Meenzer Dynamites 29.05.2020 — 09:49 Uhr

„Kämpferherz mit Erfahrung“

Bundesligateam - Neuzugang Nr. 1 – Linkshänderin Stefanie Güter

"Von grün weiß zu rot weiß" - Neuzugang Stefanie Güter (Spielerportrait Saison 2019/20 Werder Bremen - HBF)

Zum Kreis der Spielerinnen der Meenzer Dynamites, die sich wie alle Vollbluthandballerinnen aktuell nichts mehr wünschen, als endlich wieder Handball spielen zu dürfen, gesellt sich der erste  Neuzugang. Abteilungsleiter Karl-Heinz Elsäßer freut sich sehr über die Zusage von Stefanie Güter, die von Werder Bremen nach Mainz kommt und erläutert: “Unser Dank gilt hier auch erneut Roland  Schweisfurth Physiotherapie, mit dem wir das richtige Paket aus  Sport und Job für Stefanie schnüren konnten.“

Die sportliche Leiterin Eva Federhenn betont: “Stefanie verfügt über die richtige Mischung aus Erfahrung und dem Willen, es noch einmal wissen zu wollen. Gerade von ihrer Erfahrung wird das Team, und besonders auch unsere beiden jungen Linkshänderinnen profitieren.”

Die 1989 in Gera geborene Sport- und Fitnesskauffrau begann ihre handballerische Karriere im Alter von neun Jahren beim Post SV Gera, durchlief einige Stationen in der Jugend beim HV Chemnitz, bevor es dann 2013 zur SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim ging. Mit der SG holte sie 2015 den Meistertitel in der 3. Liga West und schaffte den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zum Treffen mit den Dynamites kam es damals aber nicht, denn Güter wechselte im selben Jahr zum Drittligisten TSG 1888 Eddersheim. Dort erzielte die Rückraumspielerin in knapp vier Jahren mehr als 400 Treffer  und gehörte stets zu den Topscorerinnen in der Liga. Auch mit  Eddersheim konnte sie 2017 die Meisterschaft (3. Liga West) feiern.  Der Verein verzichtete jedoch auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der Wunsch nach einer neuen sportlichen und beruflichen Herausforderung führte sie 2019 zu Zweitligist Werder Bremen.

Über den Kontakt mit den Mainzer Verantwortlichen bot sich ihr dann nochmal eine tolle Chance: „Ich bin sehr dankbar, noch einmal einen Schritt weiter in meinem sportlichen Werdegang  gehen zu dürfen und in der Bundesliga spielen zu können. Das  Gesamtpaket Bundesliga-Handball mit einem tollen Job hat mich überzeugt, und die offenen und guten Gespräche mit den Mainzer  Verantwortlichen und Trainer Flo Bauer, die mir die Möglichkeit  eröffnet haben, Teil eines spannenden Projektes und des Neustarts von Mainz 05 zu sein, rundeten mit der Rückkehrmöglichkeit alles perfekt ab. Ich freue mich auf die Stadt Mainz und die Menschen hier, inklusive meiner Freunde, die ich trotz der aufregenden Zeit  und den tollen Menschen in Bremen auch vermisst habe.“

Trainer Florian Bauer beschreibt den Neuzugang: „Mit Steff Güter bekommen wir eine Spielerin, die perfekt zu Mainz 05 passt. Sie ist eine Kämpfernatur, die alles reinhaut. Zudem ist sie schon etwas erfahrener und steht auch in der Abwehr ihre Frau“. Bauer freut sich auf die Zusammenarbeit mit einer Spielerin, die „die Herausforderung sucht, sich auf höchstem Niveau zu beweisen und die auch neben dem Platz eine Teamplayerin ist, die man sich in der Mannschaft wünscht.“

Ihre künftige sportliche Herausforderung beschreibt Stefanie Güter so: „Die 1. Liga ist sehr stark, aber auch sehr unterschiedlich, was die Teams angeht. Mainz 05 hatte letzte Saison schon den Klassenerhalt als Vorgabe, und das sollte mit einem Umbruch im Kader und einem neuen Trainer auch wieder das realistische Ziel sein. Dazu müssen wir uns, so schnell es geht (wenn wir denn dann hoffentlich bald wieder dürfen), als Team finden und gemeinsam bei jedem Spiel das Maximale herausholen.“

Stefanie Güter wünscht sich für sich und ihr neues Team: „Neben den sportlichen Zielen und der harten Arbeit in jeder Trainingseinheit und auch außerhalb der Halle, sollte der Spaß und die Freude am Sport auch im Vordergrund stehen. Daher wünsche ich mir eine aufregende und spannende Saison in der man so viel mitnehmen wird und das mit einem neuen motivierten Team, einem Verein der hinter der Mannschaft steht und einem sehr engagierten Trainer.“