Meenzer Dynamites 22.08.2017 — 11:13 Uhr

Spielerinnen der Saison: Andrea Bonk

"Was ist schon ein gebrochener Finger!" - Bei der nächsten Spielerin, die wir hier vorstellen handelt es sich um Andrea „Andi“ Bonk. Eine Spielerin, die jetzt auch schon, mit einer Unterbrechung, einige Jahre bei uns ist.

 

„Ich kam 2010 nach Mainz als die Mannschaft um Karin Euler das erste Mal in die Zweite Bundesliga aufgestiegen war. Damals war noch alles familiär und richtig professionelle Strukturen gab es nicht. Wir haben zwar meistens haushoch verloren und sind direkt wieder abgestiegen aber dennoch war die Stimmung unbeschreiblich gut. Eigentlich gehört diese Saison zu den Schönsten in meiner aktiven Zeit!“ beschreibt Andi ihre erste Zeit in Mainz. Sie führt weiter aus: „Im Laufe der Zeit hat der Verein die Strukturen mehr und mehr angepasst und sich ein Stück weit professioneller aufgestellt. Das ist gewiss auch einer der Gründe, wieso sich das Mainzer Team in der 2. Bundesliga etablieren konnte. Zu verdanken ist dies den vielen engagierten Leuten in der Handballabteilung, die auch weiterhin versuchen, den Handball in Mainz zu pushen und bestmögliche Voraussetzungen für das Team zu schaffen.“

In der letzten Saison musste Andi dann sehr früh Verantwortung übernehmen: „Durch die vielen Verletzungen im Team hatten wir die eine oder andere Herausforderung mehr zu stemmen, als ursprünglich geplant. Auch ich persönlich musste durch den Ausfall von Laura Spatz in eine andere Rolle schlüpfen – was mich aber sicherlich auch nach vorn gebracht hat. Alles in allem haben wir uns den Umständen entsprechend ordentlich geschlagen. Obwohl natürlich auch in der dezimierten Konstellation ein paar Punkte mehr drin gewesen wären.“

Leider verletzte sich auch Andrea bei einem Spiel, sie brach sich einen Finger. Für mich und wohl auch viele andere eine Verletzung, die man als schwer bezeichnen könnte. Das will Andi aber so nicht hinnehmen: „Na ja, als eine „schwere“ Verletzung würde ich den Fingerbruch jetzt nicht unbedingt bezeichnen – da hab ich schon Schlimmeres durchgestanden. Die OP hätte ich mir natürlich trotzdem gerne erspart!“ Und bei diesem Satz lächelt sie, wie sie ja auch sonst gerne lacht und fröhlich ist. Aber sie kann auch anders, denn nach der Verletzung lässt sie sich nicht auswechseln. Nein, sie spielt weiter: „ In der Situation, in der es passierte, war es sehr schmerzhaft - da das Spiel aber gerade in einer kritischen Phase und ich natürlich voller Adrenalin war, konnte ich den Schmerz ganz gut verdrängen und beim entscheidenden Wurf dann auch die Nerven behalten.“ Zwei wichtige Punkte waren auf unserem Konto!

Die neue Saison startete mit einem Highlight außerhalb der Halle: „Das Photo-Shooting am Rhein hat sehr viel Spaß gemacht und war mal eine Abwechslung zu den typischen Portrait- und Mannschaftsbildern in der Halle. Natürlich steckt in einer solchen Aktion auch einiges an Organisations- und Planungs-Aufwand. In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen hat unsere liebe Simo diesbezüglich ganze Arbeit geleistet.“

Aber zu den Fotos könnte gerne noch was Anderes hinzukommen. Wir erinnern uns gerne an das Video, dass Mainz 05 vor einigen Jahren für die Dynamites produziert hat und Andi "DAS Gesicht"des kleinen Films war. „ Haha, wenn das dazu führen würde, dass ein paar mehr Zuschauer den Weg zu uns in die Halle finden, wären die Mädels sicherlich dabei. Der Dreh damals war eine coole Sache und in Zukunft mal etwas Vergleichbares aufzuziehen, ist sicher eine Option.“ 

Allerdings dämpft Andi dann auch gleich die Erwartungen: „Jetzt konzentrieren wir uns aber erstmal komplett auf das Sportliche, denn in gut zwei Wochen geht’s ja wieder los und wir haben noch einiges zu tun “ Und wieder lächelt sie…

Viel Glück Andi!