Meenzer Dynamites 10.12.2018 — 15:44 Uhr

Noch zu grün für einen dreckigen Sieg

Die Dynamites kehren mit leeren Händen aus Bremen zurück. Trotz einer 15:11 Halbzeitführung verlieren die Meenzer Dynamites am Ende mit 23:25.

Am Ende blieben die Punkte in Bremen (Bild Daniela Bilo - Handball Mainz 05)

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Deckung fingen sich die Meenzer Dynamites in der ersten Hälfte und setzten sich Stück für Stück bis auf vier Tore bis zur Halbzeit ab. Und das, obwohl schon die erste Halbzeit nicht unbedingt gut verlief und die Dynamites die eine oder andere Chance zuviel liegen ließen. Mit 15:11 wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel zu Beginn der 2. Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild. Es dauerte drei Angriffe, bis die Dynamites auf 16:11 erhöhen konnten und Bremen brauchte gar 5 Minuten, um den ersten Treffer nach der Halbzeit zu erzielen.

Ab dann aber ging es bei den Mainzerinnen stetig bergab. Ein ums andere Mal liefen sich die Meenzer Dynamites in der jetzt deutlich besser zupackenden Bremer Abwehr fest, verließen das Konzept und vor allem verließ sie mehr und mehr der Mut. Nicht dass Bremen in einer überragend guten Form ab dann ein Feuerwerk abgebrannt hätte. Aber sie haben gekämpft und sich ins Spiel reingebissen.

Trotzdem dauerte es bis zur 51. Minute, ehe Bremen erstmals wieder zum Ausgleich kam. In dieser Zeit hatten die Mainzerinnen oft genug die Möglichkeit, das eine oder andere Tor zu erzielen. Leider gelangen aber bis zur 54. Minute nur ganze fünf! Tore. Und doch hatten die Dynamites bis kurz vor Schluss noch die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Aber technische Fehler, fehlende Cleverness und zu wenig Mut im Abschluss verhinderten an dem Abend, das sie am Ende das Ruder nochmal rumreißen konnten.

Am Ende stand ein 23:25 zu Buche und eine unnötige aber aufgrund der grottenschlechten 2. Hz nicht unverdiente Niederlage. Entsprechend frustriert klang auch Trainer Thomas Zeitz: "Das wir uns mit so einer Niederlage aus dem Aufstiegsrennen verabschieden tut weh. Nicht, dass ich die Leistung von Bremen schmälern möchte. Aber dieses Spiel gegen einen absolut schlagbaren Gegner dürfen wir nicht aus der Hand geben.“

Zeitz analysiert und ist selbstkritisch: „Es zeigt aber auf der anderen Seite, dass wir einfach noch nicht so weit sind, dass wir einfach noch zu grün sind, um solch ein Spiel auch mit einer derart schlechten Leistung am Ende dreckig nach Hause zu bringen. Die Chancen dafür waren da. Drei Siebenmeter, einige freie Bälle von Außen und aus dem Gegenstoß. Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach völlig den Kopf verloren und am Ende habe ich es nicht geschafft, das zu verhindern. Das ist, was mich am meisten ärgert. Dass ich es nicht geschafft habe, diese Situation zu ändern. So Einfluss zu nehmen, dass wir am Ende erfolgreich sind. Wir werden das gemeinsam analysieren und dann nach vorne schauen. So ärgerlich es auch ist, es ist vorbei. Wir müssen nach vorne schauen und das Jahr erfolgreich abschließen. Dafür werden wir in dieser Woche wieder alles geben."