Meenzer Dynamites 29.11.2017 — 18:08 Uhr

Und die Story geht weiter...

Weibliche A-Jugend-Bundesliga in die Zwischenrunde mit doppeltem Losglück - Ziel Viertelfinale

 

 

Ziel Viertelfinale

Rückblick

Es dauerte etwas länger, bis der weitere Weg unserer weiblichen A-Jugend in der Jugend-Bundesliga feststand. Nach drei Spieltagen, die jeweils jedes Heimteam doppelt für sich verbuchen konnte, stand eine Weile noch nicht fest, wie es weitergeht. Drei Teams punktgleich und nur der schlechtere direkte Vergleich ließ das Team der JSG Neckar-Kocher ausscheiden. Für die beiden anderen Teams, unsere Mädels und die A-Jugend des SV Allensbach ging es weiter, aber in welcher Gruppe? Das Los entschied Platz 1 in der Gruppe für die FSG und Platz 2 für den SVA, und dann folgte direkt auch noch die zweite glückliche Fügung: zweimal Heimrecht in der Zwischenrunde.

In einem kleinen Rückblick sprachen wir mit Trainer Jörg Schulze noch einmal über Hoch- und Tiefpunkte der drei vergangenen Spiele, der WJA, und zu seiner Einschätzung zur Zwischenrunde.

Spiel 1 gegen den SV in Allensbach

Nach einer weiten Anfahrt sollten Paulina, Alice und Co nie zu ihrem Spiel finden. Fünf verworfene 7-Meter, viele technische Fehler und rund 15 vergebene 100prozentige Chancen ließen beim Schlusspfiff den SV Allensbach über einen unerwarteten 25:19 Heimsieg jubeln. Am schlimmsten war jedoch die Verletzung von Melli Grawe, gerade auf dem Weg zurück zu früherer Sicherheit.

O-Ton Jörg Schulze: „Das war ein schwarzer Spieltag für uns. Wir haben es nicht hinbekommen, unser Spiel auf die Platte zu bekommen. Mit insgesamt 30 Angriffen ohne Torerfolg war es unmöglich zu gewinnen.“

Das Heimspielwochenende

Spiel 2 gegen den SV Allensbach

Die Vorzeichen nach dem verpatzten Auftakt waren klar, nur Siege zählen. Nach gutem Einstieg unseres Teams nutzte der SVA einige Fehler durch seine gut vorgetragenen Gegenstöße zu einer Dreitore-Führung (13:16) zur Halbzeit. Und auch in der 2. Hälfte merkte man unseren Mädels den Druck an. Ständig lief man der Führung der Gäste hinterher, die diese abgezockt ausbauten. In der 40. dann bei einem 15:21 Rückstand Auszeit und die Devise: „Alles oder nichts! Die Abwehr wurde umgestellt und es folgte eine grandiose Aufholjagd.  Nach 50 Minuten fiel der Ausgleich (22:22) und die Mädels drückten weiter auf Tempo. Am Ende stand ein 28:24 Sieg auf der Anzeigetafel und Step 1 war geschafft.

O-Ton Jörg Schulze: „Der gute Einstieg hat uns leider nicht genügend Sicherheit gegeben, der Druck war immens groß für unsere Mädels. Beim fast hoffnungslosen -5-Rückstand haben sie alles reingeworfen, weil sie unbedingt gewinnen wollten.“

Spiel 3 gegen die JSG Neckar-Kocher 

Mit dem Schwung des Vortags ging es ins nächste wichtige Spiel. Und es lief, beim 7:3 war die JSG zur ersten Auszeit gezwungen. Ohne direkten Erfolg, denn trotz einer Manndeckung holten sich unsere Mädels durch eine tolle Abwehrarbeit und ein druckvolles Angriffsspiel ein 14:8 zur Halbzeit.

In der 2. Halbzeit setzte der Gast dann sogar auf eine doppelte Manndeckung. Jetzt brauchte das Team etwas Zeit, um diese Situation zu lösen. Die Gäste kamen auf 18:15 heran. Aber jetzt fanden die Mädels die richtigen Mittel über den Kreis, und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus bis zum souveränen 27:18 Endstand. Herzstück des Erfolgs war die insgesamt hervorragende Abwehr 

O-Ton Jörg Schulze: „Nachdem sich die Mädels durch den Endspurt am Vortag „freigespielt“ haben, zeigten sie ihr Potential. Alle Aufgaben, die uns die JSG stellte, inkl. einfacher und doppelter Manndeckung wurden gelöst.“

3. Spieltag - Spiel 4 gegen Neckar-Kocher

Obwohl der direkte Vergleich gegen den SV Allensbach verloren war, die JSG Neckar-Kocher als Gastgeberin des letzten Spieltages aber über den SVA siegte, waren die Vorzeichen überraschend verändert. Plötzlich war bei einem Sieg unseres Teams Platz 1 doch wieder drin, und selbst bei einer Niederlage bis -3 Tore noch möglich.

Die Gastgeberinnen kämpften mit dem Rücken zur Wand zur Wand und es kam zu einem ausgeglichenen Spiel, mit leichten Vorteilen für die JSG. Nach dem 14:12 zu Pause flatterten in der 2. Hälfte plötzlich die Nerven, und es kam zu einem Rückstand von bis zu fünf Toren. Wieder griff die Maßnahme Abwehrumstellung, diesmal plus Manndeckung, und der Rückstand wurde bis 18:19 (41.) aufgeholt. Die letzten neun Minuten wurden zum Krimi mit Rechenschieber. Die JSG war erfolgreich, während unser Team, vier Großchancen vergab. Am Ende dann eine 23:27 Niederlage.

O-Ton Jörg Schulze: „Wir haben diesmal nicht mit der Konsequenz wie im Heimspieltag gedeckt, damit auch im Angriff vorsichtiger und mit zu vielen Fehlern. Am Ende dann genau das einzige Ergebnis, mit dem wir alle Bestimmungen der Durchführungsbestimmungen ausgeschöpft haben“.

Die Zwischenrunde

Tage später dann die Gewissheit, wie die Reise in der Zwischenrunde weitergeht. Jörg Schulze ist mit dem „Händchen der Glücksfee“ einverstanden. Es warten mit Bad Soden und Buxtehude „zwei alte Bekannte“ aus den letzten beiden Jahren. Neuer Gegner ist die SG BBM Bietigheim.

Jörg Schulze zu den Gegnerinnen:

„Die hessischen Nachbarinnen Bad Soden schafften ihren wA-Mädels durch ihre neue FSG mit Ober Eschbach eine sehr gute Plattform für die Weiterentwicklung in der 3. Liga, dort kommen u.a. Lilly König, Greta Bucher, Hannah Kohnagel und Pia Özer bereits zu Spieleinsätzen. Aufgrund der Nähe erwartet uns ein spannendes Spiel mit Derbycharakter.“

„Auf Bietigheim sind wir bislang noch nicht getroffen, haben aber mit großem Respekt deren Ergebnisse verfolgt. Insbesondere der Auswärtscoup in Leipzig hat imponiert. Mit Leonie Patorra, Jana Scheib (National-Mannschaftskollegin von Paulina Golla), Alina Ridder, Lena Klingler und Ann Kynast verfügt der letztjährige Final Four-Teilnehmer der weiblichen B-Jugend über einige außergewöhnlich starke Spielerinnen.“

„Last, but not least: Buxtehude. Der amtierende deutsche wA-Meister spielt zwar in neuer Formation, aber mit Franziska Fischer, Cassandra Nanfrank und Aimee von Peirera verfügt der BSV über ein meisterliches Trio.“

Ziel Viertelfinale

Wir werden uns Schritt für Schritt auf diese drei schweren Aufgaben vorbereiten und natürlich alles daransetzen, unseren doppelten Heimvorteil auszunutzen. Unser Ziel ist das Viertelfinale!“