Meenzer Dynamites 20.01.2020 — 11:08 Uhr

Leverkusen an dem Tag eine Nummer zu groß

Die Dynamites haben am gestrigen Sonntag gegen die Werkselfen aus Leverkusen am Ende deutlich mit 20:31 (9:14) verloren.

Larissa Platen wurde für ihren energischen Auftritt als beste Mainzerin ausgezeichnet (Bild Ralf Bilo)

Von Beginn an stoppten die Leverkusenerinnen vor den Augen ihres neuen Trainers Michael Biegler mit einer aggressiven Deckung den Spielfluss der Dynamites. Was auf das Tor kam, war dann meist leichte Beute für die Torhüterin von Bayer 04. Entsprechend gerieten die Mainzerinnen früh in Rückstand und konnten trotz einiger Gelegenheiten nicht mehr richtig aufschließen. Vier Tore nach 15 Minuten und neun dann zur Halbzeit zeigten klar auf, woran es haperte. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schalteten die Werkselfen dann nochmal einen Gang hoch und setzten sich schnell auf acht bzw. nun Tore Vorsprung ab. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Spiel gelaufen. Am Ende konnte die zweite Hälfte der zweiten Halbzeit einigermaßen ausgeglichen gestaltet werden und der zweite Anzug der Meenzer Dynamites zeigte einige gute Ansätze. Wahrlich verhinderte dies die deutliche aber auch in der Höhe verdiente Niederlage nicht, da Bayer 04 an diesem Tag aggressiver, konsequenter und viel klarer in den Handlungen war.

Trainer Thomas Zeitz zog denn auch gewohnt sachlich sein Fazit: "Leverkusen hat uns von Beginn an den Schneid abgekauft. Wir wollten mit viel Tempo spielen und gute Wurfchancen kreieren, haben aber zu oft zu nah an der Deckung agiert und bei den  möglichen Würfen nicht die nötige Präzision gehabt. Unsere Abwehr hat mir in der ersten Halbzeit phasenweise gut gefallen.“

Licht und Schatten sah er auch in der zweiten Hälfte: „Hier sind wir dann leider nicht mehr ins Spiel gekommen und haben zu schnell den Anschluss verloren. Leverkusen war konsequent und hat uns mit einfachem geradlinigen Spiel die Grenzen aufgezeigt. Wobei ich auch sagen muss, dass meine Umstellung auf eine etwas defensivere Deckung nicht gut war. Hier waren wir dann zu passiv und haben auch hinten den Zugriff verloren. Gefreut hat mich der Auftritt von Simo, Tina, Carina und Tinti, die Ihre Sache am Ende gut gemacht haben.“

Zeitz abschließend: „Wir haben verdient verloren, weil wir heute nicht gut genug waren und es zeigt sich einmal mehr, dass wir Ausfälle von zwei oder drei Leistungsträgern nicht kompensieren können. Das ist aber keine Überraschung, dass wussten wir von Beginn an. Also, Mund abputzen und weiter geht's. Wir werden Montag wieder positiv in die Trainingswoche starten".