News [Handball] 20.01.2021 — 10:52 Uhr

Nächster Anlauf bei den Wildcats

Am heutigen Mittwoch findet um 19.30 Uhr das Nachholspiel gegen Halle-Neustadt statt.

Die Dynamites sollen im Spiel agieren anstatt zu reagieren. (Foto: Axel Kretschmer)

Die Erstligabegegnung des 7. Spieltags zwischen dem SV Union Halle-Neustadt und dem 1. FSV Mainz 05 musste am 24. Oktober 2020 abgesagt werden. Grund hierfür war, dass die Mainzer zum Spiel nicht die im Hygienekonzept der Handball Bundesliga Frauen geforderten Corona-Befunde der aktiv Spielbeteiligten vorlegen konnten. Das Spiel wurde zugunsten von Halle gewertet. Der 1. FSV Mainz 05 hatte gegen diese Entscheidung Einspruch beim Bundessportgericht eingelegt, das diesem jetzt entsprach und das Spiel neu ansetzte.

Union Halle-Neustadt hat als Aufsteiger bisher gezeigt, dass man sehr wohl in der Lage ist, in der 1. Bundesliga mitzuspielen. Trainer Himborn möchte seine Philosophie umsetzen und schnellen Handball kombiniert mit gewisser Emotionalität und Aggressivität spielen lassen. Als oberstes Ziel ist allerdings der Klassenerhalt ausgegeben. Dazu setzt man im Rückraum künftig auch auf "Danish Dynamite", denn auf Halbrechts kam zum einen Helena Mikkelsen vom VfL Oldenburg zurück und auf der Spielmacherposition wurde die ehemalige Bietigheimerin Cecilie Woller von Ajax Kopenhagen wieder zurück nach Deutschland gelotst.

Wildcats auf dem 12. Tabellenplatz

Drei Siege gegen Rosengarten, Buxtehude und Ketsch stehen zwei Unentschieden gegen Neckarsulm und Bloomberg-Lippe und 8 Niederlagen gegenüber. Mit 8:18 Punkten nimmt man Platz 12 in der Tabelle ein. Das letzte Spiel verloren die Wildcats 23:26 gegen Metzingen. Die Enttäuschung war den Spielerinnen und dem Trainerteam nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Denn zum wiederholten Male haben die Hallenserinnen unnötig Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegenlassen.

Der Grund war schnell analysiert: "Meine Mannschaft hat sich in der ersten Halbzeit 10 Minuten nicht an den Matchplan gehalten. So was bestraft eine Spitzenmannschaft wie Metzingen brutal. Leider konnten wir diese Schwächephase auch nicht mit einer sehr guten Leistung in der zweiten Halbzeit kompensieren", so Jan-Henning Himborn. Jetzt gilt es gegen die Mainzerinnen wichtige Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Cecilie Woller (37), Danique Boonkamp (30), Helena Mikkelsen (42), Marija Gudelj (31) sind zur Zeit die besten Torschützinnen.

Die Meenzer Dynamites konnten im 13. Spiel endlich ihren ersten Sieg feiern. Gegen die Kurpfalz-Bären zeigte die Mannschaft von Florian Bauer über die gesamte Spielzeit eine sehr engagierte Leistung. "Aus diesem Sieg schöpfen wir jetzt viel Zuversicht und finden uns bestätigt in dem enormen Aufwand, den wir betreiben. Ich hoffe, dass die Mannschaft jetzt noch mehr daran glaubt, Vorgaben umzusetzen, strukturiert zu spielen und bis zum Ende konzentriert zu sein. Halle ist sicher der stärkste Aufsteiger mit sehr torgefährlichem Rückraum und einem weitgehend eingespielten Team. Von meiner Mannschaft erwarte ich das gleiche Gesicht wie am Samstag: Leidenschaft, Emotion und Aggressivität. Wir wollen versuchen, nicht nur zu reagieren sondern zu agieren und den Gegner vor Aufgaben zu stellen. Wenn wir dann noch die Fehlerquote wieder möglichst geringhalten, dann können wir gut abschneiden."