Meenzer Dynamites 15.04.2019 — 07:03 Uhr

Mega-Serie der Dynamites gerissen

Die Meenzer Dynamites haben nach 13 Spielen und über 5 Monaten wieder einmal verloren. Am Ende hieß es 31:32 (19:16) gegen den SV Werder Bremen. Der gleiche Gegner, der den Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 Anfang Dezember die letzte Niederlage beigebracht hatte.

Gekämpft bis zum Umfallen - Janka Bauer (Axel Kretschmer)

In einem spannenden Spiel verliefen die ersten 20 Minuten komplett ausgeglichen. Beide Teams erzielten einfache und schöne Tore und haderten mit Ihrer Abwehrarbeit. Eine Zeitstrafe gegen die Bremerinnen verschaffte den Dynamites den Dreitore-Vorsprung, der auch zur Halbzeit Bestand hatte. Mit 19:16 wurden die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Die Meenzer Dynamites konnten noch auf 23:19 erhöhen, ehe ein Viertore-Lauf Lauf den Ausgleich für die Gäste aus Bremen bedeutete. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mainzerinnen schon einige Schwierigkeiten, ihre Angriffe gut auszuspielen und konnten einige teilweise gute Wurfmöglichkeiten nicht an der guten Bremer Torhüterin vorbei im Tor unterbringen

Ab da liefen die Meenzer Dynamites einem Rückstand hinterher, der beim 25:28 erstmals 3 Tore betrug. Nach einer Auszeit und begünstigt durch eine Überzahl-Situation kamen die Dynamites wieder ran und konnten zum 28:28 ausgleichen. Danach blieb es bis zum Schluss spannend. Kurz vor Schluss beim 30:31 kassierten die Dynamites eine Zeitstrafe und mussten die letzten 1 1/2 Minuten in Unterzahl spielen. Dennoch kamen Sie durch einen Wurf von Elisa Burkholder zum 31:31 Ausgleich 50 Sekunden vor Schluss.

Bremen nahm die letzte Auszeit und spielte den letzten Angriff optimal aus. Am Ende erzielte die treffsichere Rechtsaußen den entscheidenden Treffer nur Sekunden vor Schluss. Damit war die erste Niederlage in 2019 besiegelt.

Trainer Thomas Zeitz in der Analyse: "Uns haben diesmal einfach die Körner gefehlt. Wir waren nicht präsent in der Deckung und haben auch vorne, gerade in der zweiten Halbzeit, immer ein paar Prozent zu wenig in vielen Aktionen gehabt. Bremen hat es gut gemacht und war einfach in Abwehr, Tor und Chancenverwertung einen Ticken effektiver und auch lockerer. Das ist natürlich schade und wir sind alle ein wenig enttäuscht. Allerdings geht jede Serie irgendwann einmal zu Ende. Dass es jetzt ausgerechnet gegen Bremen, die uns vor über 5 Monaten auch die letzte Niederlage beigebracht haben, ist zwar wenn man es so will tragisch oder wie ich gehört habe klar, ist Bremen doch unser Angstgegner. Aber das ist Quatsch.“

"Liga 1 immer noch aus eigener Kraft erreichbar"

„Fakt ist, dass meine Mannschaft überragende 5 Monate hinter sich hat. Mit Spielen, eins besser als das andere, haben wir uns aus dem Nichts wieder selbst ins Position gebracht. Niemand hätte im Rennen um den Aufstieg Anfang Januar auch nur einen Pfifferling auf uns gegeben. Aber mit einer unbeschreiblichen Siegesserie und reihenweise schweren Auswärtsspielen in Buchholz, Rödertal, Waiblingen usw. haben wir eine Situation geschaffen, die es uns tatsächlich und vor allem immer noch ermöglicht, aus eigener Kraft in Liga 1 aufzusteigen.“

„An dieser tollen Leistung meines Teams ändert auch die unglückliche Niederlage gegen Bremen nichts. Wir werden die Krone richten und eine neue Serie starten, werden die Ostertage zur Erholung nutzen und dann voller Motivation und Zuversicht, voller Spaß und Glaube nach Berlin reisen und dort alles versuchen, um die nächsten beiden Punkte einzufahren. Wir sind kurz hingefallen, nachdem wir eine ganz schön lange Strecke am Stück eindrucksvoll gelaufen sind. Morgen stehen wir wieder auf und laufen eindrucksvoll weiter. Ich habe eine tolle Mannschaft und ich bin absolut überzeugt, dass sie daraus noch mehr Kraft schöpfen wird."