News [Handball] 30.03.2026 - 16:22 Uhr
Mainz verliert in Freiburg – Schwächen im Rückzug und in der Abwehr entscheidend
Die "Meenzer Dynamites" des 1. FSV Mainz 05 unterliegen bei den „Red Sparrows“ der HSG Freiburg mit 30:36 (16:19). Nach gutem Start und zwischenzeitlicher Führung verhinderten vor allem Schwächen im Rückzug, eine hohe Fehlerquote und eine entscheidende Phase vor sowie nach der Pause ein besseres Ergebnis.

Starker Start – Einbruch vor der Pause
Die Mainzerinnen erwischten einen guten Beginn und erspielten sich bis zur 16. Minute eine verdiente 8:11-Führung. Doch die Gastgeberinnen aus Freiburg reagierten, glichen bis zur 23. Minute zum 13:13 aus und hielten die Partie anschließend offen.
Kurz vor der Pause dann der erste Knackpunkt: In den letzten drei Minuten verloren die Gäste völlig den Faden und kassierten einen 4:1-Lauf – aus einer knappen 15:14-Führung wurde ein 19:16-Rückstand.
Schwierige Phase nach der Halbzeit
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem FSV nicht, entscheidende Impulse zu setzen. Eine Überzahlsituation blieb ungenutzt, stattdessen zog Freiburg bis zur 36. Minute auf fünf Tore davon.
Ein weiterer Rückschlag folgte in der 46. Minute, als Lena Thoß nach einer Roten Karte vorzeitig vom Feld musste. Dennoch zeigte Mainz Moral und kämpfte sich bis zur 48. Minute noch einmal auf 26:25 heran.
Risiko wird nicht belohnt
In der Schlussphase setzte Mainz alles auf eine Karte und agierte mit drei Kreisläuferinnen. Doch das hohe Risiko zahlte sich nicht aus: Fehlwürfe und technische Fehler ermöglichten Freiburg einen entscheidenden 4:0-Lauf bis zur 52. Minute – die Vorentscheidung zum 30:25.
Lichtblick im Angriff
Trotz der Niederlage war Rugilė Bartasevičiūtė mit einer starken Offensivleistung der auffälligste Faktor und hielt ihr Team lange im Spiel.
Trainerfazit
Trainer Schulze brachte die Ursachen der Niederlage klar auf den Punkt:
„Wir wussten zwar, dass wir in Freiburg einen sehr schnellen Rückzug brauchen, um den Freiburger Gegenstoß v.a. über Saskia Probst aufzuhalten und uns zugleich nur wenige Fehlwürfe leisten dürfen. Dies ist uns leider über die gesamte Spieldauer kaum gelungen. Auch im Positionsspiel hatten wir keinen richtigen Zugriff. So kommen 39 Tore zustande, für die dann auch keine 30 selbst erzielten Tore bei über 25 Fehlwürfen ausreichen. Kurzum: dieses Spiel haben wir hauptsächlich im Rückzug und in der Abwehr verloren.“
Statistik
Endstand: 36:30 (19:16)
Tor: Orowicz (1.–49.), Aurora Kryeziu (50.–60.)
Trefferverteilung: Rugilė Bartasevičiūtė (9), Lena Feiniler (4), Marleen Kern (4), Claire Ramacher (3), Anna Weidle (3), Lena Thoß (2), Christin Kühlborn (2), Christine Burgard (2), Helena Rhein (1), Nora Schulze, Tabea Schweikart, Magdalena Probst, Juliane Specht, Melanie Grawe
Fazit
Am Ende war es vor allem die Defensive sowie die Chancenverwertung, die den Mainzerinnen zum Verhängnis wurden. Gegen ein schnelles Freiburger Team fehlte über weite Strecken die Kontrolle – und so steht eine Niederlage, die aus Sicht des FSV durchaus vermeidbar gewesen wäre.