Meenzer Dynamites 09.03.2019 — 11:59 Uhr

„Alles außer Ja kommt nicht in Frage“

Torfrau Kristin Schäfer bleibt 05erin

Kristin Schäfer auch in der kommenden Saison starker Rückhalt (Bild Axel Kretschmer)

„Wir sind sehr stolz, dass Kristin Schäfer nach ihrer tollen Entwicklung seit der Jugend auch weiterhin zu Mainz 05 und unserem Konzept steht“, so unisono die Aussage von Abteilungsleiter Karl-Heinz Elsäßer und Sportlicher Leiterin Eva Federhenn zur Vertragsverlängerung mit der Torfrau. Seit 2008 trägt die 25jährige die 05er-Farben, und kann seit der Jugend auf einige Erfolge mit dem FSV zurückblicken.

„Kristin ist eine der Spielerinnen, die belegen, dass wir mit unserem Ansatz, junge Spielerinnen leistungsorientiert auszubilden und über die höchstmöglichen Spielebenen zu fördern, auf dem richtigen Weg sind. Mit Geduld hat sie sich zur aktuellen Nr. 1 im Tor entwickelt. Mit ihrer erneuten Zusage zahlt sie auch das in sie gesetzte Vertrauen zurück,“ so Eva Federhenn.

Trainer Thomas Zeitz ist auch sehr froh über ihre Zusage: „Kristin ist eine der Dauerbrennerinnen bei Mainz 05. Sie ist schon viele Jahre dabei und hat sich mit Ehrgeiz, Willen und Geduld zu einer der besten Torfrauen der zweiten Liga gemausert. Auch persönlich hat sie sich enorm entwickelt und trägt nicht nur sportlich eine große Rolle im Team. Ich bin super zufrieden mit Kristins Entwicklung. Und ich bin sicher, dass es noch nicht das Ende ist. Martin (Anm. Redaktion: Martin Malik – Torwarttrainer) hat hier tolle Arbeit geleistet und beide werden zusammen noch weitere Steps nach vorne machen. Sie ist für mich eine absolut verlässliche Größe und eine gute Gesprächspartnerin.“

Kristin Schäfer schmunzelt etwas, wenn sie die Vertragsverhandlungen beschreibt: „Eigentlich ist es jedes Jahr die gleiche schöne Situation, wenn mich die Verantwortlichen fragen, ob ich das Angebot annehme. Außer Ja kommt da für mich nichts Anderes in Frage. Sportlich kann man sich als Torfrau keine bessere Zusammenarbeit wie die mit Thomas und Martin wünschen. Sie fordern mich genau richtig. Langeweile ist ein Fremdwort und trotz aller Anstrengung macht es immer Spaß.“

Für die junge Torfrau spielt bei ihrer Entscheidung aber auch der menschliche Faktor eine große Rolle: „Handball bei Mainz 05 und die Meenzer Dynamites fühlen sich für mich an wie Familie. Ich verbringe auch außerhalb der Halle viel Zeit mit den Mädels und fühle mich wohl. Jede steht für die Andere ein. Vielleicht ist gerade das unser aktuelles Erfolgsrezept.“

Neben dem Handball steht für Kristin Schäfer der erfolgreiche Masterabschluss an oberster Stelle. Doch bei aller Sachlichkeit und Fokussierung erlaubt sie sich auch ein wenig träumen: „Ich würde sehr gerne nochmal einen Aufstieg erleben, vielleicht ja sogar schon am Ende dieser Saison? Aber ich lasse das erstmal einen Traum sein.“ Schäfer bei der Beschreibung ihrer Ziele weiter: „Ich wünsche mir in erster Linie für uns als Team, dass wir uns so kontinuierlich weiterentwickeln wie bisher, und dass wir gesund bleiben. Wir denken von Spiel zu Spiel, damit fahren wir gut und dann stehen unsere Chancen doch gar nicht so schlecht.“

Jetzt brennt sie aber erstmal darauf, selbst wieder gesund zu werden und auf die Platte zurück zu kehren. Denn wer die emotionale Torfrau kennt und selbst Sportler ist, weiß, wie schwer es ist, nur passiv „mitleiden“ zu können.