Meenzer Dynamites 19.12.2022 — 22:49 Uhr

Nach Dynamites-Erfolg in Herrenberg fallen Zentnerlasten ab

SG H2 KU Herrenberg : Mainz 05 23:31 (14:15)

GeMainzamer Jubel (Foto: D.Bilo)

Für beide Mannschaften war ein Erfolg in diesem Duell immens wichtig, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen und mit einem guten Gefühl das Jahr abschließen zu können. Der Druck war entsprechend spürbar und beide Seiten hatten anfangs Probleme mit der Fehlerquote bzw. dem Torerfolg. Schon beim ersten Herrenberger 7-Meter (1:53) setzte 05-Torfrau Lena Schmid als Siegerin im Duell gegen SG Topshooterin Lea Neubrander eine Duftmarke. Larissa Platen eröffnete die Torstatistik mit dem 0:1 bei Spielzeit 2:35, die Lea Neubrander dann bei 3:38 ausglich.

Es entwickelte sich die erwartet umkämpfte Partie, in der Herrenberg bei der Fehlerquote leichte Vorteile hatte, diese aber nicht zu mehr als Zweitore-Führungen verwerten könnte, weil eine glänzend aufgelegte Lena Schmid im Tor etwas dagegen hatte. Eine sensationelle Dreierparade in der 9. Spielminute stand stellvertretend für unzählige folgende Paraden von ihr. Dies gab ihrem Team den nötigen Kick und trug wesentlich dazu bei, dass die Dynamites mit einer 15:14 Führung in die Halbzeit gingen.

Herrenberg glich nach Wiederanpfiff zwar beim 17:17 (35. Min) noch einmal aus, doch ein 3:0 Lauf aus Mainzer Sicht sorgte für das 17:20 auf der Anzeige und einen weiteren Schub für zurückkehrende Selbstsicherheit. Larissa Platen und Saskia Wagner sorgten durchgängig mit ihren Auslösehandlungen für ein diszipliniertes und geoordnetes Angriffsspiel. Die von Trainer Jörg Schulze besprochenen Abwehrvariationen (6:0, 5:1, 5:0+1) die alle mit einer hohen Beweglichkeit gespielt wurden, störten immer erfolgreicher das Herrenberger Angriffsspiel und die Mainzer Fangruppe sorgte unermüdlich mit entsprechender Lautstärke und 05er Gesängen für den nötigen Rückhalt.

Die Dynamites zeigten eine starke Körpersprache und wurden mit jeder gelungenen Aktion immer selbstbewusster, während spätestens mit dem 6:0 – Lauf von 21:23 (48.) auf 21:29 (54.) die Köpfe der Kuties nach unten gingen. Diesen schönen Treffer setzte die jungen Anna Weidle auf Rückraummitte und nutzte dabei geschickt die Öffnung der Herrenberger Abwehr über die Manndeckung von Elisa Burkholder. Die Partie war entschieden. Mit dem Schlusspfiff brachen bei den Mainzerinnnen alle Dämme, Jubeltrauben und Freude pur und natürlich die obligatorische Humba sorgten für eine vorgezogene Bescherung für Team und Fans und in der Tabelle für den Sprung auf Platz 12.

„Interimscoach“ Jörg Schulze zog symbolisch seinen Hut und analysierte zufrieden: “Heute haben wir viele Mosaiksteine sehr gut zusammengeordnet. Unsere Abwehrarbeit war sehr variabel und sehr beweglich, unsere Angriffe waren diszipliniert und mutig vorgetragen. Die Crunch-Time ab der 45. Minute haben wir konsequent zu unseren Gunsten entschieden. Bis zum Schlusspfiff hat das Team um jeden Ball gefightet und so den deutlichen Sieg errungen.

„Es war eine große Freude, zu sehen, wie die Zentnerlasten der letzten Wochen von unseren Spielerinnen, Verantwortlichen und unseren mitgereisten Fans abgefallen sind. Insbesondere die Unterstützung unserer Fans, in Form eines tollen, aufmunternden Banners und in so lautstarker Form vor Ort, waren enorm aufputschend für das gesamte Team“ betonte Schulze abschließend die wichtige emotionale moralische Unterstützung.

 

Statistik:

Tor: Lena Schmid (17 Paraden-44 %), Schäfer (bei 2 7-Metern)
Feld: Michelle Breitbarth, Anna Weidle (1), Amelie Gilanyi (2), Christin Kühlborn (3), Larissa Platen (8/5 7m), Leah Schulze, Julie Jacobs (2), Saskia Fackel (5), Simone Karl (1), Melanie Grawe, Lena Thoß (3), Saskia Wagner (1), Elisa Burkholder (4), Rugile Bartasevicute

Tore Herrenberg: Schoeneberg (7/davon 6 Siebenmeter), Tröster (4), Slawitsch (1), Neubrander (6), Beddies (3), Padutsch (1), Luber (1)

Zeitstrafen: 5 / 6

269 Zuschauer