Meenzer Dynamites 19.10.2018 — 11:55 Uhr

Zeitz: „Wir brauchen als Team diese zehn Prozent mehr

Am Samstag um 19:00 Uhr kommt mit dem HC Rödertal ein weiteres Team aus der momentanen Spitzengruppe in die GSW.

Die 05erinnen wollen alles aus sich rausholen und zurück in die Erfolgsspur kommen (Bild Mainz 05-Handball)

Der HC Rödertal, vor zwei Jahren als Dritter aufgestiegen, musste letzte Saison direkt wieder aus der ersten Bundesliga absteigen. Nach dem Abstieg erfolgte wie bei den meisten Erstliga-Absteigern ein großer Umbruch. Viele Spielerinnen verließen den Verein und das Management musste eine komplett neue Mannschaft aufstellen und auch die Trainer Position neu besetzen. 

Das hat einige Zeit gedauert und die neu formierte Mannschaft musste sich erst finden. Mitte August trafen die beiden Teams auf dem Turnier in Fritzlar aufeinander und dort gewannen die ebenfalls nicht kompletten Dynamites mit 10 Toren. Das ist Schnee von gestern. Rödertal hat seine Hausaufgaben gut gemacht, das Team hat sich gefunden und Trainer und Vorstand haben Geduld bewiesen. Das zahlt sich jetzt sehr schnell aus. 

Bis auf die Niederlage gegen den großen Favoriten Ketsch haben die Rödertalbienen alles gewonnen, spielen einen schnörkellosen und geradlinigen Handball und sind auf allen Positionen gefährlich. 

Eine schwierige Aufgabe für unsere Meenzer Dynamites, die mit 5:5 Punkten momentan im Mittelfeld rangieren und ein wenig den Anschluss an das obere Drittel verloren haben. Das ist aber zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch kein Beinbruch. Das Team braucht einfach ein wenig mehr Selbstvertrauen und Mut, dann platzt der Knoten und es geht alles ein wenig leichter von der Hand. Das Wochenende wäre ein guter Zeitpunkt, um damit zu beginnen. 

Trainer Thomas Zeitz ist der Meinung, dass das aktuell ausgeglichene Punktekonto nach 5 Spielen zwar nicht unbedingt das ist, was man sich gewünscht habe. Aber auch sicherlich kein Beinbruch, gerade zu diesem Zeitpunkt der Saison. Er rechnet vor: "In meinem Plan sind wir 2 Punkte hintenan. Wenn man die bisherigen Spiele betrachtet, hätten wir auch 10:0 Punkte haben können. Ich habe der Mannschaft diese Woche vor der Video Analyse einmal die Statistiken der ersten 5 Spiele gezeigt. Hätten wir in den Spielen gegen Lintfort, Kirchhof und auch Rosengarten als Team nur 10 % mehr positive Aktionen gehabt, hätten wir jetzt 5 Pluspunkte mehr. Und diese 10 % bedeuten in Worten 4 bis 7 Aktionen pro Spiel. Und 4 bis 7 Aktionen pro Spiel sind in einem Zeitraum von 60 min wirklich fast nichts.“

Zeitz weiter: "Was ich dem Team und allen Anderen damit sagen will ist, dass uns nicht viel fehlt, um einen Schritt nach vorne zu kommen. Und ich habe nichts dagegen, wenn wir diesen gegen den HC machen. Es wird ein schweres Spiel, denn Rödertal ist gut aufgestellt und hat einen positiven Lauf. Aber wir haben die Qualität. Wir brauchen auch den Glauben! Und die 10 % mehr, das ist, was wir als Team am Samstag erreichen wollen!“