Meenzer Dynamites 29.01.2019 — 07:12 Uhr

Auch das zweite Derby geht nach Mainz

Mit 27:22 gewinnen die Meenzer Dynamites ihr Auswärtsspiel im Rheinland-Pfalz-Derby sicher, aber glanzlos gegen die abstiegsbedrohten Trierer Miezen. Torfrau Kristin Schäfer war ein starker Rückhalt, während mehr als die Hälfte der Mainzer Treffer auf das Konto von Alicia Soffel (9) und Paulina Golla (8) ging.

Torfrau Kristin Schäfer hielt ihrem Team den Rücken frei (Bild Stefan Haas - Blitzlichtkabinett)

Im Dunstkreis des Spieles der Deutschen Nationalmannschaft um Platz 3 bei der WM, waren die Vorzeichen schon nicht optimal. Das zeigte sich auch in den ersten 20 Minuten des Spiels. Die Trierer Miezen verschleppten das Tempo geschickt und bremsten die Meenzer Dynamites mit teilweise offensiven Abwehr Aktionen auf beiden Halb-Positionen. Den dadurch vorhandenen Raum in der Mitte konnten die Mainzerinnen eine ganze Weile nicht richtig nutzen.

Doch auch der Trierer Angriff kam nicht in Fahrt. Nach 16 gespielten Minuten stand auf der Anzeigetafel der Arena in Trier ein mageres 2:2. Das war unter anderem auch der starken Torfrau Kristin Schäfer zu verdanken, die ein gutes Spiel machte und gerade in der ersten Halbzeit einige 100prozentige Chancen entschärfte.

Nach der fälligen Auszeit und einem 3:5 Rückstand kamen die Dynamites dann besser ins Spiel und konnten zumindest etwas Tempo aufnehmen. So ging es mit einem 9:8 aus Mainzer Sicht in die Pause.

Nach dem Wechsel zunächst das gleiche Bild, wobei die Dynamites diesmal nicht so lange brauchten um in Schwung zu kommen. In der 42. Minute lagen sie erstmals bei einem Fünftore-Vorsprung, Trier fand nach der Tempoerhöhung keine ausreichenden Antworten mehr.

Diesen Vorsprung brachten die Mainzerinnen dann auch gekonnt über die Zeit, ohne mit größeren Glanzmomenten aufzuwarten. Am Ende stand ein sicherer 27:22 Erfolg auf der Anzeige, der trotz des eher bescheidenen Spiels verdient war.

Trainer Thomas Zeitz, der schon im Vorfeld vor der unangenehmen Aufgabe gewarnt hatte, sah sich in der Analyse bestätigt:  "Es war das erwartet schwere Spiel für uns nach den glanzvollen Auftritten gegen Zwickau und Beyeröhde. Trier war gut eingestellt, und hat sich nach der Auftaktpleite wesentlich verbessert präsentiert. Wir kamen nur langsam in Schwung, was für mich nicht überraschend war. Wir haben es aber nach 20 Minuten geschafft, eine Schippe draufzulegen und am Ende auch verdient gewonnen.“

Besonders freute ihn auch die mentale Entwicklung seines Teams: „Für uns war es gut, zu sehen, dass wir uns durch den schwachen Beginn nicht aus der Ruhe haben bringen lassen und weiter unseren Stiefel gespielt haben. Vor drei Monaten noch hätten wir vielleicht verloren. Das ist eine neue Qualität, die wir konservieren müssen. Zu Beginn der Saison haben wir gesagt, dass unser Ziel sein muss, Spiele zu gewinnen, in denen wir nicht gut sind. Das hier war ein perfektes Beispiel dafür. Zwei Punkte geholt, abhaken und weiter geht's. Die nächste schwere Aufgabe steht am kommenden Samstag zu Hause mit Lintfort vor der Tür."