Meenzer Dynamites 23.02.2018 — 19:21 Uhr

Zeitz hat nichts gegen ein „bissl Glück diesmal auf unserer Seite“

Die Meenzer Dynamites der FSG Mainz 05/Budenheim reisen am Samstag zum Tabellenzweiten nach Ketsch in die „Höhle der Kurpfalz Bären“. Anpfiff in der Ketscher Neurotthalle ist um 18:00 Uhr

Mit Lockerheit und Ehrgeiz gegen Bärenkrallen

Das Bärinnen-Team von Trainerin Kate Schneider spielt bislang eine sehr gute Saison. In der Hinrunde unheimlich konstant mussten sie eigentlich erst zum Ende letzten bzw. zu Beginn des neuen Jahres ein paar wenige Federn lassen.

Kate Schneider legt Wert auf einen schnellen Handball mit vielen Positionswechseln. Dieses hohe Tempo geht ihr Team über 60 Minuten, aus einer sehr aggressiven 3:2:1 Abwehr heraus. Und spätestens seit Mitte letzter Saison hat das Management durch die Verpflichtung von Sabine Stockhorst im Tor den Weg nach oben geebnet. Stockhorst zählt von der Quote her - übrigens genau wie unsere Kristin Schäfer - zu den besten Torhüterinnen der Liga und ist vor allem der ruhende Pol im Spiel der jungen Bären-Mannschaft. Entsprechend schwer und anspruchsvoll wird die Aufgabe für die ebenfalls jungen Dynamites. 

Beide Vereine gehen was die Grundausrichtung angeht einen ähnlichen Weg, auch wenn die Spielsysteme sich doch unterscheiden. Nach einigen wirtschaftlich schwierigen Jahren für die TSG Ketsch zeigt der Weg des ehemaligen Bundesligisten unter dem neuen Management und dem neuen Namen „Kurpfalz Bären“ wieder klar nach oben.

Im Hinspiel haben die Meenzer Dynamites den Kurpfalz Bären einen Punkt geschenkt, weil sie nach zweimaliger 6 Tore Führung am Ende nur einen Zähler behielten. Dies soll an diesem Wochenende anders werden, aber Dynamites-Coach Thomas Zeitz weiß: "Wir haben mit Ketsch ein richtiges Brett zu bohren am Samstag. Ketsch hat bislang in der Saison bis auf wenige Ausnahmen eine starke Leistung gezeigt. Das wissen wir. Wir wissen aber auch, nicht zuletzt aufgrund des Hinspieles, dass wir Ketsch draufhaben. Im Hinspiel hat uns am Ende einfach die nötige Cleverness gefehlt, um das Spiel über die Zeit zu bringen. Wir waren über zwei Drittel des Spieles die bessere Mannschaft und haben durch geduldiges Spiel und konsequente Chancenverwertung zweimal einen 6 Tore Vorsprung ausgespielt, den wir dann leider nicht halten konnten. Das ist zum einen der Qualität von Ketsch geschuldet, sicher aber auch zum anderen Teil der Unerfahrenheit unseres Teams.“

Zeitz betont: „Die Saison ist für uns eine lehrreiche, und in diese Kategorie ist auch vor allem das Hinspiel gefallen. Ich traue meinem Team definitiv einen Sieg in der Bärenhöhle zu, wenn wir die gleiche Cleverness wieder an den Tag legen und das diesmal ohne große Hänger konsequent zu Ende spielen. Wir haben die Schwachstellen ausgearbeitet und wollen diese nutzen, müssen aber in jedem Fall wie Ketsch auch eine aggressive und konsequente Abwehr spielen und viel in den Gegenstoß investieren, um einfache Tore zu machen. Umgekehrt müssen wir bei Ketsch genau das verhindern. Ich denke, dass wir im Spiel 6 gegen 6 die größeren Alternativen haben. Darauf müssen wir hinarbeiten, müssen so oft wie es geht in diese Situationen kommen. Letztlich ist es aber vor allem schön, dass beide Teams mit einer ähnlichen Auffassung was die Ausbildung und den Einsatz von jungen Spielerinnen aus der Region angeht, mit genau diesem Weg in der zweithöchsten Liga in Deutschland erfolgreich sind.“

Beide Trainer und Verantwortliche sind sich einig, dass es in jedem Fall ein interessantes Spiel sein wird. Thomas Zeitz sieht seine Mannschaft an diesem Wochenende „ein wenig in der Außenseiterrolle, was bei meinen Mädels hoffentlich die Bremse löst und gleichermaßen Ehrgeiz und Lockerheit weckt. Wir wollen ein gutes Spiel machen und was Zählbares mitnehmen, und wenn es diesmal am Ende umgekehrt ist und wir mit ein bissl Glück was mitnehmen, ist es mir auch recht. Ich freue mich sehr auf die Begegnung!" schließt Trainer Thomas Zeitz. Bis auf Elisa Burkholder und Julia Maidhof stehen ihm dafür alle anderen Kräfte zur Verfügung.