Meenzer Dynamites 27.11.2017 — 06:08 Uhr

Dynamites bleiben im Novemberblues

Am Ende fehlt die Belohnung – 23:24 Niederlage in Herrenberg

Der Kopf muss wieder frei werden

Auch wenn erneut nichts Zählbares eingefahren werden konnte, zeigte das Team gegen die heimstarken Herrenbergerinnenm eine deutlich bessere Leistung als noch eine Woche zuvor. Über weite Strecken hatte Trainer Thomas Zeitz an der Arbeit von Deckung und Angriff nicht viel auszusetzen. Vor allem die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit nach klarem Rückstand, die maßgeblich von Alicia Soffel ausgelöst wurde, versöhnte. Neben Soffel (5 Tore) zeigte sich Romana Gerisch mit 7 Treffern (4 am 7.Meter) erneut als der Konstanten.

Das Problem war auch in Herrenberg wieder die fehlende Effektivität im Angriff. Am Ende landeten erneut rund ein Dutzend nicht genutzter Einwurfchancen in der Statistik, obwohl die Abläufe zuvor weitgehend rund liefen. „Es lag wieder nicht an der technischen Ausführung, sondern mehr an dem, was als Kopfsache bekannt ist“, so Trainer Thomas Zeitz.

Nachdem die Partie bis Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen verlief, sollte Elisa Burkholders Treffer 7:7 der letzte Mainzer Ausgleich sein. Herrenberg spielte fokussiert weiter und hatte in der einen oder anderen Situation auch das bessere Glücksmoment. So hatte die Dynamites Abwehr sich mehrmals schon den Ballgewinn erarbeitet, als der Ball dann doch noch aus den Händen glitt, und auf dem Fuß oder über Abpraller dann doch noch bei der Gegnerin landete und von Herrenberg verwertet werden konnte. So ging es dann mit einem 9:13 in die Kabinen.

Ab dem zweiten Spielviertel lief die FSG lange nur noch den Vorsprüngen der Herrenbergerinnen hinterher, die diesen auf zu sieben Toren Differenz (zuletzt 13:20, 47.) ausbauten.

Dass die Dynamites spielen können und die Moral stimmt, belegte die jetzt folgende Aufholjagd. Mit dem Mittel siebte Feldspielerin und dem Zug zum Tor einer Alicia Soffel wurde Tor um Tor aufgeholt. Alicia Soffels fünfter Treffer innerhalb von 20 Minuten zum 22:23-Anschluss fiel 67 Sekunden vor dem Ende, der Punktgewinn war wieder in Reichweite. Aber die treffsicherste Herrenbergerin an diesem Tag entschied das Spiel 25 Sekunden vor dem Ende (Foth zum 22:24, 60.). Romana Gerisch war zwar noch einmal erfolgreich per 7-Meter, aber nach dem erneuten Anschluss reichten die verbleibenden zwölf Sekunden nicht mehr, um sich doch noch zu belohnen.

„Uns ist etwas die Lockerheit verloren gegangen, die uns zum Saisonbeginn stark gemacht hat. Möglicherweise aufgrund der gestiegenen Erwartungen aus dem Umfeld und im Team nach dem tollen Start, aber vielleicht auch, weil die Mädels selbst noch nicht so ganz daran glauben, dass sie tatsächlich oben dazu gehören, wenn sie zeigen, was sie können“, beschreibt Zeitz die aktuelle Situation. 

„Das mit den 1:5 Punkten aus den jüngsten drei Partien ist keine schöne Serie“, ist sich Zeitz der Novemberblues-Stimmung bewusst. Die zwei spielfreien Wochenenden nutzt er deshalb für eine bewusst gesetztes "Kopffrei" ohne Trainingseinheiten, auch weil die jetzt entfallenden Spiele zwischen den Jahren nachgeholt werden. Am 8. Dezember geht es mit der nächsten Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das letzte Heimspiel in 2017 (16.12.2917, 17:00 gegen Werder Bremen) weiter, für den Spielrhythmus  bsi zum 30.12.2017 gegen Halle-Neustadt folgen einige hochkarätige Testspiele unter anderem gegen die Bensheimer Flames. Außerdem stehen erste Sondierungsgespräche zwischen Verein und Trainer für die Kader- und Zielplanung für die neue Runde an.