Meenzer Dynamites 21.04.2020 — 19:50 Uhr

Vom Abbruch zum Aufbruch

1. FSV Mainz 05 plant für das 2. Jahr in der Bundesliga und 3. Liga

Auch in der kommenden Saison wehen die 05-Fahnen in der Bundesliga (Archivbild Detlef Gottwald)

Seit heute herrscht für beide Teams der Handballabteilung des 1. Mainz 05 Klarheit, sowohl was den Abschluss der durch die Corona-Pandemie so abrupt unterbrochenen Runde, als auch was die Spielebenen der kommenden Saison angeht. Auf der Grundlage des Bundesratsbeschlusses des DHB hat die HBF heute nun die Entscheidungen zur Wertung der abgebrochenen Saison getroffen, sowie die damit verbundenen Regelungen für die kommende Spielzeit aufgestellt.

Absteiger wird es in keiner der Bundesligen geben und auch keinen Meister. Den Weg in die 2. Liga wollte keines der in Frage kommenden Drittligateams gehen. Die Bundesliga wird in der kommenden Saison von 14 auf 16 Teams aufgestockt, was dem aktuellen Erstplazierten der 2. Liga HL Buchholz 08-Rosengarten und dem Zweitplazierten SV Union Halle-Neustadt den Weg nach oben ermöglicht, vorbehaltlich der positiven Entscheidung zu den Lizenzanträgen, die für Mitte Mai erwartet wird. Für die Saison 2021/22 sollen dann wieder die ursprünglichen Ligastärken von 14/16 in 1. und 2. Liga erreicht werden.

Abteilungsleiter Karl-Heinz Elsäßer freut sich, „dass wir ein weiteres Jahr in der Bundesliga Frauen vor uns haben“ und ergänzt: „Unsere Hausaufgaben hatten wir schon vor Wochen im Zusammenhang mit dem Lizensierungsverfahren gemacht. Der Vorstand unseres Vereins hat bereits signalisiert, dass wir das Budget der letzten Saison wieder zur Verfügung haben. Auf dieser Basis haben wir die Lizenz für die erste Bundesliga beantragt.“

Die sportliche Leiterin Eva Federhenn gibt eine erste Prognose: „Sportlich wird die Saison 20/21 einen Umbruch für uns bedeuten. Wir werden rund um die sieben Spielerinnen aus dem bisherigen Kader, die uns und dem Mainzer Weg weiter ihr Vertrauen geschenkt haben, ein schlagkräftiges neues Team aufstellen. Über ihre Zusagen freuen wir uns sportlich und vor allem menschlich sehr. Wir werden entsprechende Pressemitteilungen dazu in den nächsten Tagen veröffentlichen. Außerdem freuen wir uns natürlich, dass uns Hanne (van Rossum) als Unterstützung im Physio-Bereich erhalten bleibt.“

Trotz des Umbruches gibt es für die Mainzer Verantwortlichen keinen Grund, von der bisherigen erfolgreichen Linie abzuweichen, wie Eva Federhenn erläutert: „Unseren bisherigen Weg, junge Spielerinnen zu fördern, werden wir weiter fortsetzen und deshalb auch vier Perspektivspielerinnen aus unserer Drittligamannschaft in den erweiterten Bundesliga-Kader aufnehmen.“

Und auch wenn die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie nicht einfach ist, geben sich die beiden Verantwortlichen und der neue Trainer Florian Bauer optimistisch: „Wir müssen aktuell einfach ganz neue Wege gehen, aber weiter geht es immer. Intensive Videostudien, Empfehlungen bzw. Austausch mit Trainerkollegen und Beratern, und dann geht´s an die Gespräche und so führen wir aktuell Skype-Konferenzen mit potentiellen Kandidatinnen. Wir arbeiten hier im Dreierteam intensiv zusammen“.

Auch den Spielerinnen-Transfermarkt werden sie weiterhin intensiv beobachten, denn hier wird sich vermutlich aufgrund der finanziellen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie noch einiges bewegen.