News [Handball] 02.09.2020 — 09:46 Uhr

"Auf in das zweite Jahr!"

Fanbeauftragter Dynamo blickt auf den Saisonabbruch zurück und ist der Ansicht, dass nur eines zählt: "wir dürfen weitermachen!"

Fanbeauftragter Dynamo (r.) mit Eva-Maria Federhenn, Leiterin Sport, (l.) und Torfrau Kristin Schäfer (Foto: Axel Kretschmer)

Natürlich haben wir gehofft, dass unsere Mädels den Klassenerhalt schaffen. Was wäre das für eine Party geworden. Nach dem letzten Spiel zuhause in Mainz gegen Oldenburg, als wir das Ding noch umgedreht haben. Alicia macht in den letzten fünf Minuten noch vier Buden und Kristin hält den entscheidenden Siebenmeter! Schlusssirene, Jubel, Trubel, Heiterkeit. Es hätte so schön sein können…

Stattdessen: "Ach übrigens, das Spiel gegen Ketsch fällt aus" und kurze Zeit später dann: "Die Saison ist vorbei und ihr seid drin geblieben!" Keine Schlusssirene, kein Jubel, kein Trubel und schon gar keine Heiterkeit. Ganz ehrlich, das haben die Mädels nicht verdient.

Bevor man mich jetzt in die völlig falsche Ecke steckt: Ich stehe komplett hinter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Ich kann auch die Leute nicht verstehen, die sich darüber aufregen, dass wir beim Einkaufen oder Busfahren eine Maske tragen müssen. Kommt mal klar mit eurem Leben und verhaltet euch verantwortungsbewusst.

"Wir dürfen weiter machen!"

Trotzdem war es natürlich bitter für unsere Mannschaft, wie aber auch für alle anderen Teams, dass man um die Früchte der Arbeit gebracht wurde. Wenn man Sportler ist, will man gewinnen, man will zeigen, dass man der Beste ist oder zumindest so gut ist, dass man nicht absteigt. Und ich bin eigentlich sicher, dass unsere Mädels das gezeigt hätten. So kam leider die Entscheidung am grünen Tisch, mit der eigentlich niemand so hundertprozentig glücklich war. So wird die letzte Saison immer eine besondere bleiben, die man nicht vergessen wird. Auf der einen Seite als neue Erfahrung, die absolut tolle Momente hatte. Auf der anderen Seite auch Situationen, wo man gezweifelt hat, ob das alles gut geht.

Am Ende zählt aber nur eins: Wir dürfen weitermachen! Aber wie geht es weiter? Ich schreibe diesen Text am 24.08.2020. Die letzte Woche war sehr turbulent. Zunächst kommt die Nachricht, dass zumindest bei den ersten beiden Heimspielen keine Zuschauer zugelassen sind, dann der Schicksalsschlag mit Kristin, was dann wieder ein wenig von der Rückkehr von Elisa aufgehellt wurde.

"Wir sind Mainz!"

Wir haben eine Menge guter Spielerinnen in der Sommerpause verloren und müssen versuchen, das zu kompensieren. Leider kann ich wenig über die Neuzugänge sagen, da ich noch bei keinem Training und bei keinem Vorbereitungsspiel dabei war. Selbst mit unserem neuen Coach habe ich mich noch nicht unterhalten. Normalerweise mache ich meinen Antrittsbesuch bei der Mannschaft immer in der ersten Woche der Vorbereitung. Aber durch Corona ist das alles anders. Vielleicht komme ich ja noch dazu.

Es wird schwer werden diese Saison. Das ist wohl jedem klar. Wir müssen gucken, dass wir es irgendwie hinkriegen, dieses spezielle Mainzer-Feeling in die Mannschaft und das Umfeld hineinzukriegen. Was ich von diesem Gedaddel in Wiesbaden halte, weiß glaub ich jeder. Müssen wir halt (in einer richtigen Saison), das bringt uns aber auch keinen Zentimeter weiter. Ich würde so gerne die Spiele in Mainz so zelebrieren, wie es die Mädels verdient haben. Laut, schräg, emotional und vor allem als Heimspiel. Das alles wird uns leider abgehen, mindestens in den ersten Wochen oder Monaten. Sobald wir wieder können, müssen wir als Fans zu hundert Prozent für die Mannschaft da sein. WIR SIND MAINZ!

Bleibt gesund – NUR DER FSV!!!

Es grüßt Dynamo

Und, liebe Fans, bitte denkt dran: unterstützt unsere Mannschaft am Sonntag, 06.09.2020 ab 16:00, – auf www.sportdeutschland.tv!