News [Handball] 01.06.2026 - 15:00 Uhr
25 Minuten auf Augenhöhe – dann kam der Leipzig-ICE ins Rollen
25 Minuten lang bot der 1. FSV Mainz 05 dem Meister HC Leipzig Paroli und überzeugte mit beweglicher Abwehrarbeit sowie effektivem Kreisläuferspiel. Doch eine Phase mit mehreren Fehlwürfen und technischen Fehlern brachte die Gastgeberinnen entscheidend in Front. Nach dem zwischenzeitlichen 21:16 spielte sich Leipzig vor begeisterter Kulisse in einen Rausch – und für Mainz gab es kein Stoppen des „Leipzig-ICE“ mehr.

Eine entscheidende Phase kurz vor der Halbzeit brachte jedoch die Vorentscheidung: Drei Fehlwürfe und drei technische Fehler nutzte Leipzig konsequent zu Tempogegenstößen und setzte sich bis zum Pausenpfiff auf 21:14 ab.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Mainz erneut Moral und verkürzte den Rückstand bis zur 35. Minute auf 16:21. Doch in der Folge schlichen sich im Angriff zu viele unnötige Ballverluste, technische Fehler und vergebene Torchancen ein. Leipzig nutzte dies konsequent aus, erhöhte das Tempo noch einmal und spielte sich mit Blick auf Meisterschaft und Aufstieg in einen regelrechten Rausch. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg für den würdigen Meister und Bundesligaaufsteiger.
Trainer Jörg Schulze zog nach der Partie ein realistisches Fazit:
„Wir konnten Leipzig leider nur bis etwa zur 20. beziehungsweise 25. Minute Paroli bieten. Mit unserem Zwei-Kreisläufer-Spiel sowie dem konsequenten 7:6 gelang es uns, dranzubleiben. Nach dem 21:16 war der ‚Leipzig-ICE‘ mit der tollen Unterstützung der ausverkauften Halle endgültig zum Aufstieg unterwegs. Im Rückraum fehlten uns gerade in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt einige personelle Optionen, sodass wir Leipzig auf ihrer Zielgeraden zum Aufstieg nicht mehr genug entgegenzusetzen hatten. Dennoch freuen wir uns, dass wir den 9. Platz und damit die Qualifikation für den DHB-Pokal erreicht haben.“
Zu den stärksten Mainzer Spielerinnen zählten Lena Feiniler, Lena Thoß, Nora Schulze, Tabea Schweikart und Magdalena Probst. Besonders in den ersten 20 bis 25 Minuten überzeugte Mainz sowohl mit seinem Kreisläuferspiel als auch mit einer engagierten Defensivleistung.
Statistik
HC Leipzig – 1. FSV Mainz 05 37:24 (21:14)
Mainz 05:
Aurora Kryeziu (8 Paraden), Aleksandra Orowicz (bei Siebenmetern) – Tor;
Anna Weidle (1), Magdalena Probst (3/2), Christin Kühlborn, Christine Burgard, Nora Schulze (1), Rugile Bartaseviciute, Lena Feiniler (7), Marleen Kern (4), Lena Thoß (3), Tabea Schweikart (2), Helena Rhein (2), Claire Ramacher (1), Juliane Specht.
Siebenmeter: HCL 5/6 – Mainz 05 2/3
Zeitstrafen: HCL 2 Minuten – Mainz 05 0 Minuten
Zuschauer: 860
Trotz der Niederlage beendet der 1. FSV Mainz 05 die Saison mit einem wichtigen Erfolg: Platz neun in der Abschlusstabelle und damit die Qualifikation für den DHB-Pokal. Ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, in der die Mannschaft mehrfach ihre Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen konnte.