Nachwuchs 12.09.2017 — 12:38 Uhr

WJA - Verpatzter Saisonstart

Unnötige Niederlage in Allensbach nach schwacher Angriffsleistung

 

(Foto Gunar Fritzsche - Facebook)

Die Enttäuschung nach dem 1. Vorrundenspiel der wA-Bundesligasaison war riesengroß. Zum einen stand mit der 25:19-Niederlage, die die Anzeigetafel der Riesenberghalle am Samstag auswies, fest, dass wie erwartet bereits die Vorrunde kein Spaziergang wird. Zum anderen mischte sich dies mit der Sorge um Melli Grawe, die sich Mitte der 2. Halbzeit nach einem Zusammenprall mit einer Gegnerin am Sprunggelenk verletzt hatte. 

Die ca. vierstündige Anfahrt an den Bodensee steckte offenbar allen Spielerinnen schwer in den Knochen. Es gelang nicht, die Müdigkeit während der Vorbereitungs-/Aufwärmphase abzuschütteln, denn bereits nach zehn Minuten musste beim Spielstand von 6:2 die 1. Auszeit genommen werden. Bis dahin hatte sich bereits angedeutet, was sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel ziehen sollte: Fehlwürfe, Fehlabspiele und andere technische Fehler führten zu konsequent abgeschlossenen Tempogegenstößen der Gastgeberinnen. Auch danach setzte sich im Angriff die Flut von unkonzentrierten Entscheidungen fort, so dass beim 10:4 in der 21. Minute die 2. Auszeit folgte. Zu inkonsequent und lässig war das Abschlussverhalten von allen Spielerinnen. Hinzu kamen bis zur Halbzeit bereits drei verworfene 7m. Mit einem 13:8-Rückstand ging es in die Pause. 

Zu Beginn der 2. Halbzeit verkürzte unser Team zunächst auf 15:11. Nach einer Zeitstrafe gegen Theresa Horstmann nutzten die Gastgeberinnen jedoch die Abschlussschwäche unserer Mädels vor dem Tor erneut konsequent aus und bauten nach sieben Minuten ohne Mainzer Tor ihren Vorsprung bis zur 41. Minute auf 20:11 aus.

Viel zu ungestüm wurde immer wieder das zu frühe 1:1-Spiel gesucht, das an der sehr beweglichen und kompakten 3:2:1-Abwehr der Allensbacherinnen scheiterte. Unser Team mühte sich nach Kräften, um ein völliges Debakel zu verhindern. Genau in diese Phase fiel jedoch die tragische Verletzung von Melli Grawe, die das ganze Team offenbar zusätzlich lähmte.

Bis zum Spielende gelang wenigstens eine Ergebniskorrektur zum Endstand von 25:19. Insgesamt schlugen fünf verworfene Siebenmeter und ca. 20 liegengelassene freie Chancen bei unserem Team zu Buche. Mit dieser Abschlussquote ist es nahezu unmöglich als Siegerteam vom Platz zu gehen. Positiv zu vermerken war dennoch eine gute Abwehrarbeit, wenn es gelungen war die Gastgeberinnen ins Positionsspiel zu bekommen. Auch der Einstand unserer Gastspielerin Tabea Schweikart war sehr gelungen. 

Jetzt gilt es dieses Spiel, insbesondere die Angriffsleistung, genau zu analysieren und für das Heimspielwochenende am 30.09./1.10. die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.