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Meenzer Dynamites - Monday, der 22. May 2017 05:49 Uhr

Perfektes Saisonfinale

28:27 Sieg gegen Vizemeister SGH Rosengarten-Buchholz zum Saisonabschluss

Abschied - von links: Laura Spatz (zum LC Brühl), Claudia Schückler (Karrierende), Toni Grössl (HG Saase), Hanna Dankwardt (SG Bretzenheim), Helen van Beurden (noch nicht bekannt)

In einem perfekt inszenierten Finale endete das letzte Saisonspiel in Mainz. 49 Sekunden vor dem Abpfiff - in doppelter Unterzahl - setzte Janka Bauer nach einem Traumpass von Kapitänin Laura Spatz den entscheidenden Treffer zum 28.26. Ein perfekter Abschied von und für Laura Spatz, die es sichtlich genoss, noch einmal gemeinsam mit ihrer Freundin Claudia Schückler Handball-Kabinettstückchen aufs Feld zu zaubern. Das 28:27 (12:14) gegen die SGH Rosengarten-Buchholz versöhnte mit einer Saison, die alles andere als einfach war.

Vizemeister Rosengarten hatte einen beachtlichen und lautstarken Fantross mitgebracht, der lange Zeit davon ausgehen durfte, dass sein Team das Ding schon schaukelt. Nach zunächst knappen Führungen der Mainzerinnen nahm der Tabellenzweite Mitte der ersten Hälfte das Heft in die Hand und die FSG hatte Mühe dranzubleiben. Nach einer vorerst letzten Führung beim 20:19 in der 43. Minute waren Spatz und Co sechs Minuten später beim 20:24 eigentlich schon weg vom Fenster. In dieser Phase war es vor allem Andrea Bonk zu verdanken, dass dies eben nicht schon die Vorentscheidung war. Sie beendete beherzt die Torflaute mit alleine drei Toren in den nächsten Minuten, und beim 27:25 schien schon fast alles klar.

Doch dann erwischte es Hanna Dankwardt 97 Sekunden vor Schluss mit dritter Zweiminutenstrafe, und weitere sechs Sekunden später auch noch Maxi Schmohl. Dazwischen lag ein Treffer von Rosengarten zum 27:26.

Der letzten Mainzer Angriff der vier verbliebenen Spielerinnen lief ins Zeitspiel und Trainer Thomas Zeitz nahm seine letzte Auszeit. Das Ende ist bekannt. Traumpass Laura Spatz auf Janka Bauer und der Vizemeister war geschlagen.

Statistik/Spielverlauf in SIS

Ordentliches Ergebnis nach schwierigen Bedingungen

„Diese 60 Minuten haben die gesamte Saison widergespiegelt“, betonte Zeitz in einem kurzen Saison- Rückblick vor der offiziellen Verabschiedung der fünf scheidenden Spielerinnen. Damit bezog er sich auf die personelle Ausgangslage ebenso wie das Auf und Ab und dem Zusammentreffen von Lichtblicken und Enttäuschungen in den sportlichen Auftritten. Nur ein einziges Mal war der Kader - bei der Saisonpremiere in Bensheim – komplett auf der Platte. Der Kreuzbandverletzung der Kapitänin folgten 14 weitere schwerere Blessuren, wie Zeitz vorrechnete.

„Wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen wir durch die Saison gegangen sind, ist auch unsere Endplatzierung auf Platz 11 ein ordentliches Ergebnis.“ Alleine die Tatsache, dass diesmal der Klassenverbleib relativ früh feststand, verdiene Respekt.

Durch ein Spalier zum Handballchef

Den letzten Weg zu Handballmanager Karl-Heinz Elsäßer nahmen die fünf scheidenden Spielerinnen durch ein Spalier, das von bleibenden, verletzten und ehemaligen Spielerinnen gebildet wurde, darunter auch die einstige 05-Kreisläuferin Nicole Steinfurth, die an diesem Abend zum Fan-Tross der SGH zählte.

Antonia Grössl, Helen van Beurden und Hanna Dankwardt durften ein letztes Mal alleine links und rechts abklatschen. Laura Spatz und Claudia Schückler jedoch, die schon immer in ihren sechs Jahren bei Mainz 05 irgendwie untrennbar waren, gingen auch diesmal gemeinsam zum „Chef“ Karl-Heinz Elsäßer vor. Der gestand dabei, „ganz schön damit zu kämpfen zu haben“, seine beiden Routiniers loszulassen. „Wir haben euch so viel zu verdanken, vor allem, dass der Handball von Mainz 05 sich dahin entwickelt hat, wo er jetzt steht.“

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