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Historie

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Historie

1926 bis in die 70er

Meenzer Bube, Meenzer Mädcher… von 1926 bis in die 70er

Im Sommer 1926 schloss sich aus einem kleinen Kreis begeisterter Handballfreunde, die sich überwiegend aus Jugendlichen des Wartburgvereins Mainz rekrutierten, unter der Leitung von Georg Dietrich und Georg Lehr eine erste Mannschaft unter dem Dach des 1. FSV Mainz 05 zusammen. Handball war damals keine Hallensportart - wie die Fußballer auch spielten die Handballer unter freiem Himmel auf dem Großfeld.

Noch 1926 nahmen zwei Herren-, ein Damen- und ein Jugendteam den regelmäßigen Spielbetrieb auf. Die erste Aktiven-Mannschaft trat in der Süddeutschen Handballliga, Bezirk Hessen, an. Handball bei Mainz 05 - das war zunächst eine Familienveranstaltung. Gleich fünf Brüderpaare standen im Gründerteam - Grünewald, Dietrich, Einwächter, Riemer und Ilgenfritz, dazu kamen die Spieler Meckes, Häuser, Dornhöfer, Trautwein, Proß und Welter. Die erste Rundenpartie bestritten die 05er unter Julius Etz - der Geschäftsführer des Gesamtvereins war gleichzeitig Trainer der ersten Handball-Stunde - als Vorspiel einer Fußballpartie auf dem damaligen Vereinsplatz am Fort Bingen. Das beeindruckende Spiel und der Kantersieg gegen Wormatia Worms mit 16:0 war eine großartige Werbung für den Handballsport und bescherte der Abteilung einige neue Mitglieder. So verstärkte die Familie Schubert die Mannschaften mit drei Männern und einer Frau. Fritz Schubert sollte später lange Jahre die Handballabteilung leiten.

Am Ende der Saison 1927/28 sicherten sich die 05er die Bezirksmeisterschaft. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1927 errang die Mannschaft im Endspiel der Rhein-Saar-Meisterschaft gegen Saarlouis vor 1.000 Zuschauern am Fort Bingen den Titel. "Hessischer Bezirksmeister konnten sich die Mainzer bis 1930 drei Mal nennen, scheiterten jedoch in der Süddeutschen Meisterschaft immer wieder an Darmstadt 98.

Nicht minder aktiv und erfolgreich betätigten sich die Damen, die zeitgleich mit den Herren die ersten Schritte machten. Unter der zielbewussten Führung von Fräulein Emmy Fuchs erreichte die Damenmannschaft in diesen Zeiten eine erst im neuen Jahrtausend wieder erlangte Blüte. Im Kampf um süddeutsche Meisterschaftsehren und in andern wichtigen Treffen vertraten die Spielerinnen Bitz, Braunbeck, Finkenauer, Fuchs, Gräf, Hach, Halbritter, Krömmelbein, Maierowicz, Richrath, Seibert, Schattong, Schubert und Zahn die Farben unseres Vereins auf das Beste.

Ende der 30er Jahre verblasste jedoch der Glanz. Die Mainzer verloren ihr Vereinsgelände und nach dem Zusammenschluss von Mainz05 mit dem Reichsbahnsportverein auch viele ihrer Spieler. Der Zweite Weltkrieg legte alle Aktivitäten der Handballabteilung lahm.

1946 fanden sich einige Spieler wieder zusammen und erweckten die Handballabteilung der 05er zu neuem Leben. Nach kurzer Zeit nahmen zwei Herren-, ein Damen- und ein Jugendteam den Spielbetrieb wieder auf, konnten jedoch zunächst nicht an die Erfolge der Gründerzeit anknüpfen.

Ab 1963 wurde zweigleisig gespielt: im Winter in der Halle und im Sommer Großfeldhandball. Zur Fußballabteilung pflegten die Handballer enge Kontakte, oft trainierten beide gemeinsam auf dem Ascheplatz. "30 Minuten Fußball, dann 30 Minuten Handball" erinnerte sich der heutige Ehrenvorsitzende Dieter Laehn. "Wegen des schnelleren Spiels der Handballer war das für die Fußballer ein gutes Koordinationstraining". Zwischen 1963 und 1973 absolvierten die Teams des FSV Mainz 05 ihre Meisterschaften in beiden Bereichen, ehe sich der Hallenhandball gegenüber dem Spiel auf dem Großfeld durchsetzte.


Männerteams

Die Männerteams

1959 herrschte zwar nochmals ein Tiefpunkt und es konnte nur eine Männermannschaft nominiert werden. Im gleichen Jahre übernahm Dipl. Sportlehrer Klaus Schreitter das Training. Die Spieler zu dieser Zeit: Karl-Heinz Folz, Heinz und Max Frenz, Hans-Günter Klein, Dieter Laehn, Manfred Marker, Horst Simon, Heini Stumpf und Horst Westphal. 1961 wurde wieder mit einer 1. und 2. Mannschaft gespielt. 1962/63 gelang der 1. Mannschaft der erste Aufstieg in die A-Klasse Mainz-Alzey. Rheinhessen war in zwei Kreise aufgeteilt. Trennungslinie war die Bundesstraße 40 von Mainz nach Alzey.

1963: Feldrunde- 1. Mannschaft – Meisterschaft und Aufstieg in der Bezirksklasse. Die 2. Mannschaft holte ungeschlagen den Meistertitel, auch die B-Jugend wurde Meister, somit war das Jahr 1963 das erfolgreichste Jahr für die Männerteams nach dem Krieg.
1965 spielte eine 1. Mannschaft in der Verbandsliga, die 2. Mannschaft in der B- Klasse, sowie eine A-Jugend. 1965 spielten in der ersten Mannschaft (Hallenhandball): Norbert Katzenbach, Dietrich Becker, Herbert Korte, Hans-Günter Klein, Horst Veith, Heinz Ries, Helmut Meyer, Axel Abeler, Klaus Becker und Dieter Laehn. In der zweiten Mannschaft: Wolfgang, Max und Heinz Frenz, Horst Simon, Heinz Stumpf, Horst Westphal, Gerd Schmöller, Horst Bayer, Volker Rose, Heinz Funk, Manfred Marker und Karl-Heinz Folz. Die Spieler der Handball-Jugend: Bergmann, Schmitt, Steeg, Horst Steinbach, Siebert, Gerd Bucher, Schneider, Manfred Wellendorf, Bugiel und Freddy Michaelsen.

1966 spielte die 1. Mannschaft unter dem Spielertrainer Klaus Schreitter in der Verbandsliga, zu diesem Zeitpunkt die höchste Spielklasse im HV-Rheinhessen. Dazu waren auch eine Zweite- und eine Jugend-Mannschaft im Einsatz.

Das Jahre 1972 wurde für die nicht von Erfolgen werwöhnte Aktivenmannschaft Ausgangspunkt einer positiven Entwicklung, denn eine Handvoll alter 05er nahm unter dem neuen Abteilungsleiter Hermann Biebel die Geschicke der Abteilung in die Hand. Mit Hilfe des 1973 als Trainer verpflichteten Verbandslehrwartes Manfred Hinkel kletterten die 05-Handballer bis 1977 in die Oberliga. In dieser Zeit gründeten die beiden Brüder Helmut und Gerhard Weiß, selbst Spieler in der 1. Mannschaft, im Gutenberg-Gymnasium Mainz eine Handball-AG, aus der sich zwei männliche Jugendmannschaften für die Handballabteilung bildeten. Diese lieferten den Nachschub für die nun sehr erfolgreichen Männerteams. Das klappte umso besser, als Helmut Weiß zunächst als Co-Trainer und später als Trainer die 1. Mannschaft übernahm. Im folgte mit Horts Steinbach ein weiterer Aktiver als Trainer der 1. Mannschaft, der längere Zeit gleichzeitig auch das wieder gegründete Damenteam trainierte. Die erste Herrenmannschaft spielte bis 1983 in der Oberliga Rheinhessen eine gute Rolle, es folgte der Abstieg in die Verbandsliga, 1985 der Abstieg in die A-Klasse. 1988 gelang der Wiederaufstieg in die Verbandsliga, in der man sich bis 1993 halten konnte. Der folgende Abstieg war altersbedingt. Das Männerteam, stets ein verschworener Haufen, litt unter akuten Nachwuchssorgen.

Dann erfolgte die Auflösung der 1. Mannschaft und die 2. Mannschaft trat an Stelle der Ersten. 2000/01 –2002/03 spielte die Mannschaft B-Klasse. 2003/04 – 2005/06 spielten die Männer zuerst als SG Eintr.Mombach/1 FSV Mainz 05 und anschließend als SG Mombacher TV/1. FSV Mainz 05 in der C-Klasse. 2005/06 wurde die Meisterschaft der „Kreisklasse C“ errungen und damit spielt die SG Mombacher TV/1. FSV Mainz 05 ab 2006/07 in der B-Klasse. 2006/2007 stieg die Mannschaft leider direkt wieder in die C-Klasse ab. 2007/2008 konnte die Mannschaft die Saison mit einem mittleren Tabellenplatz beenden. 2008/2009 sollte das letzte Jahr Herrenhandball beim 1. FSV Mainz 05 werden. Die Mannschaft beendete die Saison im unteren Tabellendrittel. Da von 05er Seite nur noch 2 aktive Spieler, Matthias Wittmann und Reinhold Schmitt übrig waren, wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst. Der Spielbetrieb der Spielgemeinschaft wurde über die 6 Jahre von unserem Sportkameraden Clemens Schnitzler geleitet.

Damen (bis 2006/2007)

Das Damenteam (bis 2006/2007)

Nach den Erfolgen in den Jahren vor 1930 muss die Geschichte der Damen ab 1945 neu geschrieben werden.

In den 60er Jahren konnten sich die Damen für einige Zeit an den Spielen im Großfeld beteiligen bis der Spielbetrieb für viele Jahre eingestellt werden musste. 1978 kam es zur Neugründung eines Damenteams im Zeitalter des Hallenhandballs. Den Grundstein legte das Engagement von Roland Keth der eine weibliche Jugendmannschaft ins Leben gerufen hatte und diese dann als Aktive melden konnte. Der Damenbereich hatte große Resonanz und setzte zu einer positiven, sportlichen Entwicklung an. 1988 stieg die erste Damenmannschaft unter Armin Immig in die Oberliga auf, 1991 wurde der erste Rheinhessenpokaltitel geholt.

1988/89 bis 1990/91 formierte sich eine solide Mannschaft in der Oberliga (Plätze 7., 4., 7.). Über stetige Entwicklung und eine regelrechte Titelsammlung wurde die Damenmannschaft ab den 90er Jahren das Aushängeschild der Abteilung. Initialzündung für die weitere Entwicklung war der Zugang von Annette Wagner, die sich auch intensiv um den Zugang weiterer leistungsstarker, erfahrener Spielerinnen kümmerte.

1991/92 kam mit Norbert Roth ein neuer Trainer der zur Mannschaft passte und es verstand, Akzente zu setzen: sie wurden direkt Meister der Oberliga Rheinhessen und – wie im Vorjahr – Pokalsieger. Gleichzeitig qualifizierte sich Mainz 05 damit als Aufsteiger für die Regionalliga Südwest. Von 1992/93 bis 1995/96 spielte die Mannschaft vier Spielzeiten in der dritthöchsten deutschen Liga. Die Begeisterung für die Frauenmannschaft nahm stetig zu und griff sogar auf Fanclubs der Fußballprofis über. Es gelang die Etablierung im Mittelfeld. Die Liga war in ihrer Spielstärke sehr ausgewogen. Damit waren wenige Spiele entscheidend für die Platzierung. Hinzu kam ein immer härter werdender Kampf um den Klassenverbleib - 1996 verpasste das Team diesen knapp. Der Trainingseifer war ungebrochen – die Oberliga sollte nur ein kleines Zwischenspiel werden!

1996/97 war die Mannschaft Oberliga-Vizemeister, haderte aber mit der knapp verpassten Chance auf den direkten Wiederaufstieg. 1997/98 konnte im Pokal der dritte Titel errungen werden und in der Liga bestimmten die 05-Damen 1997/98 und 1998/99 das rheinhessische Geschehen. Geprägt wurde das Team vor allem von den Moselanerinnen, dem „Schweicher Trio“: Birgit Schilling, Heike Ullrich und Pidy Reis - Annette Wagner, Torfrau Bettina Cranz, Anja Boenecke und Birgit Hollstein.

Trotz spielerischem Klassenunterschied und souverän gewonnenen Meistertiteln blieb der Aufstieg verwehrt. Es gab als Meister keinen Direktaufstieg mehr. Neue Strukturen brachten neue Qualifikationsregeln und waren eine schwer zu nehmende Hürde. In der neuen Regionalliga kämpften 5 Verbände um die begehrten Plätze. Spielerisch gewappnet musste im ersten Jahr wegen eines unverschuldeten Formfehlers in der Aufstiegsrunde sogar die Disqualifikation hingenommen werden.

1999 fehlte das sportliche Quäntchen um in Jena endlich das Ziel zu erreichen. In wacher Erinnerung ist noch heute dieser „Tag der Tränen“ – auch der unglaubliche Rückhalt des gesamten Fanbusses auf der langen Rückfahrt aus Thüringen.

1999/2000 wurde ein Neuaufbau vorgenommen. Ein Schlussstrich war erst einmal unter die kraftraubenden letzten Jahre gezogen. Ältere Spielerinnen traten ab und die Mannschaft bekam viele, junge neue Gesichter. Die Mannschaft startete im Mittelfeld und steigerte sich kontinuierlich (erreichte Plätze, 5., 5., 3.) und wurde 2002/03 mit dem 1. Platz und damit dem Titel als Oberliga-Meister belohnt. Das erfolgreiche Team setzte sich unter Anderem aus den Akteurinnen Petra Bechtel, Rachel Begel, Ute Bendrich, Eve Federhenn, Bianca Knab, Karola Krause, Sandra Krause, Eve Neumeyer, Daniela Peters, Katharina Reinhard und Deborah Simon um Trainer Norbert Roth zusammen.

Zu dieser Zeit wurde die Oberliga zur Rheinhessenliga. Drei Landesverbände gründeten eine gemeinsame Oberliga. Der Titel bedeutete für die 05erinnen die Zuordnung zu dieser, ein Jahr zuvor neu gegründeten Oberliga Rheinhessen/Pfalz/Saar. Quasi dem Pendant zur früheren zweiteiligen (linksrheinischen) Regionalliga Südwest. Die Mannschaft verjüngte sich weiter und musste sich erst einmal formieren. Ja - stand zwischendrin vor einem riesigen Trainerproblem, das Eva Federhenn beherzt und mit großem Engagement erfolgreich meisterte. Das Team kitzelte den einen oder anderen Favoriten und konnte seine Oberligatauglichkeit beweisen. Der Blick ging weiter in Richtung der Top-Platzierungen der Liga. Welche Sensationsmeldung konnte in einer solchen Phase auch nach außen sichtbare Signale setzen? Die Verpflichtung von Vlado Stenzel!  05 machte von sich reden – im Pokalwettbewerb auch sportlich. Für die 05erinnen hatte dieser neben der Liga immer einen besonderen Reiz. Ohne Respekt vor den Regionalligisten Rheinhessens setzten sie sich 2003/2004 und 2004/2005 mit dem fünften Titelgewinn durch und gingen im letzten Wettbewerb als würdiger Zweiter vom Platz.

Damen I (ab 2006/2007)

Damen I (ab 2006/2007)

Die Saison 2006/2007 brachte wieder veränderte Rahmenbedingungen: mit der Ausweitung der Oberliga auf das Gebiet Rheinland-Pfalz/Saar gab es sogar Herausforderungen über die Grenzen. Eine Luxemburger Mannschaft führte unsere Damen ins benachbarte Ausland. Diese Internationalität freute uns – immerhin belebten die eigenen Reihen Ursprünge aus Frankreich und Kroatien! Dazu noch Altmeister Vlado Stenzel mit seinem unerschöpflichen Fundus an psychologischen und taktischen Maßnahmen. Im Oktober 2006 dann die Nachricht, dass Vlado Stenzel aus gesundheitlichen Gründen die Trainertätigkeit aufgeben musste. Als Interimstrainerin sprang Eva Federhenn ein und führte das Team auf den 10. Platz.

Eva blieb auch während der Saison 2007/2008 im Trainerstuhl und hatte unter Anderem mit den Spielerinnen Madeleine Gieseler, Kiki und Debo Simon, Eva und Sandra Krause, Eva Völker, Aniko Meszaros und Sara Grohs ein starkes Team zur Verfügung. Die Luxemburger Ausnahmemannschaft wurde überlegen Oberligameister, musste aber ein weiteres Jahr warten, bis die Genehmigung zum Aufstieg vorlag. Nicht so die 05erinnen: unvergessen die beiden Aufstiegsspiele gegen den hessischen Vertreter - zuerst in Flörsheim, dann in der GSW-Halle. Ein Erlebnis für alle 05-Fans, die in dieser Saison erstmals in den Genuss der Ultra-Unterstützung kamen. In Flörsheim bei brütender Hitze noch mit 4 Toren unterlegen, liefen die Mainzerinnen in eigener Halle zu Hochform auf und sicherten sich mit 24:16 den Aufstieg in die Regionalliga.

Eine neue Liga brachte auch einen neuen Trainer: 2008/2009 kam Gunter Dietrich vom TV Nieder-Olm, Eva trat den wohlverdienten Rückzug vom Traineramt an, reduzierte damit ihre "Doppelbelastung“ und stand dem Team der Damen II wieder voll als Spielerin zur Verfügung. Die 05erinnen spielten als Aufsteiger eine sehr gute Saison und erreichten am Saisonende Platz 5.

Einen erneuten Trainerwechsel erlebte das Team im Dezember 2009. Mit Karin Euler verpflichtete Manager Karl-Heinz Elsäßer eine Trainerin, die jahrelange Erfahrung im leistungsorientierten Handball vorweisen konnte. Und gleich ihre erste Saison um die Akteurinnen Viktoria Wriedt, Johanna Holstein, Kristina Graf, Sabrina Schramm, Kristin Titze und Andere war vom direkten Aufstieg in die zweite Bundesliga gekrönt - überraschend für das Team und auch die Abteilung.

Die Saison 2010/2011 sollte kein leichter Weg werden: das junge Team zollte seiner Unerfahrenheit und der höheren Dynamik der Klasse Tribut. Zu Beginn der Saison wurden die Spiele sehr deutlich verloren, aber die Mannschaft lernte dazu und ließ sich auch durch die Höhe der Niederlagen nicht aus der Bahn werfen. Junge Spielerinnen erhielten ihre Chance im Team und auch Akteurinnen der Damen II halfen aus. Höhepunkt der Saison war sicherlich der Sieg gegen den damaligen Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach im März 2011.

Die 05erinnen bestritten die Spielzeit 2011/2012 in der neu geschaffenen 4-gleisigen 3. Liga - und trafen in der Südgruppe unter Anderem auf die TSG Bretzenheim, die den Sprung aus der Oberliga geschafft hatten. Manager, Trainerin und Frauenwartin hatten ein Team aus jungen und erfahrenen Spielerinnen zusammen gestellt – mit Deborah Simon, Laura Schmitt, Andrea Bonk, Madeleine Narvaez-Noguera, Jessica Kleinjung, Kristin Schäfer, Hanna Dankwardt, Nicole Steinfurth, Julia Ophoff, Kirsten Simon, Claudia Schückler, Johanna Holstein, Joelle Gieseler, Kristin Titze, Jennifer Haubrich, Meike Schmelzer. Man wollte mindestens Platz 2 erreichen - der direkte Aufstieg würde dankend angenommen. Zu Beginn der Saison waren die 05erinnen weit davon entfernt: den fehlenden 4 Punkten aus zwei frühen, nicht unbedingt erwarteten Niederlagen liefen sie einen großen Teil der Saison hinterher, immer in der Ungewissheit, ob es denn noch reichen würde für den Aufstieg. Durch souveräne Auftritte - auch und gerade in fremden Hallen - und einige unerwartete Patzer der Mitkonkurrenten war schon vor dem letzten Spieltag klar: die "Dynamites" mischen in der Saison 2012/2013 wieder mit - in der 2. Bundesliga!

Damen II (ab 2006/2007)

Damen II (ab 2006/2007)

Ab der Saison 2006/2007 gab es eine neue Situation bei den Handballerinnen des FSV Mainz 05: ein zweites Damen-Team wurde aus der Wiege gehoben! Mit der langfristigen Intention, einen schlagkräftigen Unterbau für die Damen I zu schaffen, schlossen sich die alten Regionalliga-Reckinnen Annette Wagner-Dautermann, Elisabeth Kukula, Birgit Hollstein, Birgit Schilling, Anja Boenecke, Angelika Franz und Damen I-Trainerin Eva Federhenn mit einigen Handball-Neulingen zur Damen II zusammen, die naturgemäß ganz unten in der A-Klasse beginnen mussten. Mit viel Spaß, keinen bis wenig Trainingszeiten und ohne offiziellen Trainer endete die erste Saison mit dem direkten Aufstieg in die Kreisliga. Die Spielzeit 2007/2008 brachte Trainerin Angelika Franz, eine Trainingseinheit in der Woche und einen weiteren Aufstieg in die Rheinhessenliga. Daniela Peters im Tor, Jasmin Simon, Petra Bechtel, Nicole Urban und Tina Perl unterstützten nun unter anderem die erfahrenen Spielerinnen, die nach Ende der Saison größtenteils ihre aktive Laufbahn beendeten.

2008/2009 nahmen die Damen II mit Trainer Hauke Steffens einen ersten Anlauf, direkt in die Oberliga aufzusteigen. Die Mannschaft vollzog einen kompletten Umbruch, zahlreiche neue Akteurinnen wie Conny Brendel, Aniko Meszaros, Rachel Begel, verstärkten das Team und spielten eine sehr erfolgreiche Saison, die zuletzt mit dem 2. Platz und damit dem Verbleib in der Klasse beendet wurde - eine große Enttäuschung für die Damen II, deren Bestreben weiter nach oben ging.

Mit Michael Simon wurde in der Spielzeit 2009/2010 ein Trainer verpflichtet, der sich den Aufstieg auf die Fahne geschrieben hatte. Mittlerweile hatten auch die Damen II auf 2 Trainingseinheiten pro Woche umgeschaltet. Die 05erinnen, darunter Sara Grohs, Conny Brendel, Julia März, Rachel Begel, Barbara Fritz agierten erfolgreich, waren am Ende 1. der Rheinhessenliga und mussten - als Novum - durch die Neuordnung der Ligen eine Relegation um den Aufstieg in die Oberliga gegen den Pfalz-Vertreter VTV Mundenheim spielen. Die Trauer war groß, die Parallelen zu den vergangenen Aufstiegsambitionen der vereinseigenen Fußballer waren es auch - ein nicht geworfenes Tor stand der Oberliga-Saison im Wege.

Kurz vor Beginn der Saison 2010/2011 beendete Michael Simon sein Engagement bei den 05-erinnen: zahlreiche Leistungsträgerinnen der Vorsaison wechselten studien- oder arbeitsbedingt den Wohnort oder wollten mal "was ganz Anderes machen". Die Damen II standen vor einer Zerreißprobe: das Team erlebte einen kompletten Neuanfang. Frauenwartin Eva agierte mal wieder als "Feuerwehrfrau" und übernahm die Trainer-Position. Sie formierte aus den wenigen verbliebenen Spielerinnen eine Gemeinschaft mit der starken A-Jugendmannschaft und wurde teilweise auch vom damaligen 3.-Liga-Team der Damen 1 ergänzt. Das sollte Früchte tragen: zum Saisonende belohnte sich die Mannschaft mit dem Aufstieg in die Oberliga - endlich!

2011/2012 übernahm nach kurzem Zwischenspiel von Jens Illgner die A-Jugendtrainerin Nikoletta das Zepter bei dem Reserveteam. Es war eine Spielzeit, die den Zusammenhalt aller 05-Teams zu Gunsten der Damen II zeigte: Saisonziel war der Klassenerhalt in der Oberliga. Die Damen II-Spielerinnen Melanie Mikfeld, Eva Völker, Jacqueline von Moltke, Ina Landua und Neuzugang Janine Pfuhl, Rückkehrerin Aniko Meszaros schafften mit der Unterstützung der A-Jugendlichen und - in den Heimspielen - der Verstärkungen aus der 1. Mannschaft am Ende den Klassenverbleib. Nikoletta Humm hat den Spagat zwischen einem Team, das in der regulären Oberliga-Saison agiert und der in ihrer eigenen Oberliga überlegenen A-Jugend erfolgreich vollzogen.

 

Die weiblichen Jugendteams

Allgemein

Seit 2001 gelang es nach vielen Jahren reinen Aktiven-Spielbetriebes und Schul-AG-Aktivitäten wieder die Jugendabteilung aufleben zu lassen. Als Stadtverein ohne feste Trainingshalle, ohne Stadtteilbezug und verbundene Schulen ein schwieriges Unterfangen. Ziel war es, im Bereich der weiblichen Jugend Talentförderung anzubieten und mit Blick auf die Spielklasse der Damen auch sportliche Perspektiven aufzuzeigen. Die Kooperation mit dem SC Lerchenberg ermöglichte diesen Neuanfang. Ein Teil der B-Jugend des SCL spielte unter 05-Flagge und formierte sich mit Spielerinnen unterschiedlicher Vereinsherkunft zu einer Art „Rheinhessenauswahl“. Die Kooperation war eine „stille“ Vereinbarung – gespielt wurde unter 1. FSV Mainz 05.

Weibliche B-/A-Jugend 2001/2002 – ein Team, drei Titel

In der Saison 2001/2002 trat das Team fast in Personalunion sowohl in der B-Jugend Oberliga Rheinhessen als auch in der A-Jugend Oberliga Rhh./Pfalz an. Die Zielsetzung, dieses Doppelspielrecht zur Weiterentwicklung zu nutzen, erfüllte der kleine und damit hart in der Pflicht stehende Kader hervorragend. In beiden Spielklassen qualifizierten sich die Mädels als Rheinhessenprimus für die Teilnahme an den südwestdeutschen Meisterschaften. Da der Kader nicht in zwei Teams gesplittet werden konnte, wurde aufgrund der Altersstruktur nur in der B-Jugend gemeldet. Das Erreichen des hervorragenden 2. Platzes zeigte das enorme Potential. B-Jugend: Rheinhessenmeister und Vize-Südwestmeister A-Jugend Rheinhessenmeister

Weibliche A-Jugend 2002/2003: Rheinhessenmeister

Doppelspielrecht 2001/2002 und anschließender Südwestwettbewerb ließen kaum Luft für die Spielerinnen. Das war der Vorbereitung auf überregionale Sporen ebenso abträglich wie die gescheiterte OL-Liaison von Rheinhessen und Pfalz. Mehr Nähe zwischen Damen- und Jugendmannschaft war der Weg die mangelnde Herausforderung in der A-Jugend-Saison zu kompensieren. Gemeinsames Training und auch vereinzelt genutztes Doppelspielrecht in der Damen-Rheinhessenliga sollten Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Weibliche A-Jugend 2003/2004 Vize-Rheinhessenmeister

Weibliche A-Jugend 2003/2004               Vize-Rheinhessenmeister

Weibliche A-Jugend 2004/2005 MJSG Mainz 05/ Budenheim
  • Vize-Oberligameister
  • Rheinland-Pfalz-Pokalsieger

Aufgrund altersbedingter Abgänge wurde für die wenigen verbliebenen 05-Jugendlichen mit den Sportfreunden Budenheim eine Spielmöglichkeit begründet. In der Mannschafts-Jugend-Spielgemeinschaft MJSG Mainz 05/ Budenheim gelang die Integration gut.

Weibliche A-Jugend 2005/2006 MJSG Mainz 05/ Budenheim

-          Vize-Oberligameister

-          Rheinland-Pfalz-Pokalsieger

Zweites Jahr der Spielgemeinschaft mit der weiblichen A-Jugend in Budenheim. Die mit dem Zweck der Spielmöglichkeit für wenige A-Jugendliche geschlossene MJSG wurde mit Eintritt der Jugendlichen in das Aktiven-Alter beendet.

Weibliche Jugend-Spielgemeinschaft Mainz 05/ SCL 2007/2008

Neu begründet: die weibliche Jugend-Spielgemeinschaft Mainz 05/ SCL 2007/2008 Mit dem Schulterschluss zwischen Mainz 05 und dem SC Lerchenberg erfolgte unter 05-Regie ein Neustart in den Ausbildungsbereich. Gemeldet wurden zwei Teams in der C- und D-Jugend. Wichtiger Erfolgsfaktor waren die Hallenzeiten auf dem Lerchenberg und Sabine und Stefan Gieseler als leistungsorientierte Trainer dieser neuen „Keimzelle“. Insbesondere die B-Jugend in der Regionalliga konnte mit ihrem Auftreten und dem formulierten Anspruch neue Spielerinnen begeistern. D-Jugend: Rheinhessenmeister C-Jugend: Oberliga Vizemeister B-Jugend: Regionalliga 3. Platz Besondere Würdigung der Leistungen war die Sichtung von drei Spielerinnen auf Bundesebene.

Weibliche Jugend 2008/2009

C-Jugend: Oberliga B-Jugend: - Gewinn Winterthur-Trophy 2008 - Gewinn Sauerland-Cup 2009 - Staffelsieg Regionalliga - Vize-Südwestmeister - 3. Platz Deutsche Meisterschaft

Weibliche Jugend 2009/2010

Aus Spielerinnenmangel im Breitensportsegment – Konzentration auf die überregionalen Leistungsklassen. B-Jugend: Regionalliga 3. Platz A-Jugend: Regionalliga 2. Platz

Weibliche Jugend 2010/2011

Eine Saison, die geprägt war von vielen mannschaftsüberschneidend spielenden Jugendlichen. B-Jugend: Meister OL RPS Teilnahme Deutsche Meisterschaft A-Jugend: Meister OL RPS Teilnahme Deutsche Meisterschaft

Weibliche Jugend 2011/2012

Trotz Bemühung um eine B-Jugend-OL-Mannschaft musste die Meldung leider zurück gezogen werden. Aufgrund der Leistungsstärke und Entwicklung wurden wenige jüngere Spielerinnen in die A-Jugend integriert. In der OL RPS A-Jugend kaum gefordert, spielte das Gros des Teams parallel eine tragende Rolle bei den Aktiven. Das erfolgreiche Abschneiden der Damen II in der OL RPS ist der Verdienst dieser Mannschaft. A-Jugend: Meister OL RPS Teilnahme Deutsche Meisterschaft

Weibliche Jugend 2012/2013

Nach Beendigung der JSG mit dem SC Lerchenberg wird in der kommenden Saison wieder unter der alleinigen Flagge von Mainz 05 gespielt. An den Start geht nur eine A-Jugend Auch in dieser Saison ist im Förderkonzept die teilweise Einbindung in das Training der Damen bzw. das ausgewählte Doppelspiel in den Aktiventeams vorgesehen.

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