Meenzer Dynamites 20.08.2019 — 20:14 Uhr

Lerneffekt beim Skodacup

Auch für unsere Damen 2 ist das erste Vorbereitungsturnier zu Ende. Jetzt werden die gewonnenen Eindrücke analysiert und an verschiedenen Aspekten gearbeitet, denn schon am nächsten Wochenende führt die nächste Reise nach Holland zu einem ebenso gut besetzten Turnier.

Selina Adeberg und ihr Team mussten sich auch der TSG Eddersheim geschlagen geben (Archivbild Axel Kretschmer)

Natürlich hatte sich die Mannschaft sowie die Trainer eine bessere Platzierung erhofft, dabei fehlte dazu nicht viel. Drei der vier Spiele wurden knapp verloren, das 1. Spiel sogar nur mit einem Tor.

Nach einer langen Führung gegen den Gastgeber aus Allensbach reichte es dann aufgrund schlechter Chancenverwertung und vieler technischer Fehler nicht für den Sieg. Positiv war aber zum einen die Kaltschnäuzigkeit unseres Kükens Anika Hampel am 7-Meter-Punkt und die vielen hervorragend herausgespielten Chancen.

Auch das 2. Spiel gegen die TSG Eddersheim konnte bis zur Schlussphase ausgeglichen gestaltet werden. Erneut führte eine niedrige Trefferquote und die fehlende Härte in der Abwehr dazu, dass sich der Gegner absetzen konnte.

Das dritte Spiel und somit das letzte der Gruppenphase wurde zum besten Spiel unserer Mädels. Gegen den Zweitligisten aus Herrenberg zeigten unsere Dynamites eine wirklich starke Leistung. Wieder konnte sich lange keine der beiden Mannschaften auf mehr als ein Tor Vorsprung absetzen.

Im Tor unserer Zweiten stellten Katharina „Lenny“ Leinert und Alicia Simonelli einen super Rückhalt dar und vereitelten einige gute Chancen des gegnerischen Angriffs. In unserem eigenen Angriff stimmte das Timing und das Tempo. Druckvoll wurden Konzepte gespielt, sodass die Mädels sich zahlreiche gute Würfe nehmen konnten. Diesmal stimmte dann auch die Wurfausbeute. Zum Ende hin fehlte einfach das Fünkchen Glück. Allein Kathrin Feldmann scheiterte unglücklicherweise 4 Mal am Innenpfosten.

Das 4. und letzte Spiel des Turniers folgte direkt auf das letzte Gruppenspiel. Nicht nur deswegen fehlte es sichtlich an Konzentration, sodass sich die technischen Fehler häuften. In der Abwehr wurden mehr Fehler gemacht und zum Schluss musste sich das Team nach der höchsten Niederlage des Turniers mit dem 8. Platz zufriedengeben.

Das Trainerteam zieht dennoch auch Positives aus diesem Turnier.

Jörg Schulze: „Das Wochenende war sehr aufschlussreich, da wir gegen starke Teams unsere momentanen Grenzen aufgezeigt bekommen haben. In der Mitte der Vorbereitung wissen wir nun sehr genau, wo wir in den verschiedenen Bereichen noch zu arbeiten haben.“

Trainerin Nikoletta Nagy sieht das ganz ähnlich: „Ich habe persönlich etwas mehr von der Mannschaft und auch von einigen Spielerinnen erwartet, aber wir haben jetzt gesehen, dass wir noch nicht da sind, wo wir sein sollten. Das Turnier war ein guter Lernprozess für uns und wir können von unseren Fehlern lernen, müssen dafür allerdings gezielt weiterarbeiten. Aber die nächste Möglichkeit kommt schon gleich am Wochenende in Holland, wo wir in einem gut besetzen Turnier unsere Fehlerquote reduzieren können.“

Auch wenn das Turnier am Bodensee nicht so erfolgreich war, bis zum Saisonbeginn hat unsere junge Mannschaft noch einige Tests und Trainingseinheiten vor sich, um dann am 14. September gut vorbereitet und mit einem guten Gefühl in die neue Runde zu starten.