News [Handball] 31.08.2020 — 07:44 Uhr

Auf in die neue, ungewisse Saison 2020/21

Die Meenzer Dynamites hatten nach der vergangenen Saison viele Abgänge zu verzeichnen, aber für die Saison 2020/21 auch zehn neue Spielerinnen verpflichtet. Hier ein erster Ausblick auf die Saison und ein Rückblick auf die Vorbereitung.

Gutes Gesamtgefüge (Foto: Axel Kretschmer)

Abrupter Abbruch der Saison im März 2020. Keine Spiele mehr. Keine Gegner mehr im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Liga. Schade! Aber: Klassenerhalt – das heißt ein weiteres Jahr Frauenhandball auf höchstem deutschen Niveau in Mainz!

Und dann hat der große Umbruch angefangen: mit Abgängen von Alexandra Tinti (Frisch Auf Göppingen), Alicia Soffel (HSG Bensheim/Auerbach), Simona Cipaian (SG Mainz-Bretzenheim), Larissa Platen (HSG Bad Wildungen Vipers), Nina Reißberg (HC Leipzig), Anika Kilian (SF Budenheim), Hanne van Rossum (Karriereende), Thomas Zeitz (Trainer/VfL Waiblingen), Katarzyna Demianczuk, Janka Bauer (alle vorerst Karriereende) verließen wichtige Stammkräfte die Dynamites.

Erweiterung des Kaders

Jetzt war die Zeit von Karl-Heinz Elsäßer und vor allem der sportlichen Leiterin Eva Federhenn gekommen. Zunächst wurden vier Perspektivspielerinnen, die in der kommenden Runde schwerpunktmäßig in der 3. Liga spielen sollen, mit in den Kader der 1. Mannschaft genommen. Ziel: Erfahrungen sammeln und Gewöhnung an ein noch höheres Niveau. So haben jetzt Amelie Gilanyi, Anika Hampe, Julie Jacobs und Leah Schulze die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Mit Ellen Janssen (HC Leipzig), Stefanie Güter (SV Werder Bremen), Sophia Michailidis (TV Beyeröhde), und Natalie Adeberg (TV Beyeröhde) fanden vier Spielerinnen den Weg nach Mainz – wobei wir uns vor allem auf ein Wiedersehen mit Natalie freuen!

Um den Kader aber bundesligatauglich zu machen, fehlten noch einige Akteurinnen. Eva Federhenn gelang es nicht – trotz intensiven Gesprächen – auf dem deutschen Markt adäquate Frauen zu finden. Deshalb wurden erstmals zwei junge Frauen verpflichtet, die erst noch die deutsche Sprache erlernen müssen: Nives Klobucar (Krim Ljubljana/SLO) und Aleksandra Dorsz (MKS Piotrcovia Piotrkow/POL). Und dazu ist auch noch unser neuer Trainer Florian Bauer gekommen, der allerdings erst Anfang Juli mit der Mannschaft wieder in die Halle konnte. Eine reizvolle, anspruchsvolle Aufgabe, die sich ihm stellt – gilt es doch nicht nur zehn Spielerinnen zu integrieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Mannschaft viel Integrationsarbeit leistet und zu einer verschworenen Einheit zusammenwächst.

Viel zu wenige Vorbereitungsspiele

Bedingt durch die Corona-Lage war es lange unsicher, inwiefern unser Sport überhaupt im Wettkampf-Stil ausgeübt werden kann. Nachdem die Handball-Bundesliga der Frauen im Juli festlegte, dass man auf jeden Fall am Saisonstart Anfang September 2020 festhalten will, werden die Dynamites viel zu wenig Vorbereitungsspiele bestritten haben, um von Beginn an auf dem Stand zu sein, den sich der Trainer vorstellt. Es braucht sicherlich die ersten Spiele, um sich weiter einzuspielen.

Die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen zeigten dann auch deutlich, dass sowohl in der Abwehr als auch im Angriff noch erhebliches Steigerungspotenzial liegt. Dennoch arbeitet die gesamte Mannschaft sehr intensiv und motiviert. Detailliert werden bestimmte Situationen im Abwehr-Verhalten angesprochen, Lösungen erarbeitet und dann trainiert. Ebenso legt Florian Bauer viel Wert auf ein schnelles dynamisches Umschaltspiel. Auch gilt es, Konzeptionen zu entwickeln, damit die gegnerische Abwehr vor Probleme gestellt wird.

Zwei Verletzungen

Leider ist die Mannschaft in der Vorbereitung jedoch nicht verletztungsfrei geblieben. Schon bei einer ihrer ersten Aktionen im Training verletzte sich unsere neue kroatische Linkshänderin Nives schwer an der Hand – Bänderriss – mehrere Wochen Pause – Saisonstart sehr fraglich! Und dann kam das Vorbereitungsspiel in Eddersheim – Kreuzbandriss von Torhüterin Kristin Schäfer.

Trotzdem ist jede einzelne Spielerin dabei, viel für das Gesamtgefüge zu tun. Dazu gehören auch vielseitige Aktionen außerhalb des Spielfeldes, wodurch die Neuen immer weiter integriert werden. Ziel wird es sein, durch eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

Und, liebe Fans, bitte denkt dran: unterstützt unsere Mannschaft am Sonntag, 06.09.2020 ab 16:00, – auf www.sportdeutschland.tv!