Meenzer Dynamites 30.08.2018 — 13:22 Uhr

"Endlich geht es los" - Mischung aus Vorfreude und Spannung

Saisonauftakt in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch - Samstag 18:00 Uhr in der Sporthalle der Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule

 

Endlich ist die Vorbereitung vorbei - Bild: Axel Kretschmer

Zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison erwarten die Dynamites im Pokal den letztjährigen Tabellendritten der 2. Bundesliga. Die Ketscher Bären haben in der vergangenen Saison die Liga mit Ihrem schnellen und aggressiven Spiel mächtig beeindruckt und begeistert und sind am Ende völlig verdient auf dem dritten Platz gelandet.

Die Mannschaft von Trainerin Katrin Schneider deckt offensiv und aggressiv, spielt hohes Tempo und hat ein sehr kombinationsreiches Angriffsspiel. Ein echter Gradmesser vor Rundenbeginn. Mit Carmen Moser und Saskia Fackel bringen die Bären viel Druck aus dem Rückraum, aber auch alle anderen Positionen sind sehr gut besetzt.

Für die Dynamites wird es darum gehen, das schnelle Spiel der Bären zu bremsen, den Kampf anzunehmen und mit Geduld und taktischer Finesse die offensive Abwehr zu knacken. Was die 05erinnen zu leisten im Stande sind hat die Vorbereitung gezeigt. Allerdings sind sowohl die Verletzungen von Clara Bohneberg, Elisa Burkholder und Larissa Platen als auch das Fehlen von Romana Gerisch nicht gerade optimale Voraussetzungen.

Hinzu kommt, dass die diese Woche verpflichtete Linkshänderin Carina Gangel verständlicherweise genau so wenig bis jetzt mit dem Team trainiert hat wie auch die erst jetzt zurückgekehrten Paulina Golla (Teilnahme an der Jugend-WM in Polen) und Janka Bauer (Auslandsaufenthalt). Es wird also eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Meenzer Dynamites gegen diesen starken, eingespielten Gegner in die nächste Runde einzuziehen.

Trainer Thomas Zeitz beschreibt die Mammutaufgabe: "Ketsch ist ein echter Brocken. Sie haben letztes Jahr überzeugt, sich nochmal verstärkt und zählen diese Saison sicher zu den Aufstiegsfavoriten. Wir sind definitiv Außenseiter, schon alleine aufgrund unserer personellen Situation. Für uns geht es darum zu sehen, wo wir nach unseren guten Vorbereitungsergebnissen zur Zeit stehen und wie wir uns von der Einstellung her gegen so einen Gegner schlagen. Für mich war Ketsch letztes Jahr neben Kirchhof der Gewinner der Runde. Gute Mannschaft, gutes Management und eine gute Trainerin. Das Paket stimmt dort. Nicht von ungefähr habe ich mich bei der Wahl zur besten Spielerin der Saison für eine Bärin entschieden und auf Platz zwei eine Kirchhoferin gesetzt."

"Für mich ist Sabine Stockhorst die Spielerin der Saison 2017/2018 gewesen. Nicht nur wegen ihrer sportlichen Leistungen, sondern vor allem wegen dem Auftreten. Sie gibt dem jungen Team Sicherheit und ist meines Erachtens zu einem großen Teil mitverantwortlich für den Erfolg dort. Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen und Ihr großes Plus.“

„Aber auch der Part meiner Kollegin Käthe Schneider ist bemerkenswert, ist es doch ihre erste Station als Trainerin. Sie macht dort wirklich einen guten Job und dort entsteht richtig was. Ganz so weit sind wir aktuell noch nicht, aber es kann ein gutes Beispiel sein was möglich ist. Trotzdem wollen wir einen tollen Kampf liefern und natürlich wollen wir gewinnen.“

Vorfreude bei Allen auf den Saisonstart ist groß

Zeitz und sein Team sind vorbereitet: „Wir sind nicht blauäugig und wissen das Spiel durchaus einzuschätzen. Wir brauchen unbändigen Willen, eine harte und kompromisslose Abwehr und vorne die Geduld, gegen diese offensive Deckung Lösungen zu entwickeln und dann auch konsequent abzuschließen. Gelingt uns das, dann wird es sicher ein tolles Handballspiel. Wie wir personell aufgestellt sind und wer wie zum Einsatz kommt steht noch in den Sternen. Wir müssen abwarten, wie es bei den Verletzten aussieht und ich werde da im Hinblick auf den Saisonbeginn gegen Trier auch kein Risiko gehen. Was die Spielberechtigung von Carina angeht müssen wir abwarten. Aber bei ihr ebenso wie bei Paulina und Janka nehmen wir den Druck auf jeden Fall ohnehin aufgrund der Besonderheit der Situation raus. Alles in allem alles Andere als die klassisch „einfache“ Situation, aber wir werden das Beste daraus machen und freuen uns vor allem sehr, dass es endlich los geht. "