Meenzer Dynamites 26.02.2018 — 06:16 Uhr

Die Summe der Kleinigkeiten führt zum Sieg für die Bären

27:31 Niederlage beim Tabellenzweiten

Alexandra Tinti kam in tollem Zusammenspiel mit Janka Bauer auf fünf Treffer (Bild Axel Kretschmer - Handball-Zeitung.de)

In einer anfangs ausgeglichenen und spannenden Zweitliga-Begegnung war es wieder einmal die Chancenverwertung, mit der sich die Dynamites selbst geschlagen haben. Vor allem zehn schwache Minuten in der ersten Halbzeit, in der aus einem 8:9 über 10:12 ein 10:17 wurde, schafften eine zu hohe Hypothek für die Meenzer Dynamites der FSG Mainz-Budenheim im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Kurpfalz Bären. Durch die parallelen Niederlagen von Beyeröhde und Halle-Neustadt verbleibt das Team von Thomas Zeitz dennoch auf Platz 3 in der Tabelle.

Kurz nach der Pause kam es bei den Meenzer Dynamites zu einem kurzen Hoffnungsschimmer, als sie mit zwei schnellen Treffern auf 13:17 verkürzten. Doch dann blieb der Rückstand konstant, betrug nie weniger als drei Treffer. „Wir haben hier einige Sachen sehr gut umgesetzt, andere weniger gut“, erläuterte Thomas Zeitz. „Und es waren dann leider insgesamt viele Kleinigkeiten, die sich summiert haben.“ Kleinigkeiten vor allem im Angriffsspiel, wo vor allem über Außen und im Gegenstoß schlichtweg zu viele Möglichkeiten liegen blieben.

Das bestätigte auch Kreisläuferin Alexandra Tinti im Pressegepräch, die mehrfach gut bedient von ihrer Positionspartnerin Janka Bauer (diesmal im Rückraum) fünf Treffer erzielte: „Wir haben in der 2. Halbzeit Moral bewiesen, und stark gekämpft, aber „Frau Stockhorst“ im Tor hat uns dann zu oft den Zahn gezogen“

Thomas Zeitz Fazit zur Niederlage: „Diese zehn Minuten vor der Pause mit dem 0:5 Lauf, bei dem wir uns leider von den Vorgaben zu stark entfernt haben und zu viele Chancen liegen gelassen, haben uns letztlich das Genick gebrochen. Das konnten wir dann trotz einer deutlich besseren 2. Halbzeit nicht mehr ausgleichen.“

Zur abschließenden Frage im Pressegespräch, wie er den Kampf um den 2. Tabellenplatz sehen würde, antwortete Zeitz: „für mich ist der Kampf immer noch offen. Sieht man mal von Rosengarten ab, ist diese Liga einfach immer noch brutal ausgeglichen. Wenn du dreimal verlierst, stehst du plötzlich auf Platz 10. Du musst immer 100 % geben. Wir halten es hier wie die Kurpfalz Bären. Wir wollen so gut wie möglich abschneiden, haben uns aber keine Gedanken um Platz 2 gemacht. Wer am Ende die Rückrunde am konstantesten spielt, wird auf dann auch verdient auf Platz 2 landen.“

Zeitz schließt ab mit dem Lob für die Kulisse: „Toll finde ich die Anerkennung der Zuschauer in Ketsch, und natürlich auch die unserer extra angereisten Fans. Das zeigt den Respekt für die Spielerinnen beider Teams, den sie sich auch verdienen. Alles ist hier noch weit weg von Profitum, profimäßig ist lediglich die Einstellung der Spielerinnen, die sich für kleines Geld immer voll einbringen, was den hohen Trainingsaufwand und Spiele inklusiver langer Anfahrten Woche für Woche angeht.“