Meenzer Dynamites 18.04.2018 — 16:56 Uhr

Oberliga-Dynamites verwandeln den ersten Matchball

36:21 Erfolg gegen die Trierer Bundesligareserve sichert frühzeitig Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga

 

Meisterinnen der Oberliga RPS und Aufsteiger in die 3. Liga - die Damen II der Meenzer Dynamites - Bild Axel Kretschmer - www.handball-zeitung.de

Für das Team berichtet Leah Schulze mit dem Rückblick auf das entscheidende Meisterschaftsspiel:

„Die Stimmung vor dem Spiel war eine Mischung aus Freude und Nervosität. So richtig realisieren konnte keiner, dass es nun soweit war, das gesteckte Saisonziel vorzeitig erreichen zu können. Jede wollte hier in eigener Halle nochmal ihr Bestes zeigen und alle waren sich einig, dass diese 60 Minuten erst einmal gespielt werden müssen.

Die ersten zwanzig Minuten liefen eher durchwachsen. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir hatten vor allem Probleme im Rückzugsverhalten und wurden so von den schnell spielenden Triererinnen überlaufen. Nachdem man sich an die von den Schiedsrichtern zugelassene Härte gewöhnt hatte, und diese auch annahm, lief es zunehmend besser und wir konnten uns bis zur Halbzeit einen sieben Tore Vorsprung herausarbeiten. (18:11)

In der zweiten Halbzeit begannen wir da, wo wir in der ersten Halbzeit aufgehört hatten, und spielten die folgenden 30 Minuten konzentriert und diszipliniert zu Ende. Dass Jede den Willen und das Zeug dazu hat, aufzusteigen zeigt auch die Torschützinnenliste, in die sich jede Spielerin eintragen konnte. Zudem zeigten beide Torfrauen schöne Paraden, und hatten damit einen großen Anteil an den nur   21 Gegentreffern.

Nach Abpfiff und der mit dem überragenden 36:21 Sieg erreichten Meisterschaft gab es dann kein Halten mehr, die Freude war riesig! Die Erleichterung war deutlich zu spüren. Zusammen mit unserer Ersten, die Alle zur Unterstützung gekommen waren, wurde sich mit Tröten und Kronen gedrückt und gefreut. 

Nach dem Spiel wurde entsprechend ausgelassen getrunken und gegessen und danach ging es noch Mainz in die Stadt, den Aufstieg feiern!"

Wir baten auch Trainer Jörg Schulze um einen persönlichen Rückblick und wagten auch einen ersten Blick in die Zukunft in der 3. Liga.

Jörg, wie beschreibst Du den Saisonverlauf bis zum erreichten Ziel:

„Von Anfang an war der Saisonverlauf eine absolute „teamübergreifende Teamleistung“, alle zogen an einem Strang, sei es das Damen 1-Team, unser Team, die "Feuerwehrfrauen" Christine Maric, Johanna Holstein sowie die "Simon-Twins", die Offiziellen und Fans … mit einem der Höhepunkte des Zusammenhalts beim Spiel gegen die HSG im Hunsrück.

Dabei mussten am Anfang viele Hürden überwunden werden. Zunächst die Phase nach meinem Unfall, da haben Sabine (Teuscher), Thomas (Zeitz) und Corinna (Schuhmacher) viel aufgefangen. Dann die Organisation der Doppel- und Dreifachbelastung für die jungen Spielerinnen innerhalb der FSG. Hier kann man allen Beteiligen nur großen Dank aussprechen.

Doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt war sehr viel vom Teamspirit zu spüren. Das Beispiel des Hinspiels in Wittlich steht dafür. Aufgrund des Jugend-Bundesliga-Heimspieltages waren alle WJA-Spielerinnen nicht in der DII einsetzbar. Daher schnürten Deborah und Kirsten Simon zusammen mit Christine Maric die Handballschuhe, um das DII-Rumpfteam in Wittlich zu unterstützen. Sicher hatte sich so mancher Gegner bei der Spielplangestaltung und dem Blick auf die vielen Spieltermine unserer Teams mehr versprochen.

Doch es gab auch Rückschläge: gerade wieder in Fahrt gekommen, fiel Nina (Hofstätter) verletzt aus, ebenso konnte Henny (Zimmer) nicht mehr weitermachen und Sophie Klapperich meldete sich ab.

Mit der Grundsatzentscheidung von Handball Mainz 05, den Schritt nach oben zu wagen und die „Planung“ der Einsätze der D1-Spielerinnen verbindlich zu machen, folgte der nächste Meilenstein in der Saison. Absolut toll war hier das Zusammenwirken mit Thomas (Zeitz).

Es war so schön zu sehen, wie bei den Spielerinnen immer mehr der Glaube wuchs, es schaffen zu können. Und sie mussten Geduld und Stehvermögen zeigen. Lange Zeit sind wir nur hinterhergelaufen, denn die HSG Hunsrück spielte unglaublich konstant mit ihren vielen erfahrenen Kräften.

Dann der Knaller in Hunsrück: sensationelles Zusammenwirken aller Spielerinnen aus D1 und D2 und der Kantersieg mit dem damit auch besseren direkten Vergleich. Und schließlich mussten wir ab dann in der Rolle des Gejagdten bestehen. Und die Mädels hatten einen unglaublich langen Atem…“- so Jörg schwärmend. 

Wie sieht jetzt Euer Restprogramm aus?

„Wir wollen die Saison mit dem gleichen Engagement zu Ende spielen und am 28.4. nach dem letzten Spiel mit allen Beteiligten eine Riesenparty feiern“.

Jörg, ein kleiner erster Blick in die Zukunft… in LIGA 3

„Nach derzeitigem Stand verlassen uns nur Isa Graebling (Studium in Darmstadt) und Carina Ertürk (Job). Unsere Mädels haben damit schon einen sehr guten Stamm für den Klassenerhalt in der 3. Liga. Dazu wollen uns auf 3-5 Positionen gezielt verstärken mit Spielerinnen, die vom Alter möglichst direkt in unsere Zielgruppe und zur Teamstruktur passen.“

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