Meenzer Dynamites 11.02.2019 — 07:03 Uhr

Souverän trotz ein paar Wacklern

Mit einem 31:25 (18:13) Sieg kehren die Meenzer Dynamites aus Nürtingen zurück und festigen mit dem sechsten Sieg in Folge ihren Verfolgerplatz im Führungsquartett

Powergirl Alicia Soffel mit wichtigen Treffern für ihr Team (Fotocredit Stefan Haas)

Gewarnt durch den 20:17 Auswärtserfolg der Nürtingerinnen in Ketsch begannen die Meenzer Dynamites sehr konzentriert und spielten in den ersten 20 Minuten stark auf. Nürtingen wurde immer wieder schwindelig gespielt und schon in der 1. Halbzeit zu zwei Auszeiten gezwungen. Mit acht Toren führten die Dynamites schon, ließen sich aber durch die Umstellung der Nürtinger Abwehr etwas aus dem Konzept bringen und gingen so nur mit plus fünf Toren in die Halbzeit.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war ähnlich zerfahren wie das Ende der ersten Halbzeit. Nürtingen witterte Morgenluft, der Vorsprung schmolz nach und nach. Hier brachten sich die Meenzer Dynamites  auch durch zwei drei unnötige und unclevere Zeitstrafen selbst in Bredouille. Eine berechtigte Rote Karte für Janka Bauer in der 36. Minute kam hinzu.

Das Spiel drohte zu kippen. Aber die Dynamites ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und besannen sich auf Ihre Stärken. Die Abwehr stand wieder stark, und im Angriff wurde wieder mehr und mehr der direkte Weg zum Tor gesucht. Hier stach wieder einmal Alicia Soffel (6 Tore) mit Power und Willen für die Mainzer Stärke. Und auch eine 100% Quote von Elisa Burkholder bei sechs Versuchen am 7-Meter brachte die zahlreich mitgereisten Mainzer Fans zum Jubeln.

Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg gegen einen erwartet starken Gegner. Trainer Thomas Zeitz war zufrieden: "Wir wussten, was hier auf uns zukommt. In den ersten 20 Minuten haben wir es nahezu perfekt gespielt. Leider haben wir da auch die eine oder andere Chance liegen gelassen und es verpasst, höher zu führen. Die Umstellung auf eine offensive Deckung beim Gegner haben wir dann nicht richtig verarbeitet und konnten bis zum letzten Viertel des Spieles unser Angriffsspiel nicht umstellen.“

Zeitz weiter in der Analyse: „Dazu kamen einige unnötige Zeitstrafen, die uns immer wieder in die Unterzahl gezwungen haben. Das mein Team das Spiel am Ende dann doch noch so deutlich gewonnen hat ist der Tatsache geschuldet, dass wir mittlerweile psychisch sehr stabil sind. Weder die rote Karte gegen Janka noch die vielen Zeitstrafen oder die schlechten 20 Minuten haben uns aus dem Konzept gebracht. Dieses Kompliment habe ich meinem Team auch nach dem Spiel gemacht. So langsam wird unser Motto Programm und wir wissen nun, dass wir auch gut sind, wenn wir nicht gut spielen. Jetzt heißt es sich freuen und erholen und ab Montag volle Konzentration auf Kirchhof. Das wird wieder eine hohe Herausforderung und schwierige Aufgabe, die es zu lösen gilt."

Bildergalerie von Stefan Haas

Statistik und Spielverlauf