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  • 24. Spieltag 2. Alsco HBF - Werder Bremen vs. 1. FSV Mainz 05 - Spielbericht

News [Handball] 20.04.2026 - 17:45 Uhr

Ausrufezeichen in Bremen: Dynamites knacken Werders Festung

Mit Tempo, taktischer Flexibilität und starken Nerven in der Schlussphase holen die Meenzer Dynamites einen verdienten 32:30 Auswärtssieg an der Weser – und beenden zugleich Bremens beeindruckende Heimserie nach neun Spielen ohne Niederlage.

Starke Aktionen im Angriff: Rugile Bartaseviciute - Mitte #15 (Foto HANSEPIXX)

Die Meenzer Dynamites haben am 18. Juli 2026 ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und das Auswärtsspiel bei Werder Bremen erfolgreich gestaltet. In einer intensiven und temporeichen Partie zeigte das Team von Cheftrainer Jörg Schulze über weite Strecken die reifere Spielanlage und belohnte sich am Ende mit einem verdienten Erfolg – wie schon im Hinspiel (32:30).

Dabei gingen die Mainzerinnen trotz gutem Start erst nach dem 5:5 in Führung, verpassten es jedoch zunächst, sich frühzeitig deutlicher abzusetzen. „Wir sind gut reingekommen, haben aber leider direkt in der Anfangsphase drei, vier freie Chancen liegen gelassen“, analysierte Schulze nach Abpfiff. Offensiv setzte Mainz bewusst auf eine aggressive Annahme im Positionsspiel, da Bremen ohne seine etatmäßigen Kreisläuferinnen agieren musste.

Besonders Rugile Bartaseviciute überzeugte mit starken Aktionen im Angriff, während Christin Kühlborn vom Siebenmeterpunkt die nötige Souveränität ausstrahlte. Das Spiel blieb bis zur Pause ausgeglichen – beide Teams drückten aufs Tempo und suchten konsequent den Weg nach vorne.

Der entscheidende Impuls folgte in der zweiten Halbzeit: Mit der Umstellung auf eine offensive 5:1-Deckung – mit Anna Weidle und Melanie Grawe im wechselnden Vorstoß – störten die Dynamites frühzeitig den Bremer Rückraum. Die Maßnahme griff sichtbar, Bremen verlor an Struktur, Mainz kam ins Tempospiel.

In der 47. Minute war der Lohn deutlich sichtbar: Beim Stand von 21:26 hatten sich die Gäste auf fünf Tore abgesetzt. Doch einige hektische Ballverluste ließen den Vorsprung schnell schmelzen. Die Antwort darauf zeigte die gewachsene Reife des Teams: Mit klarem Kopf und effektivem 7:6-Angriffsspiel stabilisierten sich die Dynamites erneut.

Auch im Tor setzte Mainz ein Zeichen: Aurora Kryeziu, ab der 45. Minute zwischen den Pfosten, glänzte mit mehreren starken Paraden und hielt ihr Team in entscheidenden Phasen auf Kurs.

In der Schlussphase bewahrten die Dynamites die Ruhe, verteidigten diszipliniert und setzten mit einer gelungenen Freiwurfvariante einen taktischen Schlusspunkt. Der Vorsprung hielt bis zum Abpfiff. Damit wiederholten die Mainzerinnen nicht nur den Hinspielerfolg, sondern beendeten auch Bremens Heimserie von neun Spielen ohne Niederlage – darunter Siege gegen Leipzig und Regensburg sowie ein Unentschieden gegen Berlin. Gleichzeitig wurde der angestrebte Platztausch erfolgreich abgewehrt und der Vorsprung in der Tabelle ausgebaut.

Zu den prägenden Szenen der Partie gehörten die Durchbrüche und Würfe von Rugile Bartaseviciute und Marleen Kern, die konsequente und wirkungsvolle Umstellung auf die offensive 5:1-Deckung in der zweiten Halbzeit sowie die stabile Abwehrarbeit im Positionsspiel. In der Schlussphase sorgte zudem eine clevere Freiwurfvariante für einen gelungenen Abschluss.

Stimmen zum Spiel

Cheftrainer Jörg Schulze:
„Wir haben wieder einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und konnten unseren Hinspielerfolg in Bremen wiederholen. Besonders in der Schlussphase haben wir fokussiert die Ruhe bewahrt.“

Statistik:

Tore Mainz:
Anna Weidle (1), Magdalena Probst (1), Christin Kühlborn (7), Rugile Bartaseviciute (3), Lena Feiniler (9), Marleen Kern (6), Lena Thoß (1), Tabea Schweikart (2), Melanie Grawe (1), Claire Ramacher (1)

Tor:
Aleksandra Orowicz, Aurora Kryeziu - Paradenstatistik stand nicht zur Verfügung

7-Meter:
Werder 3/4 – Mainz 3/4

Zeitstrafen:
Werder 10 Min – Mainz 10 Min

Zuschauer:
250