Nachwuchs 26.01.2018 — 07:42 Uhr

Über 60 Minuten den längeren Atem - WJA startet erfolgreich in die Bundesliga Zwischenrunde

Via Abi, Oberliga und 2. Bundesliga zum 36:27 Auftakterfolg im Rhein-Main-Derby in der WJA-Jugendbundesliga gegen die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchststadt

Jubel über den verdienten 36:27 Erfolg (Bild Axel Kretschmer - Handball-Zeitung)

In einem wie erwartet emotionalen Rhein-Main-Derby kam es am Anfang zu einem offenen Schlagabtausch. Der amtierende deutsche WJB-Vizemeister strotzte vor Selbstvertrauen und begann mit viel Tempo und der bekannt aggressiven Abwehr.

Trainer Jörg Schulze nahm nach 11 Minuten und 6:9 Rückstand seine erste Auszeit, doch die Umstellung der Abwehr griff zunächst nicht. Vor allem das Zusammenspiel zwischen der Abwehr und den Torfrauen harmonierte noch nicht. Im Angriff kamen Holzpech bei den Abschlüssen und technische Fehler hinzu.

Die wJSG Bad Soden münzte mit lautstarker Unterstützung des in großer Zahl angereisten Fantrosses jeden Fehler oder Fehlwurf unseres Teams direkt über erste und zweite Welle in leichte Tore um und konnte so den Vorsprung auf sechs Tore (6:12, 7:13) vergrößern. Vor allem die starke Rückraumlinke Lilly König und Außen Pia Özer hatten hier allzu leichtes Spiel. 11 der 19 Gäste-Tore gingen alleine auf das Konto dieses Duos.

Nachdem Alicia Soffel in 15. Spielminute endlich den 7. Treffer für unser Team markieren konnte, bekamen unsere Mädels immer mehr „Zugriff“ auf das Spiel. Vor allem Theresa Horstmann fand immer besser ins Spiel und gemeinsam ging es,  wenn auch zunächst  nur in kleinen Schritten, vorwärts. Zum Halbzeitpfiff war der Sechstore-Rückstand beim 16:19 zumindest aber schon halbiert. 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Abwehr auf eine Manndeckung von Lilly König umgestellt. Eine Spezialaufgabe für Jill Reuter. Die Gäste mussten sich jetzt ihre Tore immer mehr „erarbeiten“. In der 39. Minute dann endlich nur noch ein Tor Rückstand (21:22). Die Partie war wieder komplett offen und sechs Minuten später fiel mit dem 24:24 das ersehnte Unentschieden. 

In der Folge gingen die Gäste nur noch einmal in Führung (25:26)  und die Halle wurde auf Seiten der Gäste immer leiser. 

Theresa Horstmann steigerte sich immer mehr. Angeführt von ihr und der Achse Paulina Golla, Alicia Soffel und Jill Reuter war unser Team sowohl im Angriff als auch in der Abwehr jetzt endlich voll im Spiel. Und auch Torfrau Alicia Simonelli hatte sich jetzt besser auf die Würfe vor allem von den Außen eingestellt und steckte dabei auch mehrere Kopftreffer weg, die sie in zusätzliche Motivation ummünzte.

Zehn Minuten vor dem Abpfiff stand es mit dem 27:27 das letzte Mal Unentschieden. Nachdem die herausragende Shooterin der wJSG Lilly König durch Jill Reuter entscheidend aus dem Spiel genommen wurde, war den Gästen „der Stecker gezogen“ und sie konnten kein Tor mehr erzielen. Mit einem überragenden 9:0 Lauf, bei dem sogar ein paar Chancen liegen blieben, holten sich die Dynamighties einen auch in dieser Höhe verdienten 36:27 Sieg und können jetzt selbstbewusst in die kommenden Begegnungen gegen die Schwergewichte Bietigheim und Buxtehude gehen.

Jörg Schulze und Sabine Teuscher waren sichtlich stolz auf ihr Team: „Es spricht für einen hervorragenden Charakter der Mädels, sich das Spiel nach dem Verlauf der ersten Halbzeit und gegen die lautstarken Fans der Gäste nochmal und vor allem so zurück zu holen. Wir haben in den letzten 10 Minuten einen unglaublichen Lauf hingelegt!“

Aufstellung/Tore:

Tor: Simonelli / Keil / Kirchner

Feld: Reese (1), Horstmann (5 ), Teuscher, Soffel (10), Schulze (3), Nahm, Schweikhart (3), Reuter (3), von Römer (2), Grawe, Golla (8),