News [Handball] 11.02.2021 — 10:23 Uhr

Lediglich Eine Halbzeit gut mitgehalten

Die Meenzer Dynamites verlieren beim THC mit 38:18.

Natalie Adeberg beim 1 gegen 1 (Foto: Axel Kretschmer; kein aktuelles Foto)

Die Mainzerinnen begannen mit einer offensiven 3:3-Abwehr, auf die sich der THC erst einstellen musste. Deshalb erzielten sie ihre ersten Tore überwiegend über schnelle Gegenstöße zum 3:1 (6.), 6:3 (19.) zum 8:3 (13.). Im aufgebauten Angriff hatten die Dynamites guten Zugriff: nach der Umstellung auf 6:0 taten sich die Thüringerinnen schwer, durch die kompakten, engagierten und kämpferischen Reihen der Mainzerinnen zu kommen.

Die Auszeit von Florian Bauer in der 16. Minute beim 9:3 fruchtete: danach hatten die Dynamites einen kleinen Lauf bis zum 12:8. Strukturierte, gelungene Angriffe und konstruktives Abwehrspiel waren ursächlich dafür. Leichtere Unkonzentriertheiten brachten den THC wieder ins Spiel mit 3 Toren in Folge zum Halbzeitstand von 15:10. Herausragend auf Mainzer Seite Torhüterin Nina Kolundzic, die einige Chancen vereiteln konnte.

Erster Einsatz von Tabea Coors

In der zweiten Halbzeit mussten die Dynamites unmittelbar hintereinander zwei Zeitstrafen verkraften. Der THC nutzte das für 4 Tore, erzielte anschließend ein weiteres: 22:13 (39.) – und Florian Bauer nahm seine zweite Auszeit. Mitte der Halbzeit kamen die Gastgeberinnen immer besser in Tritt. Im Angriff angeführt von Marketa Jerabkova und Nina Neidhart, in der Abwehr auf den Halbpositionen oft offensiv – so wurde das Ergebnis über 22:14 (41.) auf 29:14 (49.) geschraubt.

Nachdem Tabea Coors in der 44. Minute mit ihrem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft einen 7-m-Strafwurf hielt, versuchte Trainer Bauer seine Frauen nochmals für die letzten Minuten einzustellen. Doch zu viele technische Fehler und unkonzentrierte Aktionen führten lediglich noch zu vier Toren, während der THC noch neun erzielte. Am Ende stand es 38:18.

Trainerstimmen

"Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir dann zu schnell zusammengebrochen, waren vom Kopf her nicht mehr frisch – und das hat dann zu vielen Fehlern geführt. Deshalb ist das Ergebnis etwas zu hoch für mich ausgefallen. Aber letztendlich werfen wir das in die Waagschale, was wir können. Wir versuchen uns immer so teuer wie möglich zu verkaufen. Aber heute haben wir zu viele leichte Fehler in Bedrängnis gemacht, zu viele Abspielfehler und den THC zu einfach ins Gegenstoßspiel gebracht. Daran müssen wir arbeiten", so Dynamites Trainer Florian Bauer.

THC Trainer Herbert Müller war zufrieden. "In der Halbzeitpause, in der ich über die erste Halbzeit, mit der ich nicht zufrieden war, geredet habe, haben wir einiges angesprochen – und das hat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt. Gerade mit nur 20 Gegentreffern bin ich total glücklich. Wir haben dann sehr stabil in der Abwehr gestanden, haben mehr Tempo gemacht, entschlossener agiert, sind in die Gegenstöße gekommen – und je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr sind wir ins Laufen gekommen. Ein Sonderlob gehört heute Nina Neidhart, die von Linksaußen unfassbar schöne Tore erzielt hat. Sie gehört ja auch zu der jungen Garde – am Ende waren es 4 von den 7; das ist eine ganze Menge, darauf können wir stolz sein."

Beste Torschützinnen für den THC:

Marketa Jerabkova (9/4), Nina Neidhart (7), Emma Ekenman-Fernis (7), Arwen Rühl (5), Beate Scheffknecht (4)

Aufstellung und Tore für Mainz:

Nina Kolundzic, Carina Gangel (1), Aleksandra Dorsz (3), Sophia Michailidis (1), Sophie Hartstock (1), Anika Hampel (3), Natalie Adeberg (3/2), Elisa Burkholder (4), Franziska Fischer, Tina Kolundzic, Julie Jacobs (2/2).