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  • 7. Spieltag 2. Alsco HBF - Füchse Berlin Frauen vs. 1. FSV Mainz 05 - Spielbericht

News [Handball] 02.11.2026 - 11:55 Uhr

Erste Saisonniederlage: Füchse Berlin stoppen die Siegesserie der Meenzer Dynamites

Nach sechs Siegen in Folge mussten die Meenzer Dynamites am Halloween-Samstag erstmals in dieser Saison eine Niederlage hinnehmen. Bei den Füchsen Berlin unterlag das Team von Jörg Schulze, Judith Schura und Marc Rhein deutlich mit 24:34 (10:14). Vor 327 Zuschauern in der Sporthalle Charlottenburg erwiesen sich die Gastgeberinnen an diesem Abend als die klar bessere Mannschaft und bestraften insbesondere nach dem Seitenwechsel nahezu jeden Mainzer Fehler konsequent.

Berlins Kreisläuferin Jonna Schaube #34 war nicht auszuschalten (Bild: Füchse Berlin Frauen - vincent.brosow)

Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass die Mainzerinnen nur schwer in die Begegnung finden würden. Während die Berlinerinnen von Beginn an konzentriert und zielstrebig agierten, fehlte den Dynamites im Angriff die gewohnte Durchschlagskraft. Zu wenig Druck auf die gegnerische Defensive, technische Fehler und zahlreiche ungenutzte Großchancen verhinderten einen besseren Start.

Nach dem frühen 0:2-Rückstand gelang es den Gästen zwar, durch Treffer von Christin Kühlborn, Anna Weidle und Lena Feiniler zum 3:3 auszugleichen, doch anschließend übernahmen die Füchse zunehmend die Kontrolle. Über 6:3 (14.) und 8:4 (17.) setzten sich die Gastgeberinnen erstmals deutlicher ab.

Defensive und Aurora Kryeziu halten Mainz im Spiel

Dass die Partie dennoch lange offenblieb, war vor allem der zunächst stabilen Mainzer Abwehr und einer sehr gut aufgelegten Aurora Kryeziu im Tor zu verdanken. Mit wichtigen Paraden hielt sie ihre Mannschaft im Spiel und sorgte gemeinsam mit der Defensive dafür, dass sich die Berlinerinnen trotz ihrer spielerischen Vorteile zunächst nicht entscheidend absetzen konnten.

In der 24. Minute verkürzte Lena Feiniler auf 7:8, wenig später brachte Helena Rhein die Dynamites beim 8:9 erneut auf einen Treffer heran. Doch gerade in dieser Phase versäumten es die Gäste, aus ihren Möglichkeiten mehr Kapital zu schlagen.

Stattdessen nutzten die Füchse die letzten Minuten vor der Pause, um sich wieder Luft zu verschaffen. Mit vier Treffern in den letzten dreieinhalb Minuten ging Berlin schließlich mit einer 14:10-Führung in die Kabine. Besonders bitter: Der letzte Treffer fiel unmittelbar mit dem Halbzeitpfiff.

Nach dem Seitenwechsel läuft bei Berlin nahezu alles zusammen

Zunächst schien die Halbzeitansprache bei den Mainzerinnen Wirkung zu zeigen. Helena Rhein und Leonie Udaw verkürzten innerhalb der ersten gut 60 Sekunden auf 12:14. Doch die Hoffnung auf eine Wende währte nur kurz.

Während die Dynamites im Angriff nun phasenweise bessere Lösungen fanden, verlor die Defensive zunehmend den Zugriff auf die Berliner Offensive. Die Gastgeberinnen spielten sich regelrecht in einen Lauf, nutzten die sich bietenden Räume und bestraften technische Fehler sowie Fehlwürfe der Mainzerinnen immer wieder mit schnellen Gegenstößen.

Besonders die Minuten zwischen der 32. und 42. Spielminute erwiesen sich als vorentscheidend. Aus dem knappen 14:12 machten die Füchse eine komfortable 22:14-Führung. Auch eine Mainzer Auszeit konnte den Spielfluss der Gastgeberinnen nicht mehr nachhaltig unterbrechen.

Spätestens beim 25:16 in der 46. Minute war die Begegnung entschieden. Die Berlinerinnen blieben fokussiert, spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende und ließen auch in der Schlussphase nicht nach. Auf Mainzer Seite fehlten dagegen zunehmend die Mittel, um dem druckvollen und temporeichen Spiel noch etwas entgegenzusetzen.

Am Ende stand eine deutliche 24:34-Niederlage, die auch in dieser Höhe den Spielverlauf widerspiegelte.

Trainerteam: „Berlin war an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft“

Entsprechend selbstkritisch fiel die Analyse des Mainzer Trainerteams nach dem Schlusspfiff aus:

„Es ist schade, dass wir nicht an die Leistungen aus den vorangegangenen Spielen anknüpfen konnten. Neidlos anzuerkennen ist, dass Berlin an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft war. Für uns heißt es, aus den Fehlern zu lernen und die nächste Auswärtsaufgabe in Rostock intensiv vorzubereiten.“

Nach sechs erfolgreichen Saisonspielen ist die erste Niederlage zweifellos ein Rückschlag, zugleich aber auch eine Gelegenheit, die eigenen Leistungen kritisch einzuordnen. Entscheidend wird nun sein, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen und wieder zu jener Geschlossenheit, Konsequenz und Stabilität zurückzufinden, die das Team in den vergangenen Wochen ausgezeichnet haben.

Viel Zeit zum Hadern bleibt ohnehin nicht: Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel in Rostock die nächste Herausforderung auf die Meenzer Dynamites.


Zahlen und Fakten zum Spiel

Füchse Berlin – 1. FSV Mainz 05 34:24 (14:10)
Spielort: Sporthalle Charlottenburg, Berlin
Zuschauer: 327
Schiedsrichter: Fabian Friedel / Rick Herrmann

Torfolge: 3:3 (8.), 6:3 (14.), 8:4 (17.), 8:7 (25.), 9:8 (26.), 14:10 (Halbzeit), 14:12 (32.), 19:13 (35.), 22:14 (42.), 25:16 (46.), 29:21 (55.), 34:24 (Endstand)

Torschützinnen Mainz 05: Christin Kühlborn (4/1), Lena Feiniler (4), Helena Rhein (4), Leonie Udaw (3), Anna Weidle (2), Nora Schulze (2), Lena Thoß (2), Christine Burgard (1), Emma Althaus (1), Marleen Kern (1).

Beste Torschützinnen Berlin: Anouk Nieuwenweg (10/4), Jonna Schaube (8), Leoni Baßiner (6), Anais Gouveia (5).

Siebenmeter: Berlin 4/7 – Mainz 1/1
Zeitstrafen: Berlin 6 Minuten – Mainz 8 Minuten