Meenzer Dynamites 08.01.2018 — 06:08 Uhr

Kantersieg in drei Worten: „Spielfreudig, zielstrebig und konsequent“

37:21 Sieg gegen den BSV Sachsen Zwickau

Janka Bauer Gala mit zehn Treffern

Gegen den Tabellenvorletzten BSV Sachsen Zwickau feierten die Meenzer Dynamites mit einem 37:21 Sieg einen Einstand in 2018 nach Maß und einem neuen Ergebnisrekord. Dabei gingen alleine zehn Tore auf das Konto von Kreisläuferin Janka Bauer, die Zwickaus Abwehr nie in den Griff bekam.

Zunächst hatte zwar der Gast den besseren Start und lag nach Spielzeit 2:41 mit 2:0 in Führung. Doch schon zehn Minuten später bekam das Selbstbewusstsein der Zwickauerinnen nach einem 5:0 Lauf der Dynamites einen heftigen Knacks. „Da hatten wir das Spiel bereits verloren“, resümierte Trainerin Corina Cupcea nach der Begegnung und bescheinigte ihrem Team bei diesem Auftritt fehlende Zweitligatauglichkeit.

Nicht nur der Vergleich der beiden Abwehrreihen ging klar für die Meenzer Dynamites aus, sondern auch das Duell der beiden Kreisläuferinnen. Während sich die FSG-Abwehr glänzend auf die bisherige Hauptschützin des BSV Nadja Bolze eingestellt hatte, die insgesamt torlos blieb, fanden die Gäste keine Lösung gegen eine glänzend aufgelegte Janka Bauer. Von der zehnten bis zur 19. Minute trug sie sich sieben Mal – meist nach tollem Anspiel von Elisa Burkholder - ohne Fehlwurf in die Torstatistik ein und hatte sichtlich Spaß am Spiel.

Zwar fing sich Zwickau noch einmal, konnte aber nicht verhindern, dass es bereits mit einem klaren 15:10 Vorsprung für die Dynamites in die Kabinen ging. Auch ein Verdienst von FSG-Torfrau Kristin Schäfer, die etliche Chancen entschärfte und deshalb auch bis zum Ende zwischen den Pfosten blieb.

Nach der Pause brachte FSG-Coach Thomas Zeitz dann mit den DHB-Juniorinnen Alicia Soffel und Paulina Golla die „junge Garde“. Das Tempo wurde noch einmal höher und das Gästespiel fiel immer mehr auseinander. Nach 38 Minuten stand es bereits 21:11 und es war noch kein Ende der Mainzer Spielfreude in Sicht.

Trainer Thomas Zeitz freute besonders, dass sein Team trotz der so früh „klaren Verhältnisse“ nicht nachließ. „Wir haben uns von gewissen Dingen nicht ablenken lassen, weitergemacht und dabei noch Spaß gehabt – das war am allerschönsten“.

In der 51. Minute hatte Zeitz dann noch ein Extra-Sahnehäubchen parat. Sophie Hartstock durfte erstmals nach ihrer schweren Knieverletzung wieder aufs Parkett und holte sich direkt unter großem Jubel ihres Teams den 30. Treffer (30:17). Und weil´s so schön war, folgte gleich das nächste Tor von ihr und weitere sechs Treffer ihres Teams zum 37:21 Endstand.

Bei der „Original-Humba“ gab es dann auch eine Doppel-Besetzung „auf dem Zaun“ der Fans, denn Janka Bauer für ihre Zehntore-Gala und eben Sophie Hartstock für ihr aktives Comeback durften gemeinsam nach vorn. „Das hat heute einfach riesig Spaß gemacht, ich hatte tolle Anspiele und das mit Tiffi (Sophie Hartstock) ist einfach nur schön“, so das Fazit einer strahlenden Janka Bauer bei der Auszeichnung als beste Spielerin.

Beim folgenden Trainergespräch fiel Gästetrainerin Corina Cupcea der Blick auf das Ergebnis schwer, aber die Analyse leicht: „Mainz hat gezeigt, was Lust am Handball bedeutet, während bei uns heute alles was schieflaufen kann, auch schiefgelaufen ist.“

FSG-Coach Thomas Zeitz hat besonders gefallen, dass sein Team die Ansage in der Halbzeitpause „konsequent weiterspielen und nicht nachlassen“ richtig gut umgesetzt hat. „Wir hatten heute Spaß und freuen uns, dass wir gut ins neue Jahr gestartet sind. Mit dieser Leistung können wir jetzt entspannt zum Tabellenführer Rosengarten fahren“.