Meenzer Dynamites 30.04.2018 — 14:49 Uhr

Gegen einen starken Gegner alles rausgehauen

23:27 Niederlage gegen den Tabellendritten SV Union Halle-Neustadt

 

Die Köpfe waren immer oben, auch wenn es wieder nicht ganz gereicht hat - Bild Axel Kretschmer - Handball-Zeitung

„Ich kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen, die hat alles rausgehauen gegen einen sehr starken Gegner“, nahm Trainer Thomas Zeitz sein Team in Schutz. Im Moment steht für ihn persönlich im Vordergrund, warum es ihm nicht gelingt, bestimmte Dinge zu verbessern. Aktuell ist nüchtern betrachtet sogar das Minimal-Saisonziel einstelliger Tabellenplatz gefährdet. Doch unverkennbar war der Willen des jungen Teams, auch gegen diesen starken Gegner was holen zu wollen.

Das es letztlich in der intensiven Partie auf hohem Niveau nicht zur Belohnung reichte, lag an einer – trotz Verbesserung – immer noch fehlerbehafteten Wurfquote, vor allem im Überzahlspiel. Außerdem brauchte das Team etwas, um sich in die Partie reinzubeißen. Das nutzte der erfahrenere aufstiegswillige Gast, um sich direkt nach Anpfiff auf 0:4 abzusetzen.

Die Moral stimmte erneut, denn neunmal kämpfte sich die FSG sich zwischen dem 3:4 (10.) und dem 21:22 (48.) bis auf einen Treffer an den Gegner heran, doch das letzte Quentchen für die Wende fehlte. Außerdem ließen sich die Gäste in der 2. Halbzeit nach der „glatten“ Disqualifikation von Sophie Lütke und Verletzung ihrer besten Werferin Mikkelsen nicht entscheidend aus dem Konzept bringen und verfolgten konzentriert ihr Ziel „Bundesliga-Aufstieg“.

Die fünffach erfolgreiche Rückraumschützin Simona Cipaian bestätigte gegenüber der Presse nach dem Spiel das eigentlich ganz gute Gefühl zum Auftritt ihrer Mannschaft. „Wir hatten diesmal den Kopf immer oben und haben gut gekämpft, aber das hat eben leider nicht ganz gereicht, vielleicht hätten wir in der Abwehr in der einen oder anderen Situation mehr rangehen müssen.“

Im Blick auf die neue Saison ist vor allem wichtig, dass sich das Team die gute Laune trotz der jetzt enttäuschenden Saison nicht nehmen lässt. Denn auch die letzten drei Aufgaben mit dem jetzt folgenden Auswärtsspiel in Zwickau, zu Hause gegen Meister Rosengarten und dem letzten Spiel in Beieröhde haben es in sich.

„Das Team kann viel mehr, als es aktuell zeigt, das ist sicherlich auch dem insgesamt jungen Alter der Mannschaft, aber auch verletzungsbedingten Rückschlägen, geschuldet. Sie werden daraus lernen und sicherlich in der neuen Saison davon, ebenso wie von der Tatsache, dass im Kader Konstanz herrscht, und die punktuellen Verstärkungen zum Team passen, profitieren. Es gibt für uns keinen Grund, von unserer Grundausrichtung für die neue Saison nach aktueller Bewertung abzuweichen,“ betont Manager Karl-Heinz Elsäßer.

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