Meenzer Dynamites 19.03.2018 — 06:23 Uhr

Am Ende fehlten die Körner

Ersatzgeschwächte Dynamites unterliegen der FSG Waiblingen-Korb mit 24:26

Alicia Soffel kam wie Andrea Bonk auf acht Treffer, doch am Ende fehlten auch bei ihr die Kräfte (Bild Axel Kretschmer - Handball-Zeitung.de)

Der aktuelle Negativtrend ließ sich auch im letzten Spiel vor der Osterpause nicht mehr stoppen. Trotz einer kämpferisch tadellosen Leistung unterlagen die Meenzer Dynamites der FSG Mainz 05/Budenheim in einer bis zum Schluss engen Partie mit der FSG Waiblingen/Korb mit 24:26.

„Die Niederlagen ändern nichts daran, dass wir eine tolle Mannschaft haben“, stellte die nach dem Spiel ausgezeichnete Linkshänderin Andrea Bonk gegenüber der Presse fest. „Wir werden daran arbeiten, in drei Wochen besser aus der Pause herauszukommen“, versprach sie stellvertretend für ihr Team. Eigentlich wollte sich die Mannschaft nicht mit einer Niederlage in die Osterpause verabschieden, doch am Ende sollte der Faktor fehlender Kraftreserven die Partie zu Gunsten der Gäste kippen lassen. „Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Doch leider konnten wir heute nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, war auch Andrea Bonk, zusammen mit Alicia Soffel achtfache Torschützin der Dynamites, enttäuscht.

Schon die Ausgangslage vor dem Spiel war eher schwierig. Zu den bekannten Ausfällen kam noch Simona Cipaian hinzu, und auch aus der geplanten Verstärkung aus dem Oberliga-Kader für die ansonsten verwaiste rechte Seite wurde aufgrund der Erkrankung von Jill Reuther nichts.

Trotzdem wäre die Niederlage in der engen Partie vermeidbar gewesen. Rund eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Dynamites wieder Hoffnung, als sie erstmals seit Mitte der ersten Halbzeit wieder in Führung gingen (18:17/45.). Doch dann begannen die Kräfte nach und nach zu schwinden. Acht Minuten vor dem Ende führten wieder die Gäste mit 22:21 – und hatten dann im hektischen Finale die Nase vorn.

„Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat in den entscheidenden Phasen leider die falschen Entscheidungen getroffen“, so Trainer Thomas Zeitz nach dem Spiel: „Wir haben eindeutig zu viel liegen gelassen und wir haben aber auch eindeutig zu viele Fehler gemacht.“ Diese Serie ist auch für Zeitz eine neue Erfahrung: „0:8 Punkte habe ich hier auch noch nicht erlebt.“

Die Antwort auf die Frage nach dem Warum muss noch gefunden werden. „Ich glaube nicht, dass es ein grundlegendes Problem gibt. Die Basics sind da, doch meine Mannschaft muss noch lernen, sich wirklich zu behaupten“, will Zeitz beim Thema Aggressivität ansetzen. „Wir müssen lernen, weniger brav zu sein. Wir müssen lernen, dass es in dieser Liga nur über den Kampf und den Willen geht.“

Auch das Team hat keine Lust, die Saison einfach herzuschenken, verspricht Andrea Bonk, dass nach der dreiwöchigen Osterpause wieder angegriffen wird. Damit die Köpfe wieder frei werden, gibt es eine kurze Pause über Ostern. Und danach heißt es schnell wieder Gas geben, bevor es nach Berlin geht.