Meenzer Dynamites 05.01.2020 — 21:10 Uhr

Mit eindrucksvollen Auswärtssieg zurück in der Spur

Die Meenzer Dynamites haben das wichtige Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten Bad Wildungen mit 30:26 (13:10) gewonnen. Neben einer geschlossenen Teamleistung verdienten sich Alicia Soffel für ihre 14 Treffer und Torfrau Nina Kolundzic für ihre vielen wichtigen Paraden und drei gehaltene 7-Meter ein Extralob.

Freude pur nach dem 2. Sieg (Bild Annette Platen)

Einen ganz besonderen Rückhalt erhielten die Spielerinnen schon vor der Abfahrt. Zahlreiche Mitglieder des Q-Block unterbrachen extra das zeitgleich stattfindende Benefizturnier der aktiven Fanszene und verabschiedeten die Dynamites am Bus mit einer besonderen Aktion und einem Appell an den Mainzer Kampfgeist. Diese tolle Unterstützung setzte sich dann in der gut gefüllten Halle fort, da auch eine Reihe Mainzer Fans das Team die gesamte Zeit lautstark unterstützten.

Aufgrund der Bedeutung der Partie mit dem klassischen "Vierpunkte-Charakter" begannen beide Teams nervös und produzierten zunächst einige Fehler. Nach und nach fingen sich die Dynamites, gestützt auf eine starke Torfrau, und kamen auch immer besser mit der offensiven Deckung der Vipers zurecht. Auch das Umschalten aus der Abwehr lief immer besser, was den einen oder anderen Gegenstoß-Treffer einbrachte. Mit einer Mainzer Glanzparade gegen einen Tempo der Vipers ging die erste Halbzeit zu Ende und die Dynamites freuten sich über  eine verdiente Dreitore-Führung.

Nach der Halbzeit folgte die vielleicht beste Phase der 05erinnen. Von 13:10 setzten sich die Mainzerinnen in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit auf 18:11 bzw 19:12 ab. Dabei waren die jetzt starke Deckungsarbeit sowie das geduldige aber auch konsequente Spiel im Angriff der Schlüssel für diesen Vorsprung.

Die Vipers steckten nicht auf und versuchten alles. Sie konnten auch noch einmal auf drei Tore verkürzen, mehr allerdings ließen die zielstrebigen Dynamites an diesem Abend nicht zu und gewannen am Ende auch in der Höhe verdient mit 30:26.

Trainer Thomas Zeitz strahlte nach dem Spiel: "Ich bin überglücklich und stolz auf mein Team. Es hat diese schwere Aufgabe in dieser für uns schweren Situation bravourös gemeistert und gezeigt, was in ihm steckt. Mein Dank gilt auch den Fans, die das Team schon bei der Abfahrt und dann während des ganzen Spiels toll unterstützt haben und damit Rückhalt und Sicherheit gegeben haben. Das war sicherlich ganz wichtig für die Spielerinnen, auch weil nach dem letzten Spiel schon die eine oder andere nicht ganz so positive Äußerung zu hören war.“

Zeitz erläutert: „Nicht daß ich falsch verstanden werde. Fans können, müssen und dürfen enttäuscht sein. Aber man muss immer wieder realistisch betrachten, wo wir herkommen und wer wir sind. Wer damit gerechnet hat, dass wir in dieser Saison gegen die meisten der Bundesliga-Teams mitspielen, hat leider eine völlig falsche Einschätzung. Fast jedes Team, auch die Vipers, haben in ihren Mannschaften und im Umfeld ein vielfaches mehr an Bundesligaerfahrung. Da sind so Spiele wie zuletzt nicht schön, aber durchaus realistisch.“

Deshalb überwiegt für ihn auch klar das Positive: „Umso schöner, dass wir es heute so gut gemacht haben, dass wir heute so dagegen gehalten haben und dass wir heute so zurückgekommen sind. Eine absolute Teamleistung, Mut, Entschlossenheit und dann auch wieder Spaß am Spiel gaben den Ausschlag dafür, dass wir am Ende verdient als Sieger vom Platz gegangen sind. Der nette Nebeneffekt, durch diesen Sieg auf einem Nicht-Abstiegsplatzes zu stehen, ist da nicht so wichtig. Da halte ich es wie letzte Saison. Am Ende wird die Platzierung wichtig. Heute zählt nur, dass wir es geschafft haben, uns zurück zu kämpfen und das wir zukünftig wieder den Fokus von Spiel zu Spiel legen."