News [Handball] 21.02.2021 — 13:17 Uhr

Blomberg einiges abverlangt

Die Meenzer Dynamites verlieren mit 24:35 gegen die HSG Blomberg-Lippe.

Nina Kolundzic parierte viele Bälle. (Foto: Axel Kretschmer)

Die Meenzer Dynamites, die verletzungsbedingt auf Anika Hampel verzichten mussten, hatten sich auf die Gäste aus Blomberg gut eingestellt. In der Abwehr agierten sie mit einer 5:0+1-Abwehr, die den Spielfluss der Angreiferinnen hemmte. Durch eigene schnelle, strukturierte Angriffe hieß es über 1:1 (4.), und 1:3 (6.) dann in der 10. Minute 3:3. In der Folgezeit war es dann vor allem Nina Kolundzic im Tor der Mainzerinnen, die mit vielen gehaltenen Bällen mit dafür sorgte, dass die Gastgeberinnen über 4:3 (11.), 6:4 (13.), 9:8 (19.) in Führung lagen.

In dieser Phase setzten die Dynamites zudem eine Forderung ihres Trainers um: schnelles Rückzugsverhalten. Auch auf die Variante der Gäste mit zwei Kreisläuferinnen fanden die Mainzerinnen immer wieder eine gute Lösung. Als Natalie Adeberg in der 24. Minute den Ausgleichstreffer zum 11:11 erzielte, kamen die starken Minuten der Frauen aus der Nelkenstadt: getragen von ihrem Tempospiel gelangen ihnen jetzt viele einfache Gegenstoßtore zum 11:14 (27.) und Halbzeitstand 12:18.

Im zweiten Spielabschnitt verstanden es die Dynamites, den Abstand bis zur 51. Minute immer im Bereich 6-8 Tore zu belassen. Über 14:20 (34.) und 16:24 (43.) stand es in der 51. Minute 21:28. Die Gäste schafften es jetzt, durch ihre aggressive, bewegliche Abwehr die Mainzerinnen zunehmend vor Probleme zu stellen. Zudem fand man bessere Antworten auf die 5:0+1-Abwehr. Gepaart mit sehenswertem Tempohandball schaffte man über 21:31 (54.) und 22:33 (58.) den Endstand von 24:35.

Trainerstimmen

Blombergs Trainer Steffen Birkner war am Ende zufrieden. "Wir sind froh über die Punkte hier am Ende dieser englischen Woche – gerade auch nach dem schweren Spiel am Mittwoch. In der 1. Halbzeit tuen wir uns schwer, verwerfen zu viele Bälle, aber Nina Kolundzic macht das auch richtig gut. Wir können einige Dinge schon besser machen; physisch und psychisch wollte die Mannschaft alles, aber man hat ihr das schwere Spiel von Mittwoch körperlich schon angesehen. Andererseits erhielten einige Spielerinnen heute Spielanteile und haben gezeigt, dass sie in Zukunft wichtig für die Mannschaft sein können."

Florian Bauer war bis auf die letzten fünf Minuten vor der Halbzeit mit seiner Mannschaft relativ zufrieden. "Wir haben bis zum 11:11 gut mitgehalten, haben sogar geführt, dann allerdings zu schnell Gegentore gefangen. Da haben wir uns nicht mehr an die Vorgaben gehalten, gerade gegen Michalczik hat das nicht mehr funktioniert. Aber wenn ich unseren Auftritt mit dem Hinspiel vergleiche, war das eine ganze andere Körpersprache und Leidenschaft, eine super Torfrau Nina Kolundzic – insofern bin ich weitestgehend zufrieden. Mit der gespielten Deckung – das hat auch weitgehend geklappt und dazu beigetrage, dass wir uns Selbstvertrauen für das Spiel am Donnerstag gegen Göppingen geholt haben."

Beste Werferinnen für Blomberg:

Malina Marie Michalczik (9), Nele Franz (7/5), Kamila Kordovska (5).

Aufstellung und Tore für Mainz:
Nina Kolundzic, Carina Gangel (1), Aleksandra Dorsz (3), Sophia Michailidis, Sophie Hartstock, Natalie Adeberg (7), Denise Großheim (1), Elisa Burkholder (7), Franziska Fischer (2), Tina Kolundzic, Nives Klobucar (2), Julie Jacobs (1).