Meenzer Dynamites 18.01.2019 — 09:23 Uhr

Für solche Spiele lohnt sich jede Mühe

Spitzenspiel in Mainz verdient tolle Kulisse - Bereits um 18:00 Uhr am Samstag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Verfolger des Spitzenduos. Die Meenzer Dynamites auf Platz 4 empfangen die Handballgirls des TV Beyeröhde-Wuppertal, momentan auf Platz 3 der Tabelle.

Thomas Zeitz und sein Team wollen mit den Fans im Rücken so oft wie möglich jubeln und am Ende die Nase vorn haben. (Bild Axel Kretschmer für Handball Mainz 05)

Ein echtes Top Spiel wartet also auf die Handball-Fans, die hoffentlich zahlreich in die GSW-Halle strömen, um den Dynamites des 1. FSV Mainz 05 gegen den sehr starken Gegner aus Wuppertal den Rücken zu stärken.

Viele Zweitligisten hatten den TV vor der Saison schon als Titelfavorit auf dem Zettel. Und so kurz vor Ende der Hinrunde bestätigt sich das. Die Handball Girls sind ganz vorne mit dabei, und das völlig zu Recht. Die vielleicht am besten besetzte Mannschaft der Liga hat bisher eine sehr gute Hinrunde gespielt und sich auch durch das Verletzungspech der letzten Wochen nicht aus der Spur bringen lassen. Im Gegenteil, obwohl ersatzgeschwächt bezwangen die Damen von Trainer Martin Schwarzwald sowohl den Tabellenersten als auch den Tabellenzweiten und stehen mit 6 Minuspunkten drei Punkte vor den Dynamites.

Die Mainzerinnen erwartet am Wochenende eine taktisch top eingestellte Mannschaft mit einem sehr starken Rückraum. Vor allem Natalie Adeberg (Schwester von 05erin Selina Adeberg) hat in den letzten Wochen mehr und mehr Verantwortung übernommen und das Team aus Beyeröhde geführt. Dazu kommt die vielleicht am besten besetzte rechte Rückraumposition mit zwei außergewöhnlich guten Linkshänderinnen. Eine aus der Verletzungpause zurückgekehrte Pia Adams und eine sehr agile Luisa Knippert komplettieren den starken Rückraum. Aber auch auf allen anderen Positionen ist Beyeröhde überdurchschnittlich gut besetzt, so etwa auf Links Aussen, wo mit Michelle Stefes ebenfalls das non plus ultra der zweiten Liga spielt. Variable Abwehrsysteme, offensiv oder defensiv bei Bedarf runden die Stärken des Gegners ab.

Die Meenzer Dynamites werden all Ihre Qualität sowie bedingungslosen Fight benötigen, um diesen Gegner zu bezwingen. Möglich ist alles. Erst recht, wenn man die Leistung der letzten Woche zu Grunde legt. Beim Jahresauftakt haben die Dynamites doch aus einer sehr guten Defensive reihenweise 1. und 2. Welle Tore erzielt und dabei durchaus geglänzt.

Eins steht fest, Jeder, der am Samstag in die Gustav Stresemann Wirtschaftsschule kommt wird es nicht bereuen. Zwei spielstarke Teams mit enormer individueller Qualität messen sich. Das darf man einfach nicht verpassen!

Genau so sieht es auch Trainer Thomas Zeitz: "Für diese Spiele müht man sich das ganze Jahr ab. Es gibt nichts Schöneres, als sich mit den Besten zu messen. Und Beyeröhde gehört da definitiv dazu. Eine top besetzte und sehr gut zusammengestellte Mannschaft, die mit viel Tempo und Qualität in Abwehr und Angriff aufwarten kann. Dazu mit Martin ein hervorragender Trainer, der sein Team immer super vorbereitet und einstellt. Was braucht man mehr als Herausforderung.“

Zeitz weiter: „Ich freue mich riesig auf das Spiel und bin gespannt, wie meine Mädels auf der Platte umsetzen, was wir vorbereitet haben. Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen und müssen sicher ein wenig improvisieren, aber bei so einem Spiel ist das nach Anpfiff vergessen. Jeder wird auf dem Feld das letzte Hemd geben, um am Ende als Gewinner vom Platz zu gehen. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen. Wer weniger Fehler macht, wer schneller auf gewisse Situationen reagieren kann und sicherlich auch, wer am Ende das Quentchen Glück mehr hat.“

Er weiß aber auch, dass „wenn wir unseren Job in der Defensive und dem Konter so gut machen wir letzten Sonntag haben wir vielleicht am Ende die Nase vorne. Ich wünsche mir in jedem Fall, dass die Halle voll wird und das Spiel und vor allem meine Mädels die Kulisse bekommen, die sie verdienen."

So oder so freuen sich sicher alle Beteiligten auf dieses Spiel, verstehen sich doch beide Teams und ihr Umfeld auch abseits des Feldes ganz gut.