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  • 4. Spieltag 2. Alsco HBF - 1. FSV Mainz 05 vs. SV Todesfelde - Spielbericht

News [Handball] 21.09.2026 - 14:15 Uhr

Taktische Vielfalt zahlt sich aus – Dynamites gehen mit 8:0 Punkten in die Pause

Die Meenzer Dynamites setzen ihren perfekten Saisonstart fort. Gegen einen starken SV Todesfelde musste das Team von Cheftrainer Jörg Schulze allerdings lange hart arbeiten, ehe am Ende ein verdienter 39:34 (17:18)-Heimerfolg stand. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte fanden die 05erinnen nach der Pause mit viel Geduld und taktischer Variabilität immer neue Lösungen und entschieden die Partie in der Schlussphase deutlich für sich.

Eine der vier "100prozentigen": Nora Schulze mit Spielfreude (Foto: Axel Kretschmer)

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet anspruchsvolle Begegnung. Todesfelde präsentierte sich selbstbewusst und hielt die Partie in der ersten Hälfte völlig offen. Mainz reagierte defensiv zunächst mit einer verlagerten 5:1-Deckung mit Melanie Grawe, später übernahm Anna Weidle die Manndeckung gegen Franziska Haupt. Im Angriff ließen die Dynamites allerdings zu viele Möglichkeiten liegen. So ging es trotz einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einem knappen 17:18-Rückstand in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng. Schulze stellte im Angriff auf das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen um und sorgte damit für Entlastung im Rückraum. Bis zur 42. Minute konnte sich dennoch keine Mannschaft entscheidend absetzen – Christin Kühlborn stellte per Siebenmeter auf 26:26.

Dann griff die nächste taktische Variante: Die Dynamites agierten zeitweise sogar mit drei Kreisläuferinnen und stellten Todesfelde damit vor eine zunächst ungewohnte Raumaufteilung. Lena Feiniler und Melanie Grawe sorgten innerhalb kurzer Zeit für das 29:26 – erstmals hatte Mainz etwas Luft zwischen sich und die Gäste gebracht.

Todesfelde reagierte ab der 48. Minute mit einer offensiveren Deckung, doch auch darauf fanden die 05erinnen Antworten. Jetzt wurde aus dem bis dahin engen Spiel zunehmend eine Mainzer Angelegenheit. Besonders Nora Schulze setzte in dieser Phase wichtige Akzente: Drei ihrer vier Treffer fielen zwischen der 53. und 56. Minute. Helena Rhein und Anna Weidle legten nach, und beim 38:31 nach 56:45 Minuten war die Entscheidung gefallen.

Bemerkenswert war dabei einmal mehr die Breite im Mainzer Angriff. Anna Weidle und Christin Kühlborn erzielten jeweils sechs Treffer, Alea Mattig und Marleen Kern jeweils fünf. Nora Schulze und Helena Rhein kamen auf je vier Tore. Kühlborn verwandelte zudem alle drei Siebenmeter. 

Schulze hob nach der Partie vor allem die Geduld und taktische Flexibilität seiner Mannschaft hervor:

„Todesfelde hatte auswärts bereits in Nürtingen seine Qualität unter Beweis gestellt und dort nur mit 3 Toren verloren. Zum einen bin ich froh darüber, dass unsere unter der Woche Erkrankten Lena Feiniler und Christin Kühlborn rechtzeitig in den Kader zurückgekehrt sind, zum anderen dass unser Team geduldig geblieben ist und unsere gesamte taktische Palette erfolgreich eingesetzt hat. Der Saisonstart mit 8:0 Punkten fühlt sich für alle großartig an.“

Neben Kühlborn, Mattig und Weidle hob Schulze insbesondere die Spielerinnen hervor, die im Abschluss eine 100-Prozent-Quote erreichten: Nora Schulze, Helena Rhein, Lena Feiniler und Leonie Udaw. Insgesamt verteilten sich die 39 Mainzer Treffer auf elf Spielerinnen – ein weiterer Beleg dafür, wie variabel die Dynamites an diesem Abend agierten.

Spielstatistik:

FSV Mainz 05 – SV Todesfelde 39:34 (17:18)
 Mainz: Kryeziu (46 min-13 Paraden), Fahnenbruck (14 Min -1 Parade)
 – Mattig 5, Weidle 6, Kühlborn 6/3, Burgard 1, Schulze 4, Feiniler 3, Kern 5, Udaw 1, Thoß 1, Grawe 3, Rhein 4.
Siebenmeter: Mainz 3/4 – Todesfelde 3/3
Zeitstrafen: Mainz 1 – Todesfelde 1
Zuschauer: 178
Schiedsrichter: Moritz Hartmann/Nils Hennekes