Meenzer Dynamites 15.01.2019 — 08:57 Uhr

Starke Abwehr, hohes Tempo und ein Joker

Mit einem ungefährdeten 30:23 (16:8) Auswärtserfolg starteten die Meenzer Dynamites optimal ins neue Jahr. Vor allem die „Flügelzange“ mit Denise Großheim und Carina Gangel stach und beide trafen je sieben Mal.

Verdiente Siegerpose nach dem ersten Sieg beim BSV (Foto Daniela Bilo - Mainz 05)

Nach 25 Sekunden durften die Zwickauer Fans, die traditionell bis zum ersten Treffer ihres Teams stehen bleiben, bereits Platz nehmen. Das 1:0 durch Jenny Choinowski sollte die einzige Führung der Gastgeberinnen bleiben. Nach den ersten ausgeglichenen Minuten setzten sich die Meenzer Dynamites Stück für Stück ab und hatten bereits nach 16 Minuten beim 4:9 einen Fünftore-Vorsprung herausgespielt.

Den Grundstein dafür legte eine sehr gute Torhüter- und Abwehrleistung sowie ein sehr konsequenter Gegenstoß. Der Zwickauer Angriff lief immer wieder ins Zeitspiel und jeden Fehler nutzten die Mainzerinnen zum Tempo. Dabei stach neben Denise Großheim auf Linksaußen vor allem auch „Joker“ Carina Gangel, die für die verletzte Hanne van Rossum in die Bresche sprang.

Bis zur Halbzeit spielten sich die Dynamites bereits einen beeindruckenden 16:8 Vorsprung heraus und zeigten dabei Spielfreude pur. Neben den beiden Außen zeigte dabei auch Larissa Platen einen starken Auftritt und führte klug Regie auf der Spielmacherinnen-Position.

Auch nach der Halbzeit blieb die Mainzer Deckung der Trumpf und in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit konnten sich die Dynamites weiter bis auf 28:17 absetzen. Dann ging ein wenig das Tempo verloren und am Ende auch ein wenig die nötige Konsequenz. Aber alles in allem, auch aufgrund der Tatsache, dass Hanne van Rossum kurzfristig ausgefallen ist und die Dynamites mit nur 11 Spielerinnen angereist waren, ein absolut verdienter Sieg.

Entsprechend zufrieden war Trainer Thomas Zeitz nach dem Spiel: "Großes Kompliment an das Team. Wir sind nach der vierwöchigen Pause sehr gut ins Spiel gekommen und haben uns stark präsentiert. Eine sehr gute Abwehr-und Torhüterinnen-Leistung, sowie ein super Gegenstoß waren sicherlich der Schlüssel. Denise und Carina haben einige schöne Gegenstoß-Tore gemacht und Larissa hat vor allem in der zweiten Welle sehr gute Entscheidungen getroffen. Dass wir uns dann zum Ende ein wenig zurücklehnen ist normal. Wir haben es aber geschafft, quasi von Beginn an da zu sein und uns von den heimstarken Zwickauerinnen vor einer beeindruckenden Kulisse, einem kurzfristig verlegten Spiel und einem schwer wiegenden Ausfall von Hanne nicht beeindrucken zu lassen. Das nötigt mir großen Respekt ab."