Meenzer Dynamites 28.11.2018 — 12:32 Uhr

Rückblick: "Im entscheidenden Moment fehlten die Big Points"

In einem spannenden und phasenweise sehr guten Handball Spiel unterlagen die Meenzer Dynamites trotz einem starken Auftritt dem unangefochtenen Tabellenführer aus Ketsch mit 25:29 (14:14).

Hanne van Rossum wurde für ihren Auftritt als beste Mainzerin in diesem Spiel ausgezeichnet (Foto Axel Kretschmer)

50 Minuten lang konnte keiner der Anwesenden in der Halle sagen, wer am Ende die Nase vorne haben wird. Doch in der entscheidenden Schlussphase einer fairen und dennoch umkämpften Zweitligabegegnung machte der Tabellenführer die entscheidenden Big Points und bewahrte seine weiße Weste, während die Mainzerinnen trotz starker Leistung mit leeren Händen nach Hause fuhren.

Die erste Halbzeit verlief weitestgehend ausgeglichen, wobei die Meenzer Dynamites zunächst leichte Vorteile hatten und bei 6:3 sogar mit drei Toren in Front waren. Aber sie konnten den Vorsprung nicht halten und mit einem 14:14 wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach der Halbzeit blieb es spannend. Kein Team konnte sich in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte entscheidend absetzen. Ausgerechnet bei Überzahl für Mainzerinnen fiel beim 25:24 für Ketsch die Entscheidung. Statt den Ausgleich und eine evtl. Führung zu schaffen, blieben drei Mainzer Angriffe ohne Torerfolg, und Ketsch konnte auf 26:24 erhöhen. Diesen Vorsprung ließen sich mit der etwas größeren Erfahrung auch nicht mehr abjagen. Am Ende hatten die Bären dann die schärferen Krallen und gewannen nicht unverdient mit 29:25.

Trainer Thomas Zeitz schwankte bei der Analyse zwischen Enttäuschung und Stolz auf die bisherige Leistung seines Teams:  "Wir haben gegen den Tabellenführer leider nicht die Top-Leistung abrufen können, die es gegen die immer noch verlustpunktfreien Bären gebraucht hätte. Gerade die Defensive war diesmal zu schwach, um auswärts vor so einer Kulisse gegen so einen Gegner zu bestehen. Mein junges Team hat alles versucht, und ich bin mir sicher, dass wir auch einen großen Anteil zu diesem Handball Fest vor 700 Zuschauern beigetragen haben. Aber am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Und wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Schade, denn nun ist bei 7 Punkten Rückstand der Zug für ganz vorne erstmal abgefahren. Umso wichtiger ist es, die Enttäuschung wegzustecken. Wir haben mit Waiblingen am Samstag einen richtigen Brocken vor der Brust, und da müssen wir alles raushauen! Dass wir es können, hat der bisherige Saisonverlauf gezeigt, und deshalb bin ich auch stolz auf mein Team!"