Meenzer Dynamites 20.11.2017 — 06:39 Uhr

„Mit 20 Toren kann man nicht gewinnen“

Verdiente 20:26 Niederlage gegen Berlin

Elisa Burkholder war einer der wenigen "Lichtblicke" - Bild Ralf Bilo - Mainz 05

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Meenzer Dynamites im Spiel gegen die Füchse Berlin. Vor allem im Angriff kam der Zweitligist überhaupt nicht auf Touren, lediglich Elisa Burkholder und Alicia Soffel, die mit je fünf Treffern die Hälfte der 20 Tore erzielten, zeigten positive Ansätze.

Das 1:0 durch Elisa Burkholder und das 6:5 von Simona Cipaian waren die beiden einzigen Führungen für die Hausherrinnen. Bereits frühzeitig zeichnete sich ab, dass die Mainzerinnen diesmal nicht zu ihrem Spiel finden sollten. Die Berlinerinnen dagegen zeigten sich bestens präpariert und setzen ihren Aufwärtstrend eindrucksvoll fort. In der ersten Halbzeit zeigte Elisa Burkholder, die die auch noch ausgefallene Katrin Feldmann auf der Mitte vertrat, einige schöne Aktionen und hielt ihr Team im Spiel.

Nachdem es mit einem 11:14 Rückstand in die Pause ging, waren die Dynamites in Halbzeit 2 sichtlich bemüht, doch nur Alicia Soffel zog jetzt noch mit der entsprechenden Konsequenz aufs Tor. Zehn Minuten vor dem Ende wurde es kurzzeitig noch einmal spannend, aber der Hoffnungsschimmer wurde von den Berlinerinnen schnell wieder gelöscht und am Ende stand eine verdiente 20:26 Niederlage auf der Anzeige.

Elisa Burkholder brachte es bei der Auszeichnung als beste Spielerin auf den Punkt: „Mit nur zwanzig Toren kannst du in der 2. Bundesliga kein Spiel gewinnen. Eigentlich hatten wir uns das heute ganz anders vorgestellt.“

Und während Berlins Trainer Christian Schücke sich verständlicherweise über den guten Auftritt seines Teams freute, betonte Dynamites-Coach Thomas Zeitz bei seinem Glückwunsch an den Sieger unumwunden die „völlig verdienten zwei Punkte für unseren Gast, den wir im Vorfeld mit Sicherheit nicht zu leichtgenommen haben. Woche für Woche sieht man, dass es in dieser Saison kein leichtes Spiel gibt. Wir haben schon vorher gewusst, dass Berlin eine erfahrene gute Truppe mit starkem Rückraum und einer guten Abwehr hat, das werden auch noch andere Teams feststellen. Und mit unserer Leistung heute hätten wir auch 90 Minuten oder mehr spielen können und es wäre nicht besser geworden. Das lag noch nicht mal an den vergebenen 7-Metern. Wir sind aus dem Rückraum gar nicht erst dahin gekommen, wo wir eigentlich hinwollten. Obwohl Elisa und auch Alice mit einigen schönen Aktionen gezeigt haben, wie es eigentlich hätte gehen können. Berlin hat das in der Abwehr heute sehr gut gemacht.“

Mit dieser Niederlage rutschen die Mainzerinnen erstmal auf Platz 5 ab. Kein Beinbruch für Zeitz: „auch wenn es natürlich schade ist, dass wir unseren 3. Platz jetzt erst mal los sind, bin ich auf der anderen Seite auch ganz froh, dass Team und Umfeld wieder etwas eingenordet werden, vor allem was die Erwartungen nach dem guten Saisonstart angeht. Das sind dann doch ein paar in ihren Vorstellungen zu schnell nach vorne gebrescht. Man muss immer wieder beachten, dass unsere Mannschaft im Durchschnitt 21 Jahre alt ist. Wir müssen aus Spielen wie heute lernen, uns Woche für Woche weiterentwickeln und uns kontinuierlich steigern.“