Meenzer Dynamites 01.10.2018 — 20:43 Uhr

Dynamites entführen einen Punkt aus Kirchhof

Wieder nur 21 Tore, wieder eine starke Abwehr und eine starke Torfrau. Das waren die Garanten für den Punktgewinn beim Mitfavoriten aus Kirchhof.

Ein von Anfang bis Ende enges Spiel, was von zwei starken Abwehr-Reihen und Torhüterinnen geprägt war führte letztlich zu einem 21:21 Unentschieden. Die Meenzer Dynamites haben von Beginn an dagegen gehalten, konnten aber während der gesamten Spielzeit nicht einmal in Führung gehen. Kirchhof legte vor, und die Mainzerinnen zogen nach.

Im Laufe der ersten Halbzeit setzten sich die sehr heimstarken Nordhessinnen immer mal auf ein oder zwei Tore ab. Sicher auch, weil die Mainzerinnen einige Zeit brauchten, um im Angriff in Schwung zu kommen. Immer wieder rannte man sich am tief stehenden Innenblock der Hausherrinnen fest und wählte zu selten die Option, aus dem Rückraum zum Erfolg zu kommen. Dazu kam dann die eine oder andere freie Chance, die liegen gelassen wurde oder auch der eine oder andere Pfosten-Treffer. Mit einem Spielstand von 8:10 wurden die Seiten gewechselt.

Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit. Kirchhof kam besser aus der Kabine und legte beim 12:16 erstmals 4 Tore vor. Aber die tapfer kämpfenden Mainzerinnen gaben nicht auf und kamen immer wieder ran. Es blieb eng, und weiter bestimmten die Abwehrreihen und die Torhüterinnen das Spiel. Mit einem Spielstand von 18:21 ging es in die letzten Minuten.

Die Nordhessinnen vergaben weitere Chancen und die Meenzer Dynamites konnten den Rückstand weiter verkürzen. In der 59. Minute kamen sie erstmals zum Ausgleich. Bei 21:21 hatte Kirchhof den Ball, verlor diesen aber durch technischen Fehler.

Bei 59:45 Spielzeit konnte Thomas Zeitz noch mal eine Auszeit nehmen und den letzten Angriff vorbereiten. Leider ergab sich keine Chance mehr aus dem Spiel und ein direkter Freiwurf brachte nichts mehr ein. Somit trennten sich beide Teams Unentschieden. Am Ende ein wohl gerechtes Ergebnis, mit dem beide Teams leben können. Es war ein spannendes Spiel vor 600 begeisterten Zuschauern und am Ende waren beide Seiten zwar kurz enttäuscht, dann aber einig: "Zwei gute Mannschaften haben sich jeweils einen Punkt erkämpft."

So auch das Fazit unseres Trainers: "Wir haben nie geführt und am Ende einen Punkt erkämpft. Damit können wir erstmal zufrieden sein. Letztes Jahr haben wir hier mit 10 Toren verloren. Dieses Jahr hat meine Mannschaft bis zum Ende alles gegeben und aufgrund einer tollen Defensive diesen Punkt auch mehr als verdient. Überhaupt muss man sagen, dass die Deckung mit Ausnahme des Spiels in Lintfort sehr gut funktioniert. Drei mal nur 21 Gegentore sprechen für sich. Damit bin ich sehr zufrieden. Nicht zufrieden bin ich mit dem Angriff. Da haben wir leider zu selten das gemacht, was wir vorbereitet haben. Das ist extrem ärgerlich, weil mit einer normal guten Angriffsleistung noch mehr drin gewesen wäre."

Abschließend nahm er auch sich selbst auch nochmal in die Pflicht: "Am meisten ärgert mich allerdings, dass ich mich am Ende für die falsche Variante entschieden habe. Wir hatten nochmal den Ball, ich habe 15 Sekunden vor Schluss die Auszeit genommen und hätte einen anderen Ablauf ansagen müssen. Dann hätten wir nochmal die Chance auf einen richtigen Wurf gehabt. Auch Trainer sind nur Menschen und machen Fehler. Mir ist in der Situation einer passiert. Abhaken, wir haben einen Punkt mitgenommen und können nun entspannt in das Pokal Spiel gegen Bietigheim gehen. Dann ist eine kurze Pause angesagt und ab nächsten Montag heißt es volle Konzentration auf den nächsten Gegner."