzt haben sich die Mädels eine 10-tägige Pause verdient, bevor wir am 28. Dezember 2023 wieder ins Training einsteigen, um uns auf das 1. Auswärtsspiel in 2024 gegen die Handballluchse Buchholz/Rosengarten vorzubereiten. Vielen Dank an alle Helfer, Sponsoren, Unterstützer, Offizielle, die uns dieses Jahr unterstützt haben. Es ist immer schön zu sehen, wie Ihr uns unterstützt und vor allem wie auch Ihr Euch über solche Spiele und Punkte mit uns freut. Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr und sehen uns hoffentlich in 2024 wieder.“

Statistik:
Lena Schmid (60 min, 15 Paraden), Lotte Märkle (n.e.);
Anna Weidle, Amelie Gilanyi (1), Rugile Bartaseviciute (1), Leah Schulze (2), Julie Jacobs, Saskia Fackel (4/1 7m), Lena Thoß (2), Hannah Kamp (4), Simone Karl (2), Neele Orth (1), Saskia Wagner (7/3), Elisa Burkholder (3);

7-Meter: MZ 4/5 – Bremen 2/5
Zeitstrafen: MZ 3 – Bremen 4

Zuschauer: 210