Meenzer Dynamites 13.03.2018 — 06:26 Uhr

57 Minuten ohne Abwehr

30:40 (14:23)-Debakel bei der SG Kirchhof

Debakel in Kirchhof (Bild Detlev Keller - Facebook)

Es war die dritte Niederlage der Zweitliga-Handballerinnen der FSG Mainz 05/Budenheim in Serie, wobei vor allem die Art und Weise Trainer Thomas Zeitz sauer aufstieß. „Es war klar, dass das ein sehr schweres Spiel wird. Doch wenn man 57 Minuten ohne Verteidigung spielt, und es einfach über sich ergehen lässt, dann kommt da halt so ein Ergebnis heraus“, schimpfte der Coach.

Nur am Anfang bis zur 4:3 Führung durch Torfrau Clara Bohneberg war die Welt der Meenzer Dynamites noch in Ordnung, danach fiel das Kartenhaus aber schnell in sich zusammen. „Wir hätten da sogar deutlicher führen können, haben aber wieder von Anfang an klare Chancen liegengelassen.“ Es folgte ein 5:0-Lauf der Gastgeberinnen – und dann ging es richtig bergab. „Und zur Halbzeit war die Messe dann beim 14:23 bereits gelesen“, ärgerte sich Zeitz vor allem über seine Deckung. „Kirchhof hat 50 Minuten mit sieben Feldspielerinnen im Angriff agiert. Und 50 Minuten hat das auch funktioniert, weil unsere Abwehr es einfach zuließ“.

Alle Versuche von Zeitz, mit diversen Umstellungen in Abwehr und Angriff seine Mannschaft noch einmal wachzurütteln liefen ins Leere. Nur Alicia Soffel – die immerhin auf zehn Treffer kam – setzte dem Angriffsdruck der SG Kirchhof wirklich etwas entgegen. „Dabei hätten wir auch locker 40 Tore werfen können“, monierte Zeitz, dessen Team so gar nicht den Funken für das Zünden der gewohnten Stärken fand.

„Man kann auch mal richtig einen auf den Deckel kriegen, aber man muss sich auch wehren. Meine Mannschaft hat sich heute nicht gewehrt, und das habe ich auch sehr deutlich mitgeteilt“, so Zeitz zum Abschluss. „Ich hoffe sehr, dass das auch angekommen ist. Denn es wäre sehr schade, wenn wir jetzt schon eine wirklich ordentliche Saison leichtfertig wieder wegwerfen würden.“